{"id":51110,"date":"2023-05-28T06:13:00","date_gmt":"2023-05-28T04:13:00","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=51110"},"modified":"2023-05-22T12:19:42","modified_gmt":"2023-05-22T10:19:42","slug":"energiewende-nicht-durch-pauschalen-denkmalschutz-blockieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2023\/05\/28\/energiewende-nicht-durch-pauschalen-denkmalschutz-blockieren\/","title":{"rendered":"Energiewende nicht durch pauschalen Denkmalschutz blockieren"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Vielerorts stehen dem Ausbau Erneuerbarer Energien Vorgaben des Denkmalschutzes entgegen. Dr. Nina Scheer, \u00f6rtliche SPD-Bundestagsabgeordnete und Klima- und energiepolitische Sprecherin ihrer Fraktion weist darauf hin, dass dies mit der neuen bundesweiten Rechtslage nicht mehr vereinbar ist. Mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetz 2022 der Ampel-Koalition steht der Ausbau Erneuerbarer Energien nun im \u201e\u00fcberragenden \u00f6ffentliche Interesse\u201c und dient der \u00f6ffentlichen Sicherheit. Deswegen sei auch bei der Vereinbarkeit von Energiewende und Denkmalschutz ein Umdenken gefragt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nina Scheer: &#8222;Wenn Denkmalschutz als pauschales Ausschlusskriterium f\u00fcr Erneuerbare-Energien-Anlagen gilt, gehen uns nicht nur die Chancen auf bezahlbare und klimafreundliche Energien verloren, sondern auch Anreize, die geb\u00e4udeintegrierte Technologien verst\u00e4rkt auf den Markt zu bringen &#8211; etwa in Form von Dachziegel-PV-Modulen. Wenn den Eigent\u00fcmern die M\u00f6glichkeit zur Nutzung Erneuerbarer Energien versagt wird, schadet dies auch einer zukunftsf\u00e4higen energetischen Versorgung der betreffenden Geb\u00e4ude und damit auch dem Erhalt von historischer Bausubstanz. Das w\u00e4re auch f\u00fcr den Denkmalschutz kontraproduktiv. Da dieser Landesrecht ist, muss die schleswig-holsteinischen Landesregierung gew\u00e4hrleisten, dass Denkmalschutz nicht l\u00e4nger als Gegensatz zur Energiewende wirkt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Zwar sei es wichtig, dass die Unversehrtheit von kulturell bedeutenden Geb\u00e4uden wie in der Lauenburger Altstadt Bestand hat. Der Denkmalschutz d\u00fcrfe allerdings nicht als Hinderungsgrund f\u00fcr die notwendige Beschleunigung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien vorgeschoben werden, so Scheer. Bereits im Februar entschied das Oberverwaltungsgericht in Mecklenburg-Vorpommern, dass das \u00fcberragende \u00f6ffentliche Interesse des Ausbaus von Windenergie auch dann \u00fcberwiegen kann, wenn Denkmalschutzinteressen eine Rolle spielen. Im M\u00e4rz brachte das Land Brandenburg einen Gesetzesentwurf ein, der die Genehmigung von Photovoltaik-Anlagen zur Regel und nicht zur Ausnahme werden lassen soll.<\/p>\n\n\n\n<p>J\u00f6rg S\u00f6nksen, SPD, Stadtvertreter Lauenburg, sieht ebenfalls die Landesregierung in der Pflicht: \u201eF\u00fcr die Landesregierung in Schleswig-Holstein sollte die Entwicklung in der Rechtsprechung und auch der von der SPD-gef\u00fchrten Landesregierung in Brandenburg verfolgte Gesetzentwurf Signalwirkung haben. Der Denkmalschutz darf sich nicht gegen die Menschen beim Erhalt ihrer H\u00e4user stellen. Und zum Erhalt geh\u00f6rt auch die hier genutzte Energie. Die muss Erneuerbar werden. Dieses Problem sollte gemeinsam mit dem Denkmalschutz gel\u00f6st werden,\u201c so J\u00f6rg S\u00f6nksen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Vielerorts stehen dem Ausbau Erneuerbarer Energien Vorgaben des Denkmalschutzes entgegen. 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