{"id":46791,"date":"2022-12-22T06:22:00","date_gmt":"2022-12-22T04:22:00","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=46791"},"modified":"2022-12-22T16:06:04","modified_gmt":"2022-12-22T14:06:04","slug":"6-300-menschen-im-herzogtum-arbeiten-zum-niedriglohn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2022\/12\/22\/6-300-menschen-im-herzogtum-arbeiten-zum-niedriglohn\/","title":{"rendered":"6.300 Menschen im Herzogtum Lauenburg arbeiten zum Niedriglohn"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm). <\/strong>Sie m\u00fcssen sowieso schon jeden Cent zweimal umdrehen, aber explodierende Lebenshaltungskosten bringen sie jetzt endg\u00fcltig ans Limit: Im Herzogtum Lauenburg arbeiten rund 6.300 Menschen zum Niedriglohn. Und dass, obwohl sie einen Vollzeitjob haben. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten hin. Die NGG Hamburg-Elmshorn beruft sich hierbei auf eine Statistik der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit. Danach liegen 22 Prozent aller Vollzeitbesch\u00e4ftigten im Kreis Herzogtum Lauenburg beim Einkommen unter der amtlichen Niedriglohnschwelle von derzeit 2.344 Euro brutto im Monat.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIn Restaurants, Hotels, B\u00e4ckereien und Metzgereien arbeiten besonders viele Menschen zu Mini-L\u00f6hnen. Die rasant steigenden Preise f\u00fcr Energie und Lebensmittel treffen sie mit voller Wucht\u201c, sagt Anne Widder. F\u00fcr die Gewerkschaftssekret\u00e4rin der NGG-Region Hamburg-Elmshorn ist es deshalb jetzt n\u00f6tig, \u201eLohn-T\u00e4ler anzuheben\u201c. Ziel sei es, m\u00f6glichst viele Besch\u00e4ftigte im Kreis Herzogtum Lauenburg von einem \u201ekr\u00e4ftigen Lohn-Plus\u201c profitieren zu lassen. \u201eWenn das neue Jahr eine \u201aLohn-Headline\u2018 hat, dann: \u201a10 Prozent plus X\u2018\u201c, so Widder.<\/p>\n\n\n\n<p>Die NGG habe sich deshalb f\u00fcr 2023 vorgenommen, eine kr\u00e4ftige und dauerhafte Erh\u00f6hung der L\u00f6hne durchzusetzen \u2013 bei Tarifverhandlungen f\u00fcr ganze Branchen genauso wie bei Haustarifvertr\u00e4gen mit einzelnen Betrieben. \u201eDenn die Verbraucherpreise werden oben bleiben. Ziel ist es deshalb, die Einstiegsl\u00f6hne auf mindestens 13 Euro pro Stunde anzuheben\u201c, macht NGG-Gewerkschaftssekret\u00e4rin Anne Widder klar.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben notwendigen, dauerhaft h\u00f6heren L\u00f6hnen und Geh\u00e4ltern werde sich die NGG Hamburg-Elmshorn zus\u00e4tzlich auch f\u00fcr die kurzfristig wirksame Inflationsausgleichspr\u00e4mie stark machen. \u201eBis zu 3.000 Euro ohne Steuern und ohne Abgaben sind ein gutes und zus\u00e4tzliches Instrument, das die Bundesregierung den Unternehmen an die Hand gegeben hat, um Besch\u00e4ftigten \u00fcber die \u201aKlippen der Krise\u2018 zu helfen\u201c, so Widder.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eVom Einkauf im Supermarkt bis zum Haarschnitt beim Friseur \u2013 \u00fcberall wird es teurer. So teuer, dass sich gerade Geringverdiener viele Dinge des t\u00e4glichen Bedarfs nicht mehr leisten k\u00f6nnen\u201c, warnt Widder. Eine B\u00e4ckereifachverk\u00e4uferin habe schon in normalen Zeiten Schwierigkeiten, mit ihrem Geld bis zum Monatsende klarzukommen. \u201eDeshalb brauchen Geringverdiener gerade jetzt einen \u201aExtra-Lohn-Schub\u2018. Denn der Job muss auch in der Krise daf\u00fcr sorgen, dass es nicht am N\u00f6tigsten zum Leben hapert. Eine Vollzeitarbeit darf nicht zum Risikofaktor f\u00fcrs Portemonnaie werden\u201c, sagt Anne Widder.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Sie m\u00fcssen sowieso schon jeden Cent zweimal umdrehen, aber explodierende Lebenshaltungskosten bringen sie jetzt endg\u00fcltig ans Limit: Im Herzogtum Lauenburg arbeiten rund 6.300 Menschen zum Niedriglohn. Und dass, obwohl sie einen Vollzeitjob haben. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten hin. Die NGG Hamburg-Elmshorn beruft sich hierbei auf eine Statistik der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit. 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