{"id":46746,"date":"2022-12-25T06:39:00","date_gmt":"2022-12-25T04:39:00","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=46746"},"modified":"2022-12-19T13:43:55","modified_gmt":"2022-12-19T11:43:55","slug":"gewerkschaft-ngg-ausbildung-statt-hilfsjobs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2022\/12\/25\/gewerkschaft-ngg-ausbildung-statt-hilfsjobs\/","title":{"rendered":"Gewerkschaft NGG: \u201eAusbildung statt Hilfsjobs\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Der Vorteil eines Gesellenbriefes: Im Herzogtum Lauenburg verdienen Besch\u00e4ftigte, die eine Ausbildung abgeschlossen haben und Vollzeit arbeiten, durchschnittlich 3.075\u00a0Euro im Monat. Hilfskr\u00e4fte mit einem Ganztagesjob kommen dagegen auf ein Monatseinkommen von lediglich 2.352\u00a0Euro \u2013 rund 720\u00a0Euro weniger. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten (NGG) unter Berufung auf eine Statistik der Arbeitsagentur hin.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie gro\u00dfe Einkommenskluft zeigt, dass die Berufsausbildung ein wichtiger Schutz vor Niedrigl\u00f6hnen ist. Au\u00dferdem rufen Firmen aus fast allen Branchen derzeit nach Fachkr\u00e4ften \u2013 insbesondere im Gastgewerbe, in der Ern\u00e4hrungsindustrie und im Lebensmittelhandwerk\u201c, konstatiert Silke Kettner, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der NGG-Region Hamburg-Elmshorn. Jetzt komme es darauf an, dass die Betriebe mehr als bisher in die Ausbildung investierten \u2013 und damit in die eigenen Fachleute von morgen.<br><br>Entscheidend sei hierbei, dass die Bedingungen f\u00fcr den Nachwuchs attraktiver werden, fordert die Gewerkschaft. \u201eIn Hotels, Restaurants, B\u00e4ckereien und Metzgereien brechen noch immer zu viele Azubis ihre Lehre ab. Oft aus Frust \u00fcber lange Arbeitszeiten, fehlende Ausbilder oder fachfremde Arbeiten\u201c, sagt Kettner. So gaben im aktuellen DGB-Ausbildungsreport 48&nbsp;Prozent der angehenden Hotelfachleute und 46&nbsp;Prozent der Azubis in der K\u00fcche an, regelm\u00e4\u00dfig \u00dcberstunden machen zu m\u00fcssen \u2013 ein Spitzenwert. \u201eGerade in Zeiten des Fachkr\u00e4ftemangels k\u00f6nnen es sich die Unternehmen nicht erlauben, Berufsstarter zu verprellen. Bei der Ausbildungsqualit\u00e4t m\u00fcssen sie dringend nachlegen\u201c, betont Kettner.<br><br>Zugleich appelliert die Gewerkschafterin an Jugendliche und junge Erwachsene im Herzogtum, sich nicht mit \u201eschnellem Geld\u201c f\u00fcr Hilfsjobs locken zu lassen. Sinnvoll sei es stattdessen, eine Ausbildung anzufangen. \u201eBesch\u00e4ftigte ohne Lehre haben langfristig klar das Nachsehen. Sie verdienen weniger und k\u00f6nnen sich beruflich kaum weiterentwickeln\u201c, macht Kettner deutlich. Infos rund um Ausbildungsberufe, Bezahlung und Karrierechancen finden Interessierte bei der \u201eAzubi-B\u00f6rse\u201c der Arbeitsagentur im Netz: www.berufenet.arbeitsagentur.de. Warum die duale Berufsausbildung gegen den Fachkr\u00e4ftemangel hilft und wie sich das System st\u00e4rken l\u00e4sst, dazu gibt es weitere Hintergr\u00fcnde bei der \u201eAllianz f\u00fcr Aus- und Weiterbildung\u201c, in der sich die NGG mit anderen Gewerkschaften und Arbeitgeberverb\u00e4nden zusammengeschlossen hat. Online unter: www.aus-und-weiterbildungsallianz.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Der Vorteil eines Gesellenbriefes: Im Herzogtum Lauenburg verdienen Besch\u00e4ftigte, die eine Ausbildung abgeschlossen haben und Vollzeit arbeiten, durchschnittlich 3.075\u00a0Euro im Monat. Hilfskr\u00e4fte mit einem Ganztagesjob kommen dagegen auf ein Monatseinkommen von lediglich 2.352\u00a0Euro \u2013 rund 720\u00a0Euro weniger. 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