{"id":46527,"date":"2022-12-12T19:27:39","date_gmt":"2022-12-12T17:27:39","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=46527"},"modified":"2022-12-12T19:27:42","modified_gmt":"2022-12-12T17:27:42","slug":"waldzustandsbericht-2022-forstminister-schwarz-will-schleswig-holsteinische-waelder-fit-fuer-die-zukunft-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2022\/12\/12\/waldzustandsbericht-2022-forstminister-schwarz-will-schleswig-holsteinische-waelder-fit-fuer-die-zukunft-machen\/","title":{"rendered":"Waldzustandsbericht 2022: Forstminister Schwarz will schleswig-holsteinische W\u00e4lder fit f\u00fcr die Zukunft machen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Kiel\/Herzogtum Lauenburg (pm). <\/strong>Der Gesundheitszustand der schleswig-holsteinischen W\u00e4lder hat sich trotz mehrerer Trockenjahre und Sturmsch\u00e4den gegen\u00fcber dem Vorjahr nicht verschlechtert. Zu diesem Ergebnis kommt der Waldzustandsbericht 2022, den Forstminister Werner Schwarz heute (12. Dezember) in Kiel vorgestellt hat. \u201eEs zeigt sich, dass wir auf dem richtigen Weg sind, unsere W\u00e4lder gesund aufzustellen und an die klimatischen Ver\u00e4nderungen anzupassen. In ersten Bereichen konnte der Negativtrend der vergangenen Jahre bereits gestoppt werden. Ich bin mir sicher, dass es uns mit einer nachhaltigen Forstwirtschaft gelingen kann, unsere W\u00e4lder in all ihren Funktionen zu erhalten und zukunftssicher weiterzuentwickeln\u201c, sagte Schwarz.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Gesundheitszustand der Waldb\u00e4ume spiegelt sich in den mittel- und langfristigen Durchschnittswerten f\u00fcr die Kronenverlichtung, f\u00fcr den Anteil starker Sch\u00e4den und f\u00fcr die Absterberate wider. Mit 20 Prozent bleibt die Kronenverlichtung f\u00fcr den Gesamtwald in Schleswig-Holstein gegen\u00fcber dem Vorjahr unver\u00e4ndert. Bei der Buche blieben die Verlichtungswerte fast konstant, w\u00e4hrend sich die Werte bei den Eichen leicht verschlechterten. Einen leichten Anstieg der Kronenverlichtung gab es auch bei j\u00fcngeren Fichten, bei \u00e4lteren B\u00e4umen zeigte sich hingegen keine Ver\u00e4nderung zum Vorjahr. Die Verlichtungswerte der anderen Laub- und Nadelb\u00e4ume gingen zur\u00fcck. Nachdem der Anteil stark gesch\u00e4digter Waldfl\u00e4che im Jahr 2019 und 2020 stark angestiegen war, ist der Wert in diesem Jahr weiter r\u00fcckl\u00e4ufig und liegt bei 2,3 Prozent. Aufgrund der Wintersturmserie \u201eYlenia\u201c, \u201eZeynep\u201c und \u201eAntonia\u201c, die im Februar 2022 \u00fcber Schleswig-Holstein zog, ist der Anteil der als Schadholz entnommenen B\u00e4ume (Ausfallrate) mit 1,9 Prozent in diesem Jahr \u00fcberdurchschnittlich hoch.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach wie vor stellt das Eschentriebsterben eine Gef\u00e4hrdung der Best\u00e4nde dar: Die mittlere Kronenverlichtung ist zwar leicht r\u00fcckl\u00e4ufig und liegt bei 37 Prozent, dennoch betr\u00e4gt die Ausfallrate bei den Eschen 27 Prozent. \u201eIch mache mir gro\u00dfe Sorgen, dass die Esche endg\u00fcltig aus unseren W\u00e4ldern verschwinden k\u00f6nnte\u201c, so der Minister. Eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu den Vorjahren ist hingegen bei der Sitkafichte festzustellen. Die mittlere Kronenverlichtung ist 2022 auf einen Wert von 31 Prozent gesunken.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eUnsere W\u00e4lder sind mit all ihren wichtigen Funktionen von herausragender Bedeutung f\u00fcr Schleswig-Holstein. Sie erbringen Nutz-, Schutz und Erholungsfunktionen. Diese gilt es zu erhalten. Daher wird es immer wichtiger, sogenannte Klimaw\u00e4lder anzupflanzen, die viele unterschiedliche Baumarten enthalten und gegen Wetterextreme resistenter sind. Hier muss auch Raum f\u00fcr neue Aufforstungsversuche sein, um das Baumartenspektrum zu erweitern\u201c, sagte der Minister. Ziel sei es, auf wissenschaftlicher Basis, klimaresiliente Baumarten f\u00fcr die Zukunft zu bestimmen und die W\u00e4lder so fit zu machen, dass sie auch f\u00fcr kommende Generationen all ihre vielf\u00e4ltigen Funktionen erf\u00fcllen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schleswig-Holstein verfolgt weiterhin das ambitionierte Ziel, den Waldanteil im Land auf 12 Prozent zu erh\u00f6hen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Waldzustandsbericht wird seit 2011 in enger Zusammenarbeit mit der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) erstellt. Er liefert wichtige Informationen zur Vitalit\u00e4t der Waldb\u00e4ume unter dem Einfluss sich \u00e4ndernder Umweltbedingungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die NW-FVA ist eine gemeinsame Forschungseinrichtung der L\u00e4nder Niedersachsen, Hessen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der NW-FVA in G\u00f6ttingen betreiben das forstliche Umweltmonitoring f\u00fcr ein Viertel der deutschen Waldfl\u00e4che. Die wichtigsten Baumarten Eiche, Buche, Kiefer und Fichte werden seit Mitte der Achtzigerjahre kontinuierlich auf ihren Zustand untersucht. Das MLLEV ver\u00f6ffentlicht gemeinsam mit der NW-FVA die Ergebnisse der langj\u00e4hrigen Untersuchungen im j\u00e4hrlichen Waldzustandsbericht. Er dokumentiert die Belastungen durch sch\u00e4dliche Stoffeintr\u00e4ge, Witterung und Klimawandel sowie durch forstsch\u00e4dliche Insekten und Pilze f\u00fcr die W\u00e4lder und die Waldb\u00f6den.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel\/Herzogtum Lauenburg (pm). Der Gesundheitszustand der schleswig-holsteinischen W\u00e4lder hat sich trotz mehrerer Trockenjahre und Sturmsch\u00e4den gegen\u00fcber dem Vorjahr nicht verschlechtert. 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