{"id":46315,"date":"2022-12-06T06:06:00","date_gmt":"2022-12-06T04:06:00","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=46315"},"modified":"2022-12-05T14:07:26","modified_gmt":"2022-12-05T12:07:26","slug":"ein-neuer-knick-fuer-sirksfelde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2022\/12\/06\/ein-neuer-knick-fuer-sirksfelde\/","title":{"rendered":"Ein neuer Knick f\u00fcr Sirksfelde"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg\/Sirksfelde (pm). <\/strong>Knicks sind aus Sicht des Naturschutzes die wichtigsten Biotope in der intensiv genutzten Agrarlandschaft. Sie sind Lebensraum f\u00fcr mehrere Tausend Tier- und Pflanzenarten und vernetzen wichtige Lebensr\u00e4ume, wie W\u00e4lder und Gew\u00e4sser miteinander und erm\u00f6glichen so einen genetischen Austausch der Arten. Zugleich sind Knicks das charakteristischste Merkmal der schleswig-holsteinischen Kulturlandschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Knicks haben eine Entwicklung vom Bestandteil der b\u00e4uerlichen Wirtschaft (Zaunfunktion und Holzlieferant) zum Objekt des Naturschutzes genommen. Gegenw\u00e4rtig spielen auch Aspekte der wirtschaftlichen Nutzung der Knicks wieder eine gr\u00f6\u00dfere Rolle und sorgen so f\u00fcr eine wieder zunehmende \u201e\u00f6konomische\u201c Akzeptanz dieser Landschaftselemente. Trotz eines gesetzlichen Schutzes von Beginn der Naturschutzgesetzgebung an konnte die Ausd\u00fcnnung des Knicknetzes nicht verhindert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem 2. Weltkrieg gab es noch zirka 75.000 km von den zum gr\u00f6\u00dften Teil im Zuge der Verkopplung seit dem 18. Jahrhundert angelegten Knicks (Wallhecken). Die Verkopplung war eine fr\u00fche Form der Flurbereinigung und zugleich eine Privatisierung der Landnutzung. Etwa ein Drittel des Knickbestandes wurden bis heute durch die Intensivierung der Landwirtschaft und die damit verbundenen Flurbereinigungen, durch Verkehrsbau und Siedlungsentwicklung wieder beseitigt. In der Gemeinde Sirksfelde wurden so 1967 mehr als die H\u00e4lfte des Knickbestandes gerodet.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerrit Peters hat sich im Rahmen des Knickschutzprogrammes des Kreises Herzogtum Lauenburg um die Neuanlage eines Knicks auf seinem Grundst\u00fcck in Sirksfelde beworben. Auf Grund der guten Eignung der Ma\u00dfnahme hat der Kreis eine F\u00f6rderung der Baukosten in H\u00f6he von 100 Prozent gew\u00e4hrt. Besonders hervorzuheben war hier die verbindende Wirkung des neuen Knicks mit den bestehenden Wald- und Gew\u00e4sserbiotopen und dem bereits bestehenden Knicknetz. Auch die sch\u00fctzende Wirkung an der Grenzlinie Acker \u2013 Gr\u00fcnland war aus Sicht des Naturschutzes positiv zu bewerten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der neue Knick in Sirksfelde hat eine L\u00e4nge von 269 Metern und ist damit der gr\u00f6\u00dfte von den im Jahr 2022 gef\u00f6rderten Knicks. \u00dcber 700 Geh\u00f6lze aus 13 Arten wurden auf dem neuen Knick angepflanzt. Der Knickwall wurde bereits im Juli 2022 angelegt damit er sich vor der Bepflanzung im November ausreichend setzen konnte. Um die jungen Pflanzen vor Verbiss zu sch\u00fctzen, ist der Knick zu Beginn durch einen Zaun gesch\u00fctzt, der wieder entfernt wird sobald das Geh\u00f6lz resistent genug ist.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-rounded\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Knickwall-mit-Zaun-bereit-zum-Bepflanzen-.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-46318\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Knickwall-mit-Zaun-bereit-zum-Bepflanzen-.jpeg 1000w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Knickwall-mit-Zaun-bereit-zum-Bepflanzen--300x225.jpeg 300w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Knickwall-mit-Zaun-bereit-zum-Bepflanzen--768x576.jpeg 768w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Knickwall-mit-Zaun-bereit-zum-Bepflanzen--750x563.jpeg 750w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Knickwall mit Zaun bereit zum Bepflanzen. Foto: Rabea Osol, hfr <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Der hier neu angelegte Knick ist auch ein Zeichen gegen den historischen Trend des Knickschwundes und f\u00fcr den Naturschutz. Die Anlage dient zugleich dem Ausgleich vergangener Eingriffe in das Knicknetz und in andere wertvolle Biotopfl\u00e4chen im Kreis Herzogtum Lauenburg.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Finanzierung des Programms erfolgt aus sogenannten Ersatzgeldern. Mit Ersatzgeldern werden Eingriffe in die Natur, wie zum Beispiel Knickrodungen, Neubau von Windkraftanlagen oder Leitungstrassen f\u00fcr Strom und Gas, kompensiert. Diese Gelder sollen wieder zur Aufwertung von Natur und Landschaft verwendet werden. Ziel ist es, wichtige Biotope f\u00fcr eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen zu schaffen und die durch das Knicknetz gepr\u00e4gte historische Kulturlandschaft im Kreis zu erhalten und auch wieder zu verbessern. Mit Knicks ist dabei auch eine \u00f6kologisch hochwertige Ma\u00dfnahme mit einem relativ geringen Fl\u00e4chenverbrauch realisierbar.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Volker-Rudolph-Fachdienst-Naturschutz-freut-sich-ueber-den-neuen-Knick-.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-46317\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Volker-Rudolph-Fachdienst-Naturschutz-freut-sich-ueber-den-neuen-Knick-.jpg 1000w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Volker-Rudolph-Fachdienst-Naturschutz-freut-sich-ueber-den-neuen-Knick--300x200.jpg 300w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Volker-Rudolph-Fachdienst-Naturschutz-freut-sich-ueber-den-neuen-Knick--768x512.jpg 768w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Volker-Rudolph-Fachdienst-Naturschutz-freut-sich-ueber-den-neuen-Knick--750x500.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Volker Rudolph, Fachdienst Naturschutz, freut sich \u00fcber den neuen Knick. Foto: Rabea Osol, hfr <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Antr\u00e4ge auf F\u00f6rderung von Knickanlagen k\u00f6nnen immer bis Ende November f\u00fcr das Folgejahr gestellt werden. Die Antragsformulare und weitere Informationen finden Sie unter dem Stichwort \u201eKnickschutzprogramm\u201c auf der Seite des Kreises www.kreis-rz.de. F\u00fcr eine Beratung oder einen Ortstermin steht der Fachdienst Naturschutz unter der Telefonnummer 04541 888-477 oder <a href=\"mailto:rudolph@kreis-rz.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">rudolph@kreis-rz.de<\/a> gern zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg\/Sirksfelde (pm). Knicks sind aus Sicht des Naturschutzes die wichtigsten Biotope in der intensiv genutzten Agrarlandschaft. 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