{"id":46014,"date":"2022-11-24T11:38:39","date_gmt":"2022-11-24T09:38:39","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=46014"},"modified":"2022-11-24T11:39:24","modified_gmt":"2022-11-24T09:39:24","slug":"gedenken-an-die-opfer-des-mordanschlags-in-moelln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2022\/11\/24\/gedenken-an-die-opfer-des-mordanschlags-in-moelln\/","title":{"rendered":"<strong>Gedenken an die Opfer des Mordanschlags in M\u00f6lln<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p>Integrationsministerin Aminata Tour\u00e9 zum Gedenken der Brandanschl\u00e4ge:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>M\u00f6lln\/Kiel (pm). <\/strong>Integrationsministerin Aminata Tour\u00e9 hat angesichts der Brandanschl\u00e4ge in M\u00f6lln vor 30 Jahren mit drei Todesopfern und neun schwer verletzten Menschen zu offener Erinnerungsarbeit und mehr Entschlossenheit im Kampf gegen Rassismus aufgerufen. \u201eM\u00f6lln sitzt tief im kollektiven Bewusstsein unseres Landes. Auch 30 Jahre danach gilt: Wir d\u00fcrfen in unserem Bem\u00fchen f\u00fcr eine diskriminierungsfreie Gesellschaft keine Sekunde nachlassen. Die rassistischen Brandanschl\u00e4ge von M\u00f6lln sind eine Mahnung und zugleich Verpflichtung f\u00fcr alle Menschen in Schleswig-Holstein, sich gegen Rassismus einzusetzen. Durch die Anschl\u00e4ge haben die Betroffenen das Vertrauen in staatliche Institutionen verloren. Nun ist es unsere Aufgabe als politische Verantwortliche, dieses Vertrauen zur\u00fcckzugewinnen\u201c, sagte Tour\u00e9 heute (23. November) in M\u00f6lln auf einer Gedenkveranstaltung zu Ehren der Opfer, Angeh\u00f6rigen und Hinterbliebenen der Anschl\u00e4ge.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ministerin nahm gemeinsam mit Ibrahim und Faruk Arslan, \u00dcberlebende der Anschl\u00e4ge, sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Gesellschaft an einem interreligi\u00f6sen Gedenkgottesdienst in der St. Nicolai-Kirche teil. Anschlie\u00dfend legte sie im Namen der schleswig-holsteinischen Landesregierung zum Gedenken Kranz und Blumengebinde an den Orten der Anschl\u00e4ge in der M\u00fchlenstra\u00dfe und Ratzeburger Stra\u00dfe ab.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eM\u00f6lln war und ist eine offene Wunde in der Geschichte dieses Landes. Sie muss auch nicht geschlossen werden, denn Erinnerung und Aufarbeitung solch grausamer Taten werden immer schmerzhaft bleiben\u201c, sagte Tour\u00e9. Sie&nbsp;dankte der Stadt M\u00f6lln und den zivilgesellschaftlichen Initiativen f\u00fcr die bisherige Gedenk- und Erinnerungsarbeit. Gleichzeitig verwies Tour\u00e9 darauf, dass&nbsp;Erinnerung in erster Linie aus der Perspektive der Opfer und ihrer Angeh\u00f6rigen erfolgen m\u00fcsse: \u201eHier sollten wir alle miteinander verabreden, noch mehr aufeinander zuzugehen und den Hinterbliebenen eine zentrale Rolle zukommen lassen. Wir brauchen eine gemeinsam gelebte Erinnerungskultur und eine echte Aufarbeitung vor Ort.\u201c Tour\u00e9 schlug unter anderem vor, die von den Opfern und Hinterbliebenen organisierte \u201eM\u00f6llner Rede im Exil\u201c k\u00fcnftig in M\u00f6lln selbst stattfinden zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ministerin betonte, dass das Land&nbsp;seine Anstrengungen im Kampf gegen Extremismus und Rassismus deutlich verst\u00e4rkt habe, etwa durch den Landesaktionsplan gegen Rassismus in Schleswig-Holstein. Die Landesregierung werde diesen Weg konsequent weitergehen und geeignete Projekte, Aktionen, Selbstorganisationen sowie Verb\u00e4nde f\u00f6rdern, die sich f\u00fcr diese Ziele einsetzen. \u201eIch m\u00f6chte, dass wir uns gemeinsam unterhaken und eng zusammenstehen, damit Hass und Rassismus in Schleswig-Holstein keinen Platz haben\u201c, so Tour\u00e9: \u201eDas gilt grunds\u00e4tzlich und erst recht in Zeiten, in denen viele Menschen vor Krieg und Terror nach Deutschland fl\u00fcchten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Anl\u00e4sslich des 30. Jahrestags&nbsp;des M\u00f6llner Brandanschlags erkl\u00e4rt die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDer Brandanschlag in M\u00f6lln j\u00e4hrt sich zum 30. Mal. Ich gedenke den damals ermordeten Bahide Arslan, Yeliz Arslan und Ay\u015fe Yilmaz. Die Taten waren Mord und sind unverzeihlich. Sie verlangen Wehrhaftigkeit und Schutz. Daf\u00fcr brauchen wir einen starken Rechtsstaat und Wachsamkeit der gesamten Gesellschaft. Rechtsextremismus muss entschieden entgegengetreten werden. Der Anschlag war kein Einzelfall und steht in einer Reihe antisemitischer und rassistischer Angriffe, wie in Solingen, Halle oder Hanau.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"625\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Nina-Scheer-Gedenken-an-Brandanschlag.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-46015\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Nina-Scheer-Gedenken-an-Brandanschlag.png 500w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Nina-Scheer-Gedenken-an-Brandanschlag-240x300.png 240w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Foto: hfr<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Gemeinsam m\u00fcssen wir uns entschieden f\u00fcr unsere freiheitliche, demokratische Grundordnung einsetzen und auch dem demokratisch verkleideten Rechtsextremismus entlarvend entgegentreten.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Integrationsministerin Aminata Tour\u00e9 zum Gedenken der Brandanschl\u00e4ge: M\u00f6lln\/Kiel (pm). 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