{"id":45511,"date":"2022-11-07T12:46:26","date_gmt":"2022-11-07T10:46:26","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=45511"},"modified":"2022-11-07T12:46:27","modified_gmt":"2022-11-07T10:46:27","slug":"der-oldenburger-see-bei-moelln-braucht-wasser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2022\/11\/07\/der-oldenburger-see-bei-moelln-braucht-wasser\/","title":{"rendered":"Der Oldenburger See bei M\u00f6lln braucht Wasser"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>M\u00f6lln (pm).<\/strong> Das Naturschutzgebiet Oldenburger See s\u00fcd\u00f6stlich von M\u00f6lln ist ein besonderer Naturschatz im Naturpark Lauenburgische Seen. In der eiszeitlich entstandenen Landschaft konnte sich gro\u00dffl\u00e4chig Wasser stauen und aus dem zun\u00e4chst entstandenen See entwickelte sich im Laufe der Zeit ein Moorgebiet. Zusammen mit dem umliegenden feuchten Bruchwald und den extensiv beweideten Feuchtwiesen entstand ein besonderer Lebensraum f\u00fcr spezialisierte Tier- und Pflanzenarten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie viele Lebensr\u00e4ume, die auf Wasser angewiesen sind, leidet auch der Oldenburger See in Zeiten des Klimawandels unter zunehmender Trockenheit. Einst war hier Schleswig-Holsteins gr\u00f6\u00dfter Kranich-Sammelplatz. Vom nahe gelegenen Oldenburger Wall konnten Naturfreunde den imposanten Einflug tausender Kraniche am Abend beobachten, die in dem Feuchtgebiet auf ihrer herbstlichen Reise gen S\u00fcden rasteten. Die Scharen der imposanten Gro\u00dfv\u00f6gel bleiben jedoch seit Jahren aus, da sie nur dort ruhen, wo der Untergrund m\u00f6glichst wasserbedeckt ist. Um die Situation im Gebiet zu verbessern, ist es elementar wichtig, die immer geringer werdenden Wassermengen aus Niederschl\u00e4gen m\u00f6glichst lange in der Fl\u00e4che zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Netzwerk \u00f6ffentlicher Naturschutzakteure im Herzogtum Lauenburg nimmt sich solchen F\u00e4llen an. Die Mitwirkenden beobachten den Zustand \u00f6kologisch besonders wertvoller Gebiete und setzen praktische Schutzma\u00dfnahmen um. Mitte Oktober wurden am Oldenburger See Arbeiten durchgef\u00fchrt, die der Vorbereitung auf eine umfangreiche Ma\u00dfnahme im kommenden Jahr dienen. \u201eAuf Initiative des WWF wurden viele Entw\u00e4sserungsgr\u00e4ben in den 1990er Jahren durch Staue verschlossen. Das war aus Perspektive des Naturschutzes ein gro\u00dfer Erfolg.\u201c erl\u00e4utert Jeanine Wagner, Leiterin der Integrierten Station Lauenburgische Landschaften die Geschichte des Gebietes. \u201eDoch leider ist eine Stauanlage aus Holzbohlen marode geworden und musste kurzfristig instandgesetzt werden. Ansonsten droht das wertvolle Regenwasser, das gr\u00f6\u00dftenteils im Winterhalbjahr f\u00e4llt, \u00fcber den nicht mehr funktionst\u00fcchtigen Stau verloren zu gehen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Kurzerhand wurde ein Arbeitseinsatz mit acht Mitarbeitenden der Integrierten Station und den Fachdiensten Naturpark Lauenburgische Seen, Naturschutz und Kreisforsten der Kreisverwaltung organisiert. Mit bodenschonenden Kleinmaschinen und Muskelkraft wurde Erde aus der N\u00e4he des Staus entnommen und vor der existierenden Ablaufsperre festgesetzt. Nun ist diese wieder abgedichtet. Um eine l\u00e4ngerfristige Haltbarkeit zu erreichen sind f\u00fcr die sommerliche Trockenperiode im kommenden Jahr umfangreichere Arbeiten eingeplant. Dann soll eine zus\u00e4tzliche Schicht aus bindigem Lehmmaterial eingebaut werden. Alles wird in Absprache mit den beteiligten Akteuren intensiv vorbereitet.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Stauanlage-Moor-Moelln-Naturschutz-Oldenburger-See-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-45513\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Stauanlage-Moor-Moelln-Naturschutz-Oldenburger-See-2.jpg 1000w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Stauanlage-Moor-Moelln-Naturschutz-Oldenburger-See-2-300x225.jpg 300w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Stauanlage-Moor-Moelln-Naturschutz-Oldenburger-See-2-768x576.jpg 768w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Stauanlage-Moor-Moelln-Naturschutz-Oldenburger-See-2-750x563.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Mit dem Kippwagen schafft Forstpraktikant Jan Holl\u00e4nder Erde heran, die im Anschluss verdichtet wird, um die gew\u00fcnschte Festigkeit zu erreichen. Foto: Kreis Herzogtum Lauenburg, hfr<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Viele \u00e4hnliche Projekte betreut das Naturschutznetzwerk auch auf anderen Fl\u00e4chen im Kreis. Claudia R\u00f6sen vom Naturpark hebt einen Aspekt positiv hervor: \u201eWasserr\u00fcckhalt in B\u00f6den und Torfschichten der Waldmoore und Feuchtw\u00e4lder ist f\u00fcr uns thematisch ein \u201eDauerbrenner\u201c. Hier hat sich ein starkes Netzwerk gefunden, das Hand in Hand zusammenarbeitet, sowohl auf der inhaltlich-planerischen Ebene, also auch ganz praktisch drau\u00dfen in den Gebieten. Diese Zusammenarbeit b\u00fcndelt die Kr\u00e4fte und schafft Vertrauen. Wir werden sie immer weiter ausbauen.\u201c<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-rounded\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Moor-Moelln-Naturschutz-Oldenburger-See-3-2022.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-45514\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Moor-Moelln-Naturschutz-Oldenburger-See-3-2022.jpg 1000w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Moor-Moelln-Naturschutz-Oldenburger-See-3-2022-300x225.jpg 300w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Moor-Moelln-Naturschutz-Oldenburger-See-3-2022-768x576.jpg 768w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Moor-Moelln-Naturschutz-Oldenburger-See-3-2022-750x563.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Viele H\u00e4nde bringen die Arbeiten an der Ablaufsperre z\u00fcgig zum Abschluss. Foto: Kreis Herzogtum Lauenburg, hfr<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Im Naturschutzgebiet Oldenburger See kehrt nun erstmal Ruhe ein. Die Hoffnung bleibt, dass sich das ausgetrocknete Areal wieder in einen Rastplatz f\u00fcr Kraniche und andere Wasserv\u00f6gel verwandelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6lln (pm). Das Naturschutzgebiet Oldenburger See s\u00fcd\u00f6stlich von M\u00f6lln ist ein besonderer Naturschatz im Naturpark Lauenburgische Seen. In der eiszeitlich entstandenen Landschaft konnte sich gro\u00dffl\u00e4chig Wasser stauen und aus dem zun\u00e4chst entstandenen See entwickelte sich im Laufe der Zeit ein Moorgebiet. 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