{"id":44740,"date":"2022-10-08T18:14:00","date_gmt":"2022-10-08T16:14:00","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=44740"},"modified":"2022-10-07T12:19:10","modified_gmt":"2022-10-07T10:19:10","slug":"soforthilfe-fuer-kliniken-und-praxen-jetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2022\/10\/08\/soforthilfe-fuer-kliniken-und-praxen-jetzt\/","title":{"rendered":"Soforthilfe f\u00fcr Kliniken und Praxen jetzt"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Schleswig-Holstein\/Berlin (pm).<\/strong> Der Bundesrat hat am Freitag, 7. Oktober den von Schleswig-Holstein, Bayern und Baden-W\u00fcrttemberg eingebrachten Antrag f\u00fcr Soforthilfen im Gesundheitsbereich angesichts der Energiekrise beschlossen. Damit wird die Bundesregierung aufgefordert, kurzfristige die Liquidit\u00e4t der Krankenh\u00e4user, der Reha- und Vorsorgeeinrichtungen sowie von medizinischen Einrichtungen, Pflegeeinrichtungen sowie Arztpraxen wegen au\u00dferordentlicher Steigerungen bei Energie- und Sachkosten zu sichern. Nach den bestehenden bundesgesetzlichen Regeln zur Krankenhausfinanzierung schlie\u00dfen beispielsweise Krankenh\u00e4user f\u00fcr den Zeitraum eines Jahres eine Entgeltvereinbarung mit den Sozialleistungstr\u00e4gern, also den Krankenkassen, beziehungsweise Pflegekassen. Die unvorhergesehenen Entwicklungen der Energiekrise f\u00fchren jedoch dazu, dass die tats\u00e4chlichen Ausgaben nicht ausreichend f\u00fcr das laufende Jahr gedeckt sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken betonte in ihrer heutigen Rede im Bundesrat: \u201eDie erheblich steigenden Energiekosten vor allem beim Gas haben tiefgreifende Auswirkungen auf s\u00e4mtliche Bereiche des \u00f6ffentlichen Lebens. Die massiven Preissteigerungen bei Energie- und Sachkosten betreffen auch Krankenh\u00e4user und Pflegeeinrichtungen, Reha- und Vorsorgeeinrichtungen sowie medizinische Einrichtungen wie Arztpraxen ganz erheblich. Diese f\u00fcr die Versorgung so wichtigen Bereiche geraten zunehmend an ihre wirtschaftliche Belastungsgrenze. Vor allem f\u00fcr Krankenh\u00e4user, die h\u00e4ufig ohnehin schon in einer angespannten wirtschaftlichen Situation sind, ist die aktuelle Lage zunehmend liquidit\u00e4ts- und existenzbedrohend. Innerhalb der bestehenden Finanzierungssystematik haben die Krankenh\u00e4user keine M\u00f6glichkeit, die kurzfristigen massiven Preissteigerungen abzufangen. Daher sind vom Bund gesetzliche Regelungen zu treffen, um die Liquidit\u00e4t der Krankenh\u00e4user unverz\u00fcglich zu sichern. Gleiches gilt f\u00fcr station\u00e4re Reha- und Vorsorgeeinrichtungen, die sich wegen der Pandemie in einer prek\u00e4ren finanziellen Situation befinden. Auch f\u00fcr medizinische Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen ben\u00f6tigen wir einen Ausgleichsmechanismus.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gesundheitsministerkonferenz hatte den Bund bereits Ende Juni mit einem einstimmigen Beschluss aufgefordert, kurzfristig gesetzliche Regelungen f\u00fcr einen Inflationsausgleich zu schaffen, um die Liquidit\u00e4t medizinischer und pflegerischer Einrichtungen zu sichern. Das Bundesgesundheitsministerium ist hier aber immer noch nicht wirksam aktiv geworden. Das muss sich unverz\u00fcglich \u00e4ndern. Denn es gilt, jetzt zu verhindern, dass Krankenh\u00e4user, Rehakliniken, Pflegeeinrichtungen und andere medizinische Einrichtungen bedingt durch die hohe Inflation in die Insolvenz getrieben werden. Dies h\u00e4tte schwerwiegende und unkalkulierbare Folgen f\u00fcr die medizinische und pflegerische Versorgung der Bev\u00f6lkerung. Deshalb bedarf es jetzt Ma\u00dfnahmen, damit die Leistungsf\u00e4higkeit der Versorgungsstruktur in der Fl\u00e4che sichergestellt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Bayern, Baden-W\u00fcrttemberg und Schleswig-Holstein haben daher diesen Entschlie\u00dfungsantrag eingebracht, mit dem wir den Bund erneut auffordern, die Liquidit\u00e4t medizinischer und pflegerischer Einrichtungen kurzfristig zu sichern. Konkret schlagen wir f\u00fcr die Krankenh\u00e4user einen unterj\u00e4hrigen finanziellen Ausgleich f\u00fcr die nicht refinanzierten Kostensteigerungen im Jahr 2022 vor. Dabei muss sichergestellt werden, dass die zus\u00e4tzlichen Mittel den Krankenh\u00e4usern verbleiben, um die Energie- und Sachkostensteigerungen im Jahr 2022 tats\u00e4chlich zu decken. Besondere Einrichtungen sind ebenso wie Tageskliniken einzubeziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Reha- und Vorsorgeeinrichtungen sowie medizinische Einrichtungen wie Arztpraxen sind ebenfalls Regelungen vorzusehen, damit die Kostensteigerungen dort kompensiert werden. Der Inflationsausgleich soll dabei vollst\u00e4ndig aus Bundes-Steuermittel finanziert werden. Ziel ist, dass B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, die wegen der Energiekrise bereits selbst erheblichen zus\u00e4tzlichen Belastungen ausgesetzt sind, nicht noch h\u00f6here Krankenkassenbeitr\u00e4ge bezahlen m\u00fcssen. Auch bei den Pflegeeinrichtungen ist ein entsprechender Mechanismus einzuf\u00fchren, ohne dass die Kosten den Pflegebed\u00fcrftigen zur Last fallen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem fordern wir den Bund auch f\u00fcr das Jahr 2023 auf, angesichts der zu erwartenden Preissteigerungen entsprechende Regelungen f\u00fcr medizinische und pflegerische Einrichtungen zu treffen. Der Bund ist nun gefordert, endlich t\u00e4tig werden!&#8220;, so von der Decken.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Antrag findet sich unter:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bundesrat.de\/SharedDocs\/beratungsvorgaenge\/2022\/0401-0500\/0447-22.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bundesrat &#8211; Suche &#8211; Entschlie\u00dfung des Bundesrates &#8222;Kurzfristige Sicherung der Liquidit\u00e4t der Krankenh\u00e4user, der Reha- und Vorsorgeeinrichtungen sowie von medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen wegen au\u00dferordentlicher Steigerungen bei Energie- und Sachkosten&#8220;<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Sowie eine Erl\u00e4uterung:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bundesrat.de\/SharedDocs\/TO\/1025\/erl\/6.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Microsoft Word &#8211; TOP006=0447-22=1025.BR-07.10.22 (bundesrat.de)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schleswig-Holstein\/Berlin (pm). Der Bundesrat hat am Freitag, 7. 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