{"id":43447,"date":"2022-08-25T10:39:19","date_gmt":"2022-08-25T08:39:19","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=43447"},"modified":"2022-08-25T10:39:20","modified_gmt":"2022-08-25T08:39:20","slug":"immer-weniger-frauen-gehen-zur-krebsfrueherkennung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2022\/08\/25\/immer-weniger-frauen-gehen-zur-krebsfrueherkennung\/","title":{"rendered":"Immer weniger Frauen gehen zur Krebsfr\u00fcherkennung"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm). <\/strong>Krebs ist bei M\u00e4nnern und Frauen im Kreis Herzogtum Lauenburg nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen unver\u00e4ndert die h\u00e4ufigste Todesursache. Umso verwunderlicher ist es, dass das Angebot zur Krebs-Fr\u00fcherkennung nur so wenig genutzt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Herzogtum Lauenburg war im vergangenen Jahr gerade einmal jeder sechste Mann \u00fcber 45 Jahren (16,5 Prozent) bei der Krebsvorsorge. Die Inanspruchnahme ist immerhin im Vergleich zum Vorjahr mit 15,2 Prozent leicht gestiegen, liegt aber immer noch auf dem niedrigen Niveau der Vorjahre. Bei den Frauen ist die Inanspruchnahme in 2021 sogar weiter gesunken. Das best\u00e4tigt eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest. Danach waren in 2021 nur 34,8 Prozent der Frauen ab dem Alter von 20 Jahren bei der Krebs-Fr\u00fcherkennung. Im Vorjahr waren es 36,4 Prozent. \u201eSowohl Frauen als auch M\u00e4nner sollten die kostenfreien Fr\u00fcherkennungsuntersuchungen der gesetzlichen Krankenkassen besser nutzen. Das gilt auch in Pandemiezeiten. Denn wenn Krebs fr\u00fchzeitig erkannt wird, bestehen gute Heilungschancen\u201d, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch. Mit der Kampagne \u201aDeutschland, wir m\u00fcssen \u00fcber Gesundheit reden\u2018 will die AOK gegensteuern und die Aufmerksamkeit f\u00fcr das Thema Krebs-Fr\u00fcherkennung erh\u00f6hen.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die Krebsvorsorge ist es m\u00f6glich, bereits Fr\u00fchstadien von Krebs zu erkennen. \u201eDie Chance der fr\u00fchen Diagnostik sollte unbedingt genutzt werden\u201c, so Wunsch. Nach den derzeit aktuellsten Zahlen des Krebsregisters Schleswig-Holstein wurden im n\u00f6rdlichsten Bundesland im Jahr 2020 insgesamt 25.986 Krebs-Neuerkrankungen und 9.088 Todesf\u00e4lle erfasst. Die hohe Zahl der Neuerkrankungen zeigt, wie wichtig es ist, auf Warnzeichen des K\u00f6rpers zu achten und Risiken nicht zu ignorieren. Finanzielle Gr\u00fcnde f\u00fcr das geringe Interesse an der Krebsvorsorge scheiden jedenfalls aus. \u201eDie gesetzlichen Fr\u00fcherkennungsuntersuchungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen vollst\u00e4ndig bezahlt\u201d, sagt Wunsch.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>AOK-Kampagne r\u00fcckt Krebs-Fr\u00fcherkennung in den Fokus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Kampagne \u201aDeutschland, wir m\u00fcssen \u00fcber Gesundheit reden\u2018 will die AOK das Thema Krebs-Fr\u00fcherkennung noch st\u00e4rker in den Fokus der \u00d6ffentlichkeit r\u00fccken und die Menschen motivieren, die gesetzlich vorgesehenen Untersuchungen wahrzunehmen. \u201eMit umfassenden Kommunikationsma\u00dfnahmen wollen wir gerade jetzt, in der nach wie vor andauernden Pandemie, einen Ansto\u00df geben, einen Termin bei seinem Arzt oder bei seiner \u00c4rztin zu vereinbaren und gegebenenfalls vers\u00e4umte Untersuchungen nachzuholen\u201c, erkl\u00e4rt Wunsch.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Untersuchung f\u00fcr M\u00e4nner: Prostata und Darmspiegelung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>M\u00e4nner haben ab dem Alter von 45 Jahren einmal im Jahr Anspruch auf Untersuchungen zur Fr\u00fcherkennung von Krebserkrankungen. Dazu geh\u00f6rt die Untersuchung der Prostata, der \u00e4u\u00dferen Geschlechtsorgane sowie das Abtasten der region\u00e4ren Lymphknoten. M\u00e4nner k\u00f6nnen ab 50 Jahren zweimal eine Darmspiegelung auf Kosten ihrer gesetzlichen Krankenkasse vornehmen lassen. Die zweite Darmspiegelung wird fr\u00fchestens 10 Jahre nach der ersten angeboten, sofern bei der ersten Darmspiegelung keine Auff\u00e4lligkeiten gefunden wurden. Wahlweise kann j\u00e4hrlich ein Schnelltest auf verborgenes Blut im Stuhl vorgenommen werden, ab 55 Jahren alle zwei Jahre.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Vorrsorgeuntersuchung-AOK-2022.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-43448\" width=\"805\" height=\"537\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Vorrsorgeuntersuchung-AOK-2022.jpg 1000w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Vorrsorgeuntersuchung-AOK-2022-300x200.jpg 300w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Vorrsorgeuntersuchung-AOK-2022-768x512.jpg 768w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Vorrsorgeuntersuchung-AOK-2022-750x500.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 805px) 100vw, 805px\" \/><figcaption>Wenn Krebs fr\u00fchzeitig erkannt wird, bestehen gute Heilungschancen. Daher sollten Frauen und M\u00e4nner im Kreis Herzogtum Lauenburg die Chance der fr\u00fchen Diagnostik nutzen. Foto: AOK, hfr.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Krebs-Fr\u00fcherkennung f\u00fcr Frauen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit Anfang 2020 gibt es ein neues organisiertes Verfahren zur Fr\u00fcherkennung von Geb\u00e4rmutterhalskrebs. \u201eDadurch haben sich die Inhalte der Untersuchungen und das Intervall der Anspruchsberechtigung teilweise ver\u00e4ndert\u201c, so Wunsch. Frauen haben ab dem Alter von 20 Jahren nach wie vor einmal j\u00e4hrlich Anspruch auf Krebs-Fr\u00fcherkennung. Dazu geh\u00f6ren Untersuchungen der Geschlechtsorgane und ein Abstrich vom Muttermund sowie aus dem Geb\u00e4rmutterhals. Ab dem 35. Lebensjahr wird der Abstrich alle drei Jahre durchgef\u00fchrt, zus\u00e4tzlich erfolgt ein Test auf humane Papillomviren (HPV). Ab dem 31. Lebensjahr ist ein Abtasten der Brust und der Achselh\u00f6hlen vorgesehen. Von 50 bis 69 Jahren kann alle zwei Jahre eine Mammographie im Rahmen des Mammographie-Screenings durchgef\u00fchrt werden. Zur Darmkrebsfr\u00fcherkennung wird ab dem 51. Lebensjahr einmal j\u00e4hrlich ein Schnelltest auf verborgenes Blut im Stuhl angeboten, ab 55 Jahren alle zwei Jahre. Alternativ ist ab dem Alter von 55 Jahren zweimal eine Darmspiegelung m\u00f6glich. Die zweite Darmspiegelung wird fr\u00fchestens 10 Jahre nach der ersten angeboten, sofern bei der ersten Darmspiegelung keine Auff\u00e4lligkeiten gefunden wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei besonderen Risiken oder Beschwerden k\u00f6nnen Darmspiegelungen nach wie vor unabh\u00e4ngig von den Krebs-Fr\u00fcherkennungsuntersuchungen bei M\u00e4nnern und Frauen durchgef\u00fchrt werden. Zur regelm\u00e4\u00dfigen Darmkrebsvorsorge werden gesetzlich Versicherte von ihrer Krankenkasse schriftlich eingeladen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). 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