{"id":43081,"date":"2022-08-14T06:56:00","date_gmt":"2022-08-14T04:56:00","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=43081"},"modified":"2022-08-12T12:03:13","modified_gmt":"2022-08-12T10:03:13","slug":"klimafreundlicher-strom-aus-schleswig-holstein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2022\/08\/14\/klimafreundlicher-strom-aus-schleswig-holstein\/","title":{"rendered":"Klimafreundlicher Strom aus Schleswig-Holstein"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Schleswig-Holstein\/Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Der \u00e4lteste Windpark Deutschlands hat eine Erfolgsgeschichte. Seine Gr\u00fcndung diente dem technischen Fortschritt und erzeugt 356 Millionen Kilowattstunden Strom. 356 Millionen Kilowattstunden CO2-freier Strom, davon rund acht Millionen Kilowattstunden in den ersten sieben Monaten dieses Jahres: der Windenergiepark Westk\u00fcste in Kaiser-Wilhelm-Koog bei Marne (Kreis Dithmarschen) ist eine echte Erfolgsgeschichte. Auf den Tag genau 35 Jahre ist es am 24. August 2022 her, dass der damalige Ministerpr\u00e4sident Uwe Barschel den Windenergiepark in Betrieb nahm, als Forschungsplattform und zur Stromerzeugung. Der Windenergiepark ist der \u00e4lteste Windpark Deutschlands. So gilt Dithmarschen auch als Keimzelle der Windenergieerzeugung.<\/p>\n\n\n\n<p>Drehten sich in Schleswig-Holstein Anfang der 1990-er Jahre nur die Rotoren von knapp 50 Windr\u00e4dern, so speisen im n\u00f6rdlichsten Bundesland heute rund 3.100 Windenergieanlagen den Strom ins Netz ein. Die Windkraft hat sich l\u00e4ngst zu einem der Hauptproduzenten von klimafreundlichem Strom entwickelt. 1989 lag die im Netzbereich der Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz) installierte Windkraftleistung bei 5 Megawatt (MW), 35 Jahre sp\u00e4ter liegt sie bei 6.690 MW \u2013 mehr als das 1.300-fache. Hinter Niedersachsen und Brandenburg liegt Schleswig-Holstein bei der installierten Leistung im Bundesl\u00e4ndervergleich auf Platz drei.<\/p>\n\n\n\n<p>Die 30 Windr\u00e4der der \u201eersten Stunde&#8220; \u2013 20 Anlagen des Typs \u201eAeroman&#8220; von MAN mit je 30 kW Leistung, 5 Anlagen des Typs \u201eE 16&#8243; von Enercon mit je 55 kW Leistung und die Windkraftzentrale mit 5 Anlagen des Typs \u201eelektrOmat&#8220; mit je 25 kW Leistung \u2013 hatten eine Leistung von zusammen 1 Megawatt (MW). Zum Vergleich: Mit 5,6 MW ist die Vestas V162 in Brandenburg (Inbetriebnahme 02\/2022) laut Bundesverband WindEnergie (BWE) aktuell die leistungsst\u00e4rkste Windenergieanlage in Deutschland. Auch die Nabenh\u00f6he (142 Meter) und der Rotordurchmesser (162 Meter) sind im Vergleich zu den Anf\u00e4ngen von 1987 beeindruckend. So kam die \u201eelektrOmat&#8220; nur auf eine Nabenh\u00f6he von 14,5 Metern und einen Rotordurchmesser von 10,4 Metern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Einspeisung der Windenergie und anderer regenerativer Energien stellt Netzbetreiber wie die SH Netz allerdings vor Herausforderungen. \u201eWir m\u00fcssen die Infrastruktur unserer Netze stetig an die Anforderungen anpassen&#8220;, sagt Dieter Haack, Abteilungsleiter Betrieb Spezialnetze bei SH Netz und zugleich Prokurist der Windenergiepark Westk\u00fcste GmbH. Damals k\u00e4mpften die Entwickler mit anderen Problemen \u2013 Ger\u00e4uschpegel, Oberschwingungen und Abschaltungen wegen \u00dcberhitzung von Bauteilen.<\/p>\n\n\n\n<p>35 Jahre nach der Inbetriebnahme hat sich der Windenergiepark Westk\u00fcste stark ver\u00e4ndert. Nach dem zweiten Repowering stehen nur noch vier Windenergieanlagen mit einer Leistung von zusammen 7,4 MW auf der etwa 20 Hektar gro\u00dfen Fl\u00e4che. Durch regelm\u00e4\u00dfigen Austausch der Anlagen konnten grundlegende Kenntnisse f\u00fcr den Anschluss von Windkraftanlagen an ein regionales Stromnetz, Design und Materialverhalten erforscht werden. \u201eSo sind bis heute fast 75 Diplom-, Master-, Bachelor- und Doktorarbeiten entstanden \u2013 in Dithmarschen, der Keimzelle der Windenergieerzeugung in Deutschland&#8220;, erz\u00e4hlt Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Roman Grunwald.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die HanseWerk-Gruppe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mehr als 3 Millionen Kunden in Norddeutschland beziehen Strom, Gas oder W\u00e4rme direkt oder indirekt \u00fcber die von der HanseWerk-Gruppe und ihren Tochtergesellschaften betriebenen Energienetze. Dar\u00fcber hinaus bietet das Unternehmen seinen Partnern und Kunden moderne und effiziente Energiel\u00f6sungen mit den Schwerpunkten Netzbetrieb, dezentrale Energieerzeugung oder E-Mobilit\u00e4tsl\u00f6sungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Partner der Energiewende hat die HanseWerk-Gruppe in den letzten Jahren mehrere zehntausend Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energie an ihre Netze angeschlossen und betreibt parallel dazu etwa 850 Energieumwandlungsanlagen sowie einen Erdgasspeicher. Die HanseWerk-Gruppe ist ein gro\u00dfer Ausbildungsbetrieb im Norden und engagiert sich in vielen Forschungsprojekten zur Energiewende, wie zum Beispiel im Norddeutschen Reallabor. Bis 2030 wird die HanseWerk-Gruppe klimaneutral sein: Dazu werden ihre insgesamt 47 Standorte, die mehrere hundert Fahrzeuge umfassende Flotte, der Strom- und Gasnetzbetrieb sowie die W\u00e4rme- und Stromerzeugung bis 2030 klimaneutral gestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber die Beteiligung der elf schleswig-holsteinischen Kreise sowie mehr als 450 Kommunen sind die Unternehmen der HanseWerk-Gruppe regional sehr stark verwurzelt und unterst\u00fctzen eine Vielzahl sozialer und kultureller Projekte, wie das Schleswig-Holstein Musik Festival, das Hamburger Stra\u00dfenmagazin Hinz&amp;Kunzt und den Schleswig-Holstein Netz Cup auf dem Nord-Ostsee-Kanal.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Schleswig-Holstein Netz AG<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz) betreibt f\u00fcr rund 2,8 Millionen direkt oder indirekt angeschlossene Kunden Strom- und Gasleitungen in mehr als 900 Kommunen in Schleswig-Holstein. \u00dcber 450 schleswig-holsteinische Kommunen halten Anteile an SH Netz. Sie haben umfangreiche Mitspracherechte und erhalten eine Garantiedividende. Das Unternehmen besch\u00e4ftigt mehr als 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 26 Standorten in Schleswig-Holstein.<\/p>\n\n\n\n<p>SH Netz hat als Partner der Energiewende bereits zehntausende Windr\u00e4der und Solaranlagen an das Stromnetz angeschlossen. Dar\u00fcber hinaus entwickelt das Unternehmen Energiel\u00f6sungen wie Smart-City-Anwendungen und unterst\u00fctzt den Ausbau der Elektromobilit\u00e4t. SH Netz engagiert sich in Innovationsprojekten f\u00fcr mehr Klimaschutz. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise Einspeiseanlagen, mit denen Biogas oder aus Windstrom produzierter Wasserstoff ins Erdgasnetz aufgenommen werden kann, oder staatlich gef\u00f6rderte Forschungsprojekte.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis 2030 wird SH Netz klimaneutral sein: Dazu wird sie s\u00e4mtliche Standorte, ihre mehrere hundert Fahrzeuge umfassende Flotte sowie den Strom- und Gasnetzbetrieb in mehreren Stufen bis 2030 klimaneutral stellen. Au\u00dferdem unterst\u00fctzt das Unternehmen seit vielen Jahren den regionalen Spitzen- und Breitensport in Schleswig-Holstein, zum Beispiel den SH Netz Cup in Rendsburg, das h\u00e4rteste Ruderrennen der Welt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schleswig-Holstein\/Herzogtum Lauenburg (pm). Der \u00e4lteste Windpark Deutschlands hat eine Erfolgsgeschichte. 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