{"id":41882,"date":"2022-06-30T09:21:31","date_gmt":"2022-06-30T07:21:31","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=41882"},"modified":"2022-07-06T17:36:16","modified_gmt":"2022-07-06T15:36:16","slug":"corona-sommerwelle-belastet-krankenhaeuser-massiv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2022\/06\/30\/corona-sommerwelle-belastet-krankenhaeuser-massiv\/","title":{"rendered":"Corona-Sommerwelle belastet Krankenh\u00e4user massiv"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg\/Kiel (pm).<\/strong> &nbsp;In einer landesweiten Telefonkonferenz der an der Covid-19-Versorgung teilnehmenden Krankenh\u00e4user mit dem Gesundheitsministerium ist es am Mittwoch, 29. Juni 2022 deutlich geworden: Corona ist mit den leicht \u00fcbertragbaren Varianten BA.4 und BA.5 in relevantem Ausma\u00df in den Kliniken pr\u00e4sent. Insbesondere in den Krankenh\u00e4usern f\u00fchrt dies zu einer \u2013 regional noch differenzierten \u2013 insgesamt aber schwierigen Lage mit einigen echten \u201eHot-spots&#8220; wie derzeit im Kieler Umfeld. Auch wenn die Anzahl der Intensivpatientinnen und -patienten mit 28 derzeit noch \u00fcberschaubar ist, steigen die Zahlen deutlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken betonte: \u201eInsgesamt ist die Lage in den Kliniken landesweit sehr angespannt. Das liegt auch am generell hohen Krankenstand, der die Mitarbeitenden der Krankenh\u00e4user besonders betrifft. Jede Schleswig-Holsteinerin und jeder Schleswig-Holsteiner kann dazu beitragen, die Gesundheitsversorgung insgesamt zu sichern: Wer krank oder infiziert ist, sollte zu Hause bleiben, um die Weitergabe der Infektion zu bremsen. \u00dcbernehmen Sie Verantwortung und sch\u00fctzen Sie so auch die, die schwere Krankheitsverl\u00e4ufe haben k\u00f6nnten.&#8220; Von der Decken appellierte, bei einer Coronaerkrankung auch nach der f\u00fcnft\u00e4gigen verpflichtenden Isolation zu Hause zu bleiben, wenn ein Selbsttest weiterhin positiv ist oder wenn weiter Symptome vorliegen. Zugleich dankte die Ministerin allen Beteiligten in Kliniken und dem niedergelassenen Bereich f\u00fcr das hohe Engagement.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kliniker berichteten aus allen Notaufnahmen und in der station\u00e4ren Versorgung von einem erheblich gestiegenen generellen Patientenaufkommen, welches auf einen reduzierten Personalstamm mit Pflegekr\u00e4ften, \u00c4rztinnen und \u00c4rzten und anderen f\u00fcr die Versorgung relevanten Berufsgruppen trifft, da diese selbst durch medizinisch indizierte Isolierungen und Quarant\u00e4nen durch Corona-Infektionen betroffen sind und zum Schutz vulnerabler Gruppen in den Kliniken zum Teil nicht arbeiten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"750\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Notaufnahme-Rettungswagen-pixabay-ems-gbf87c9c03_1920.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-41885\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Notaufnahme-Rettungswagen-pixabay-ems-gbf87c9c03_1920.jpg 500w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Notaufnahme-Rettungswagen-pixabay-ems-gbf87c9c03_1920-200x300.jpg 200w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption>Rettungswagen bei der Notaufnahme. Foto: Image by <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/users\/dawgstar84-3133221\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1817238\">dawgstar84<\/a> from Pixabay<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>\u201eWir sehen deutlich mehr Patienten mit und wegen einer Corona-Infektion, die kranken-haushygienisch isoliert mit hohem Aufwand versorgt werden m\u00fcssen \u2013 zur diagnostischen Abkl\u00e4rung und therapeutischen Behandlung und das bei in Jahresvergleichen deutlich anwachsender Frequentierung der Notaufnahmen insgesamt. Auch das \u201enormale&#8220; Patientenaufkommen in den Notaufnahmen und Stationen ist derzeit kapazit\u00e4tsrelevant auff\u00e4llig. Wir kommen an Grenzen des medizinisch Machbaren&#8220;, so Carmen Brinkmann, Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein.<\/p>\n\n\n\n<p>Verschiedene Krankenh\u00e4user schlie\u00dfen Stationen und Fachbereiche, um durch interne Umorganisation des Personals die Versorgung zu sichern. Dies f\u00fchrt regional zur Reduktion der normalen und speziellen Versorgung von Erkrankungen, die als nicht h\u00f6chst-dringlich anzusehen sind. Auch erhebliche Wartezeiten sind derzeit h\u00e4ufig nicht zu vermeiden \u2013 trotz allen Bem\u00fchungen der Behandlungsteams, diese so gering wie m\u00f6glich zu halten. Das Gesundheitsministerium und die klinischen Vertreter der Krankenh\u00e4user appellieren an die Menschen in Schleswig-Holstein, die bekannten und erprobten Schutzma\u00dfnahmen wieder sehr ernst zu nehmen. Dazu z\u00e4hlen Hygienema\u00dfnahmen wie Maskentragen in Menschenansammlungen, die Impfangebote auch f\u00fcr die Auffrischimpfung anzunehmen und die Notaufnahmen der Kliniken wirklich nur bei Notf\u00e4llen zu nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSch\u00fctzen Sie sich und andere! F\u00fcr einige Patienten verl\u00e4uft die Corona-Infektion sehr symptomarm und gl\u00fccklicherweise mit wenigen Gesundheitseinschr\u00e4nkungen. Andere Personen sind aber erheblich bedroht und m\u00fcssen gesch\u00fctzt werden. Wir brauchen in den Kliniken und Notaufnahmen derzeit alle Kapazit\u00e4ten, um relevante akute Erkrankungen \u2013 beispielhaft Herzinfarkte, Schlaganf\u00e4lle, Sepsispatienten oder schwer verunfallte Patienten und onkologische Patienten \u2013 mit dem vorhandenen Personal versorgen zu k\u00f6nnen und Folgesch\u00e4den durch versp\u00e4tete Behandlungen zu verhindern. Wir sind jetzt auf die Mitwirkung der Bev\u00f6lkerung angewiesen. Auch wird es zu Einschr\u00e4nkungen in der Versorgung planbarer, nicht verschiebbarer Eingriffe oder Konsultationen kommen. Die f\u00fcr den Herbst und Winter bef\u00fcrchtete Corona-Welle ist in Schleswig-Holstein schon angekommen&#8220;, so Carsten Hilbert, Universit\u00e4tsklinikum Schleswig-Holstein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die aktuellen \u00c4nderungen der Bundestestverordnung k\u00f6nnen nach Meinung beteiligte Kliniker zu einer Versch\u00e4rfung der Situation f\u00fchren, falls durch eine m\u00f6gliche Reduzierung oder den Wegfall von Testzentren Patientinnen und Patienten zus\u00e4tzlich Kliniken zur Testung aufsuchen: Das ist in der derzeitigen Situation von den Krankenh\u00e4usern nicht leistbar. Aber auch die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen k\u00f6nnen diese nicht leisten, da auch dort das Personal krankheitsbedingt ausf\u00e4llt. Grunds\u00e4tzlich gelte daher, dass Personen mit Krankheitssymptomen zu Hause bleiben sollten oder auch Selbsttests genutzt werden sollten.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg\/Kiel (pm). &nbsp;In einer landesweiten Telefonkonferenz der an der Covid-19-Versorgung teilnehmenden Krankenh\u00e4user mit dem Gesundheitsministerium ist es am Mittwoch, 29. Juni 2022 deutlich geworden: Corona ist mit den leicht \u00fcbertragbaren Varianten BA.4 und BA.5 in relevantem Ausma\u00df in den Kliniken pr\u00e4sent. 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