{"id":4140,"date":"2018-05-29T08:13:10","date_gmt":"2018-05-29T06:13:10","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=4140"},"modified":"2018-05-29T08:13:10","modified_gmt":"2018-05-29T06:13:10","slug":"pflege-staerken-spd-benennt-konkrete-massnahmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/05\/29\/pflege-staerken-spd-benennt-konkrete-massnahmen\/","title":{"rendered":"Pflege st\u00e4rken \u2013 SPD benennt konkrete Ma\u00dfnahmen"},"content":{"rendered":"<p><strong>B\u00f6rnsen (pm).<\/strong> Rund 100 Teilnehmer z\u00e4hlte der Diskussionsabend in der Waldhalle B\u00f6rnsen, zu der die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer gemeinsam mit dem SPD-Ortsverein B\u00f6rnsen zum Thema \u201aPflege st\u00e4rken!\u2018 und mit dem Gastreferenten Professor Dr. Karl Lauterbach, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, zust\u00e4ndig f\u00fcr Gesundheit und Pflege, Bildung und Forschung, Petitionen, eingeladen hatte.<\/p>\n<p>Scheer benannte in ihrer Einf\u00fchrung die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft und damit auch wachsendem Fachkr\u00e4ftebedarf in der Pflege. In seinem Vortrag griff Karl Lauterbach eben dies auf und erl\u00e4uterte die sich mit wachsendem Alter verlagernden Krankheitsbilder sowie Wechselwirkungen mit der Medizin. Seine Analyse trug er dabei ebenso wissenschaftlich fundiert vor, wie Antworten auf die benannten Herausforderungen, etwa \u00fcber Vergleiche mit der Ausgestaltung von Pflege in den skandinavischen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Eine besondere Aufgabe sei der k\u00fcnftig wachsende Anteil demenzbedingter Pflegebed\u00fcrftigkeit. Aufgrund zu Beginn \u00e4hnlich gelagerter Symptome, etwa im Vergleich mit solchen, wie sie bei Depressionen oder auch Burn-out auftreten, gelte es auch solche Fragen verst\u00e4rkt in der Aus- und Weiterbildung zu behandeln. Sein Vortrag enthielt auch wissenschaftliche Erkenntnisse \u00fcber vorbeugende Ma\u00dfnahmen, wenngleich die Forschung hier noch gro\u00dfe Wegstrecken vor sich habe. Aufgrund der Funktionsmechanismen im Gehirn, die er trotz medizinischer wie \u00f6konomischer Fachbegriffe gekonnt verst\u00e4ndlich zu erl\u00e4utern wusste, sei es im Zeichen von Demenz-Pr\u00e4vention ratsam, Geh\u00f6rverlust mit H\u00f6rger\u00e4ten vorzubeugen. Andernfalls k\u00f6nne eine Kompensation von H\u00f6rverlust im Gehirn demenzf\u00f6rdernde Mechanismen verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>Die bessere Bezahlung von Pflegekr\u00e4ften bezeichnete Karl Lauterbach als einen ganz wesentlichen Schritt, um die Pflege auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt im Vergleich zu anderen Berufen wirtschaftlich konkurrenzf\u00e4hig werden zu lassen und den Wert dieser f\u00fcr die Gesellschaft so wichtigen Aufgabe besser abzubilden. Da mehr aus dem Beruf ausscheiden, als nachkommen, fehlten Deutschland bereits heute 50.000 bis 100.000 Pflegekr\u00e4fte; der Mangel k\u00f6nne sich \u00fcber die kommenden Jahre nach Sch\u00e4tzungen verf\u00fcnffachen. Die hierdurch wachsende Mehrbelastung in den Pflegeeinrichtungen durch zu wenig vorhandenes Personal versch\u00e4rfe die Situation. Diesen Teufelskreis gelte es zu durchbrechen. Vereinzeltem Widerspruch von Vertreterinnen und Vertretern von Pflegeeinrichtungen hinsichtlich der Aussagen zur Bezahlung, entgegneten neben Lauterbach auch Teilnehmerinnen und Teilnehmerinnen. Zugleich wurde mehrfach erkl\u00e4rt, dass die Motivation in die Pflege zu gehen, im sozialen Engagement verankert sei. Der Arbeitsalltag m\u00fcsse aber unter anderem mit mehr Personal so ausgestaltet werden, dass der Beruf physisch und psychisch ein Berufsleben lang leistbar sei. Hierin bestand gro\u00dfe Einigkeit.<\/p>\n<p>Mit den Ma\u00dfnahmenpaketen aus den letzten Jahren, aber auch den nun verhandelten Eckpunkten, habe sich die SPD daf\u00fcr eingesetzt, dass Pflege ausgebaut werde. Dabei benannte Karl Lauterbach sowohl Reformen in der Ausbildung als auch Ver\u00e4nderungen in der Finanzierung, etwa die Herausnahme der Pflege aus der Fallpauschale.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>B\u00f6rnsen (pm). Rund 100 Teilnehmer z\u00e4hlte der Diskussionsabend in der Waldhalle B\u00f6rnsen, zu der die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer gemeinsam mit dem SPD-Ortsverein B\u00f6rnsen zum Thema \u201aPflege st\u00e4rken!\u2018 und mit dem Gastreferenten Professor Dr. Karl Lauterbach, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, zust\u00e4ndig f\u00fcr Gesundheit und Pflege, Bildung und Forschung, Petitionen, eingeladen hatte. 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