{"id":40921,"date":"2022-05-27T10:40:00","date_gmt":"2022-05-27T08:40:00","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=40921"},"modified":"2022-05-27T10:39:21","modified_gmt":"2022-05-27T08:39:21","slug":"mehr-geld-fuer-790-reinigungskraefte-im-herzogtum-lauenburg-gefordert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2022\/05\/27\/mehr-geld-fuer-790-reinigungskraefte-im-herzogtum-lauenburg-gefordert\/","title":{"rendered":"Mehr Geld f\u00fcr 790 Reinigungskr\u00e4fte im Herzogtum Lauenburg gefordert"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Sie reinigen Schulen und B\u00fcros, sorgen f\u00fcr Hygiene in Krankenh\u00e4usern und Pflegeheimen: Die 790\u00a0Reinigungskr\u00e4fte im Kreis Herzogtum Lauenburg machen nicht nur in Pandemie-Zeiten einen unverzichtbaren Job. Doch bei der Bezahlung droht den Besch\u00e4ftigten ein herber R\u00fcckschritt. Davor warnt die Geb\u00e4udereiniger-Gewerkschaft IG BAU. \u201eAktuell erhalten Reinigungskr\u00e4fte mindestens 11,55 Euro pro Stunde \u2013 also weit mehr als den gesetzlichen Mindestlohn. Aber der wird schon im Oktober auf 12 Euro steigen. Passiert bis dahin nichts, w\u00fcrden Geb\u00e4udereinigerinnen dann mit dem absoluten Lohn-Minimum nach Hause gehen. F\u00fcr die wichtige und fachliche Arbeit, die sie leisten, ist das eindeutig zu wenig\u201c, sagt Achim Bartels.<br><br>Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Hamburg fordert deshalb, dass Besch\u00e4ftigte auch weiterhin \u201edeutlich mehr als den gesetzlichen Mindestlohn bekommen sollen\u201c \u2013 und zwar mindestens 13,73\u00a0Euro pro Stunde. Eine konkrete Zahl, f\u00fcr die der Gewerkschafter klare Gr\u00fcnde nennt: \u201eDer spezielle Branchenmindestlohn in der Geb\u00e4udereinigung lag bisher 1,73\u00a0Euro \u00fcber der gesetzlichen Lohnuntergrenze. Das muss auch so bleiben. Nur wenn die Bezahlung weiter attraktiv ist, wird es Firmen gelingen, \u00fcberhaupt noch Personal f\u00fcr die Branche zu finden\u201c, so Bartels. Die IG BAU fordert, dass gleichzeitig die Einkommen f\u00fcr Fachleute \u2013 etwa in der Glas- und Fassadenreinigung \u2013 deutlich zulegen.<br><br>Auch mit Blick auf die Preissteigerungen komme es jetzt darauf an, dass die Besch\u00e4ftigten ein kr\u00e4ftiges Lohn-Plus erhielten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erreichte die Inflationsrate im April mit 7,4 Prozent einen neuen H\u00f6chststand seit der Wiedervereinigung. \u201eMenschen mit kleinem Geldbeutel wissen oft nicht mehr, wie sie bis zum Monatsende durchkommen sollen. Teure Energie und Lebensmittel machen gerade auch Reinigungskr\u00e4ften zu schaffen. Sie arbeiten oft in Teilzeit und m\u00fcssen jeden Cent zweimal umdrehen\u201c, so Bartels.<br><br>Bei der letzten Tarifverhandlung am 23. Mai habe der Bundesinnungsverband des Geb\u00e4udereiniger-Handwerks (BIV) jedoch \u201enichts vorgelegt, was auf einen schnellen Tarifabschluss hoffen l\u00e4sst\u201c. Die Arbeitgeber sollten ihre Offerte nun rasch aufbessern \u2013 um \u00c4rger mit ihren Besch\u00e4ftigten zu vermeiden, so die IG BAU Hamburg. Unter dem Motto \u201eWir schwitzen nicht f\u00fcr Mindestlohn\u201c bereiteten sich Reinigungskr\u00e4fte in der Region schon auf Protest-Aktionen vor. Die Tarifverhandlungen f\u00fcr die bundesweit rund 700.000\u00a0Besch\u00e4ftigten gehen am 2. Juni in Frankfurt am Main in die n\u00e4chste Runde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Sie reinigen Schulen und B\u00fcros, sorgen f\u00fcr Hygiene in Krankenh\u00e4usern und Pflegeheimen: Die 790\u00a0Reinigungskr\u00e4fte im Kreis Herzogtum Lauenburg machen nicht nur in Pandemie-Zeiten einen unverzichtbaren Job. 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