{"id":3980,"date":"2018-05-23T06:52:56","date_gmt":"2018-05-23T04:52:56","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=3980"},"modified":"2018-05-23T08:53:10","modified_gmt":"2018-05-23T06:53:10","slug":"gedanken-zum-wasserbewusstsein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/05\/23\/gedanken-zum-wasserbewusstsein\/","title":{"rendered":"Gedanken zum &#8218;Wasserbewu\u00dftsein&#8216;"},"content":{"rendered":"<h5><em>Von Vera Bade<\/em><\/h5>\n<p>In der 80-er Jahren sagte die Nichte meines Mannes einmal ihrer Oma: &#8222;Wie kannst du so viel Putzmittel benutzen? Und vom Waschmittel nimmst Du auch zu viel f\u00fcr einen Waschgang! Oma, das geht alles dann in das Grundwasser, in unseren See!&#8220;<\/p>\n<p>Die 80-er waren die Zeit der Entstehung der &#8222;Gr\u00fcnen&#8220; und ihres Kampfes f\u00fcr die Umwelt. Die damals ganz junge Nichte war schon gut aufgekl\u00e4rt (wie heute auch &#8211; \u00fcber Nitrate und multiresistente Keime im Wasser). Wenn ich heute Aufrufe wie &#8222;Kinder an die Macht!&#8220; in der Presse lese denke ich an dieses damals 16-j\u00e4hrige M\u00e4dchen, das seine Oma belehrt hatte. Die Erwachsenen haben es nicht geschafft, die Verbrechen mancher Konzerne gegen die Natur zu verhindern und wir wissen heute, zu welchem Ausma\u00df das Wasser und die Luft verschmutzt sind. Erst jetzt reden wir von unserer Schuld vor den J\u00fcngeren, vor den n\u00e4chsten Generationen. Und wir erinnern uns an die Rede des Indianerh\u00e4uptlings: &#8222;Wenn Ihr das Wasser und die Erde vergiftet habt, werdet Ihr feststellen, dass Ihr das Geld nicht essen k\u00f6nnt&#8220;.<\/p>\n<p>In Bolivien haben sie ein Ministerium f\u00fcr Mutter Erde, w\u00e4re es nicht sch\u00f6ner und aktueller, statt ein Heimatministerium einzurichten dem bolivianischen Beispiel zu folgen? \u00dcber den Begriff Heimat wird zur Zeit viel geredet und geschrieben. Im Arch\u00e4ologischen Museum in Hamburg l\u00e4uft die Ausstellung &#8222;Zwei Millionen Jahre Migration&#8220;, bei der es um die Wanderungsbewegungen von Afrika \u00fcber Westasien nach Europa geht. Ein Anthropologe sagte vor kurzem: &#8222;Wenn Menschen nach ihrem Ursprungsland geschickt werden sollten, dann sollten wir alle nach Afrika geschickt werden&#8230;&#8220;.<\/p>\n<p>Das &#8222;globale Bewu\u00dftsein&#8220; ist bei vielen Millionen Menschen auf dem Globus weit entwickelt, da so viele in einem Land geboren, im anderen aufgewachsen sind, im dritten studiert und sich noch woanders zur Arbeit niedergelassen haben. Ich habe schon \u00f6fter eine Berufsbezeichnung in der Presse gesehen, die ich fr\u00fcher f\u00fcr einen Traumjob gehalten habe: &#8222;Autor und Weltreisender&#8220;. Auf Neuseeland habe ich viele junge Menschen aus aller Welt gesehen, darunter Kriegsdienstverweigerer aus Israel zum Beispiel, aber auch andere Arten von Rebellen und Protestlern (wer ist da in jungen Jahren keiner?). Viele suchen ihr neues Zuhause lange Jahre bis sie sich endlich wohlf\u00fchlen. Der &#8222;Turbo-Kapitalismus&#8220; jagt Informationen, Kapital, Waren und Menschen in gro\u00dfem Tempo um den Globus \u2026<\/p>\n<p>Mit dem Glanz und Elend, das Globalisierung erzeugt, w\u00e4chst das Bewu\u00dftsein, dass ohne Reduzierung ihrer Bed\u00fcrfnisse die Menschheit ihre Existenz bedroht. Durch das in diesem Jahr ausgerufene &#8222;Wasserbewu\u00dftsein&#8220; Jahr bekommen wir mehr Medienberichte aus den L\u00e4ndern, wo jeder Tropfen Wasser kostbar ist. Vor kurzem lief im TV ein Bericht \u00fcber Oman. Das Land besitzt viel Oel, aber Wasser muss sorgf\u00e4lltig gerecht verteilt werden, damit Menschen \u00fcberleben und ihre Felde Ernte tragen. Da gibt es sogar einen Beruf &#8211; Wasserverteiler, der wie der B\u00fcrgermeister geachtet wird.<\/p>\n<p>In S\u00fcdafrika mussten Menschen sich in einer lange Schlange anstellen, um Wasser f\u00fcr den t\u00e4glichen Bedarf zu holen. Die Berichte dar\u00fcber Anfang dieses Jahres waren erschreckend. Danach kamen Berichte \u00fcber extremen Dauerregen in Kenia. Der Regen lie\u00df D\u00e4mme brechen: hunderte Tote, mehr als eine Viertelmillion Menschen sind aus ihren H\u00e4usern geflohen. Drei Jahre lang herrschte D\u00fcrre in Kenia und danach &#8211; so viel Wasser, dass der Staudamm wegen der doppelten Menge Wasser brach! Den \u00fcberdurchschnittlich starken Regen hat ein Tiefdruckband verursacht, das die Erde nahe am \u00c4quator umkreist. Auch Klimawandel hat damit zu tun. Die Temperatur des Indischen Ozeans ist um 1,5 Grad gestiegen, die weiltweit st\u00e4rkste Aufw\u00e4rmung. Das Ende der neue Regenf\u00e4lle und Gewitter ist nicht im Sicht.<\/p>\n<p>\u201eWasser wird kostbarer als Gold\u201c ist eine UNO-Studie \u00fcber die Zukunft des Wassers \u00fcberschrieben. Schon heute sterben t\u00e4glich etwa 10.000 Menschen an Wassermangel, davon 5.000 Kinder an Infektionskrankheiten, die durch unsauberes Wasser hervorgerufen werden. \u201eDas 20. Jahrhundert war ein Jahrhundert der Kriegsfl\u00fcchtlinge. Das 21. Jahrhundert wird ein Jahrhundert der Umwelt- und Wasserfl\u00fcchtlinge. Ohne Wasser ist Leben nicht m\u00f6glich.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Vera Bade In der 80-er Jahren sagte die Nichte meines Mannes einmal ihrer Oma: &#8222;Wie kannst du so viel Putzmittel benutzen? Und vom Waschmittel nimmst Du auch zu viel f\u00fcr einen Waschgang! 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