{"id":38946,"date":"2022-03-29T06:39:00","date_gmt":"2022-03-29T04:39:00","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=38946"},"modified":"2022-03-29T12:18:18","modified_gmt":"2022-03-29T10:18:18","slug":"hilfe-unter-partnern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2022\/03\/29\/hilfe-unter-partnern\/","title":{"rendered":"Hilfe unter Partnern"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> \u201eIn Zeiten wie diesen erkennt man wahre Freundschaft,\u201c so der Landrat des polnischen Kreises Slupsk, Pawel Lisowski zu den Hilfslieferungen, die ihn am Freitag, 11. M\u00e4rz aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg erreichten. Vorangegangen war der Lieferung ein Hilfsangebot von Landrat Dr. Christoph Mager gut eine Woche nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine.<\/p>\n\n\n\n<p>Erste Kriegsfl\u00fcchtlinge verlie\u00dfen die Ukraine in Richtung Polen. Im Partnerkreis Slupsk, der mit etwa 90.000 Einwohnern deutlich kleiner ist als der Kreis Herzogtum Lauenburg, waren bereits zahlreiche Menschen angekommen. \u201eSofern Ihnen der Kreis Herzogtum Lauenburg in dieser Situation helfen kann, lassen Sie mich dies gern wissen,\u201c schrieb Landrat Dr. Mager seinem Amtskollegen in Polen. Dieses Angebot nahmen Landrat Lisowski und seine Mitarbeitenden gerne an. Sie selbst hatten bereits eine Hilfslieferung in die Ukraine an ihren dortigen Partnerkreis geschickt und ben\u00f6tigen nun vor allem Hygieneartikel, Decken, Kissen, Fertiggerichte und K\u00fcchenutensilien f\u00fcr die Erstversorgung der ankommenden Fl\u00fcchtlinge.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized is-style-rounded\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Mitarbeiter-des-Kreisbauhofs-in-Slupsk-nehmen-Feldbetten-PErsoenliche-Schutzausstattung-Schlafsaecke-Kissen-Decken-und-Lebensmittel-entgegen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-38948\" width=\"752\" height=\"444\"\/><figcaption>Mitarbeiter des Kreisbauhofs in Slupsk nehmen Feldbetten, pers\u00f6nliche Schutzausstattung, Schlafs\u00e4cke, Kissen, Decken und Lebensmittel entgegen. Foto: Kreis Herzogtum Lauenburg, hfr<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach Beschaffung und Zusammenstellung der Hilfsg\u00fcter machte sich dann am Freitag der Konvoi aus zwei Lkw auf den Weg nach Polen. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft S\u00fcdholstein konnte \u00fcber einen Textilverwerter gereinigte, gebrauchte Schlafs\u00e4cke, Decken, Kissen und original verpackte Damen- und Kinderbekleidung organisieren und damit einen eigenen Lkw f\u00fcllen. \u201eMein Dank geht an Herrn Gjikolli, den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer unseres Textilrecyclers, der die Waren gespendet hat. Er selber musste als Jugendlicher aus dem ehemaligen Jugoslawien fliehen und kann sich deshalb in die Lage der Fl\u00fcchtlinge hineinversetzen.\u201c sagte der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der AWSH. Der zweite Wagen von der DLRG Lauenburg\/Elbe hatte neben 100 Feldbetten Desinfektionsmittel, OP- und FFP2-Masken auch Fertiggerichte an Bord. Nach einer etwa 10-st\u00fcndigen Fahrt in das 500 Kilometer entfernte Slupsk konnten alle Hilfsg\u00fcter an die polnischen Kollegen \u00fcbergeben werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Freude auf polnischer Seite war gro\u00df, vor allem da die Kreis-Partnerschaft auf Grund der Corona Pandemie seit \u00fcber 2 Jahren ruhte. Landrat Lisowski berichtete, dass er bereits 1200 Fl\u00fcchtlinge im Kreis Slupsk aufgenommen h\u00e4tte, gr\u00f6\u00dftenteils \u00fcber private Kontakte. Besonders belastend ist f\u00fcr ihn aber der Umstand, dass er auch 300 Kinder aus Kinderheimen unterbringen und m\u00f6glichst gut versorgen will. Die besondere Schwierigkeit besteht f\u00fcr ihn darin, dass die Kinder als zusammenh\u00e4ngende Gruppen mit ihren Betreuern untergebracht werden m\u00fcssen. Bei etwa 200 Kindern sei es dem Kreis auch gut gelungen, indem kurzerhand ein Ponyhof, der in der Saison als Ferienheim f\u00fcr Kinder dient, zur Unterbringung genutzt werden konnte. Weitere 100 Kinder musste er notgedrungen in einem Hotel unterbringen, was f\u00fcr die Betreuungssituation nicht ideal aber in der Not nicht anders zu l\u00f6sen gewesen w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die direkte Nachbarschaft zur Ukraine ist Polen deutlich st\u00e4rker von der Fluchtbewegung aus dem Kriegsgebiet betroffen als Deutschland. Doch auch den Kreis Herzogtum Lauenburg erreichen seit dem 11. M\u00e4rz vermehrt Fl\u00fcchtlinge. \u201eDie Hilfsbereitschaft im Kreis ist \u00fcberw\u00e4ltigend, viele Menschen melden sich mit Wohnungs- oder anderen Hilfsangeboten,\u201c so Landrat Dr. Mager. \u201eNach den aktuellen Landessch\u00e4tzungen zur Zahl der ankommenden Fl\u00fcchtlinge sind wir f\u00fcr die n\u00e4chsten Wochen noch gut aufgestellt, was die Unterbringung angeht. Derzeit k\u00f6nnen die St\u00e4dte und Gemeinden die Menschen im gleichen Tempo aufnehmen, wie Zuweisungen aus dem Land erfolgen. Das Angebot sei aber endlich. Jede und jeder, der noch Wohnraum er\u00fcbrigen kann, m\u00f6ge sich also bitte an seine Gemeinde oder an die Kontaktadressen unter&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.kreis-rz.de\/ukraine\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.kreis-rz.de\/ukraine<\/a>&nbsp;wenden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). \u201eIn Zeiten wie diesen erkennt man wahre Freundschaft,\u201c so der Landrat des polnischen Kreises Slupsk, Pawel Lisowski zu den Hilfslieferungen, die ihn am Freitag, 11. M\u00e4rz aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg erreichten. 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