{"id":37263,"date":"2022-02-15T10:34:43","date_gmt":"2022-02-15T08:34:43","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=37263"},"modified":"2022-02-16T10:18:34","modified_gmt":"2022-02-16T08:18:34","slug":"buergermeisterwahl-ratzeburg-mehr-antworten-zu-nachgefragt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2022\/02\/15\/buergermeisterwahl-ratzeburg-mehr-antworten-zu-nachgefragt\/","title":{"rendered":"B\u00fcrgermeisterwahl Ratzeburg: Mehr Antworten zu \u201eNachgefragt\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ratzeburg (tbi).<\/strong> Rund 100 Minuten stellten sich die f\u00fcnf Kandidaten im Burgtheater den Fragen von Herzogtum direkt und aus dem Publikum. Herzogtum direkt berichtete <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2022\/02\/05\/buergermeisterwahl-in-ratzeburg-viele-frage-viele-antworten-bei-der-2-kandidatenrunde\/\" target=\"_blank\">buergermeisterwahl-in-ratzeburg-viele-frage-viele-antworten-bei-der-2-kandidatenrunde<\/a>.  Viele Fragen, die von unseren Lesenden vorab in der Redaktion eingingen, blieben aus Zeitgr\u00fcnden bislang unbeantwortet. Alle Kandidaten hatten sich aber bereiterkl\u00e4rt, unsere Fragen schriftlich zu beantworten. \u2013 Und haben das auch fristgerecht getan. Hier l\u00e4sst sich mehr erfahren, welche Positionen die Kandidaten abseits von Plakaten und kurzen Videos einnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer vor der Wahl am 20. Februar also sein Meinungsbild noch erweitern m\u00f6chte, findet nachfolgend die Antworten der Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge. Dabei haben wir die Schreibweise (zum Beispiel beim sogenannten Gendern) so belassen, wie es die Kandidaten formuliert haben. F\u00fcr die Inhalte sind die jeweiligen Kandidaten verantwortlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Frage 1: <em>Was meinen die Kandidaten zu Errichtung eines B\u00fcrgerforums in Ratzeburg? Solche entstehen zur Zeit im ganzen Land, um die direkte Demokratie zu st\u00e4rken.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Volker Barczynski<\/strong>: Eine Einrichtung ist grunds\u00e4tzlich positiv zu bewerten. Allerdings l\u00f6st das aus meiner Sicht nicht das Problem der mangelnden Beteiligungsbereitschaft. In den L\u00fcbecker Nachrichten wurde k\u00fcrzlich \u00fcber eine Einwohnerversammlung in Bad Segeberg mit nur 5 G\u00e4sten berichtet. Hier wurde laut \u00fcber neue Formen des B\u00fcrgerdialogs nachgedacht, die mehr Menschen ansprechen. Der Reinbeker B\u00fcrgermeister l\u00e4dt zu den Versammlungen via YouTube-Video ein. Das muss nicht zwangsl\u00e4ufig sein, zeigt aber, dass wir durchaus kreativer werden k\u00f6nnen, um die Menschen f\u00fcr Demokratie zu begeistern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eckhard Graf<\/strong>: Die Durchf\u00fchrung eines B\u00fcrgerforums ist eine Methode der B\u00fcrger:innenbeteiligung. Bei gro\u00dfen Projekten kann ein B\u00fcrgerforum die Entscheidungsfindung der politischen Gremien unterst\u00fctzen. Das ist gut. Diese Methodik muss sich jedoch in die kommunalverfassungsrechtlichen Spielregeln, insbesondere die der Gemeindeordnung, integrieren lassen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Andreas Marquardt<\/strong>: Das B\u00fcrgerforum ist eine hervorragende Methode, um echte B\u00fcrgerbeteiligung zu erm\u00f6glichen. Ich h\u00e4tte bereits eine konkrete Idee f\u00fcr ein B\u00fcrgerforum. Es gibt derzeit so viele offene Fragen, wohin sich Ratzeburg k\u00fcnftig bewegen soll. Tourismus, Mobilit\u00e4t, Aufenthaltsqualit\u00e4t f\u00fcr Jung und Alt, um nur einige Themenfelder zu nennen. Ratzeburg braucht ein Leitbild 2030 Plus. Ich verstehe darunter eine ganzheitliche Vorstellung davon, was die Identit\u00e4t der Stadt zuk\u00fcnftig ausmachen soll. Das B\u00fcrgerforum ist aus meiner Sicht das ideale Instrument zur Entwicklung eines Leitbildes. Es bildet die Vielf\u00e4ltigkeit unserer Gesellschaft ab und wirkt aufgrund des offenen Beteiligungsformats identit\u00e4tsstiftend.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mouadh Ouerghui<\/strong>: Ein B\u00fcrgerforum in Ratzeburg ist auf jedenfall notwendig und muss unbedingt in Ratzeburg eingerichtet werden, nicht nur um unsere Demokratie zu fordern, das ist Selbstverst\u00e4ndlich aber mehr um die B\u00fcrgerin und B\u00fcrger eine Plattform anzubieten wo sie verhindern k\u00f6nnen, dass gute Ideen bis zur Unkenntlichkeit verw\u00e4ssert werden. Und das hei\u00dft: Ja, wir m\u00fcssen uns in das Geschehen in Ratzeburg mitentscheiden d\u00fcrfen!<\/p>\n\n\n\n<p>Demokratie bedeutet: \u201eHerrschaft des Volkes&#8220;. Das Volk sind alle B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen. In einer Demokratie entscheidet das Volk. Die Bundesrepublik Deutschland ist eine Demokratie. Im Grundgesetz steht in Artikel 20, Absatz 2, was Demokratie in Deutschland bedeutet: &#8222;Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Dadurch sehe ich die Errichtung eines B\u00fcrgerforums in Form von Kundgebung (1x im Monat) mit eine \u201eRatzeburger-Demokratie\u201c Internetseite, sehr hilfreich f\u00fcr uns als Teil der Gesellschaft in Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Reimar von Wachholtz<\/strong>: Ich bin daf\u00fcr, die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger so umfangreich an Entscheidungsprozessen zu beteiligen wie m\u00f6glich. B\u00fcrgerforen k\u00f6nnen aus meiner Sicht wie erweiterte Arbeitskreise bzw. Beir\u00e4te funktionieren. Allerdings besteht die Gefahr, dass durch ein \u00fcberproportionales Gewicht von B\u00fcrgerforen in Bezug auf Entscheidungen unsere politischen Vertreter (und damit unsere demokratische Grundlage) an Bedeutung verlieren. Das m\u00f6chte ich auf keinen Fall und das ist auch nicht konform mit der Gemeindeordnung Schleswig-Holstein, von daher w\u00fcrde ich B\u00fcrgerforen f\u00fcr die Arbeit der Stadtverwaltung nur in Ausnahmef\u00e4llen in Betracht ziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Frage 2: <em>Es gab in RZ ein Frauen Caf\u00e9 &#8222;Lydia&#8220;, da gab es nicht nur Fr\u00fchst\u00fcck, sondern auch Vortr\u00e4ge und Diskussionen. Wie stehen die Kandidaten dazu, um einen Raum daf\u00fcr zu stellen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Volker Barczynski<\/strong>: Wir m\u00fcssen zun\u00e4chst Gespr\u00e4che mit den ehemaligen Betreibern aufnehmen, um herauszufinden, wie es zu der Entscheidung gekommen ist. Vielleicht ist eine Reaktivierung mit vereinten Kr\u00e4ften m\u00f6glich. Fruchtet dies nicht, ist ein ad\u00e4quater Ersatz zu finden. Wo der genau sein kann, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Die Bereitschaft vieler Ratzeburger, sich hier ehrenamtlich einzubringen stimmt mich allerdings positiv.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eckhard Graf<\/strong>: Das Evangelische Frauenwerk hat dieses Caf\u00e9 mit Herzblut getragen. Ich gehe davon aus, dass nach \u00dcberwindung der Corona-Pandemie mit ehrenamtlichem Engagement eine Fortsetzung unter dem Dach des Evangelischen Frauenwerks m\u00f6glich ist. \u00dcber entsprechende R\u00e4umlichkeiten sollten die Kirchengemeinden der Stadt Ratzeburg verf\u00fcgen. Sofern die Kirchengemeinden hierzu nicht in der Lage sein sollten, ist zu pr\u00fcfen, ob eine st\u00e4dtische R\u00e4umlichkeit zur Nutzung oder Mitnutzung angeboten werden kann. Ehrenamtliches Engagement gilt es im Ergebnis zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Andreas Marquardt<\/strong>: Das Caf\u00e9 Lydia wird von vielen Ratzeburger:innen schmerzlich vermisst. In den Gespr\u00e4chen an meinen Wahlkampfst\u00e4nden wurde mir das immer wieder best\u00e4tigt. Es fehlt seit der Schlie\u00dfung an einem Treffpunkt zum Verweilen, Austausch und zum Kn\u00fcpfen von Kontakten. Ich w\u00fcrde mich als B\u00fcrgermeister sehr gern f\u00fcr die Wiederbelebung dieser Idee einsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mouadh Ouerghui<\/strong>: Man muss versuchen mit dem \u201e <a href=\"https:\/\/www.nordkirche.de\/adressen\/institutionen\/detailansicht\/institution\/evangelisches-frauenwerk-luebeck-lauenburg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">&nbsp;Evangelisches Frauenwerk im Kirchenkreis L\u00fcbeck-Lauenburg<\/a>\u201c ein Lokal in Ratzeburg zu finden, in der \u201eSchrangenstra\u00dfe\u201c sind zwei Leere Lokale frei und das schon lange. Mit einer Spenden-Aktion und F\u00f6rdermittel vom Bund, muss der zuk\u00fcnftigen B\u00fcrgermeister sowas leiten und diese Aufgabe \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ziel:<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Treffpunkt, genannt \u201ezwischen Himmel und Erde\u201c, muss unbedingt in Ratzeburg weiterbestehen, da unz\u00e4hliger Ehrenamtlerinnen, die haben Menschen empfangen, bekocht, und eine kleine zweite Heimat geboten. Sie haben damals viele Arbeit geleistet und die verdienen Respekt in Form von Fortsetzung dieser Treffpunk f\u00fcr Frauen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Reimar von Wachholtz<\/strong>: Ich kenne das Caf\u00e9 Lydia von den wirklich sch\u00f6nen und vielf\u00e4ltigen Buffet-Events aus eigener Erfahrung. Ich war \u00fcberrascht, von der Einstellung dieses Angebots zu erfahren, aber der Kirchenkreis als Tr\u00e4ger wird Gr\u00fcnde daf\u00fcr gehabt haben. Vielleicht war es der heimelige Ort im Hinterhof, vielleicht aber auch organisatorische oder wirtschaftliche Gr\u00fcnde. F\u00fcr eine Entscheidung m\u00fcsste ich zun\u00e4chst den ehemaligen Tr\u00e4ger befragen, der sicherlich hinsichtlich der R\u00e4umlichkeiten eine eigene L\u00f6sung finden k\u00f6nnte. Dann w\u00fcrde ich weiter schauen, eine inhaltliche Unterst\u00fctzung zum Beispiel im Rahmen von Lesungen durch mich oder eine Schirmherrschaft w\u00e4re auf jeden Fall machbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Frage 3: <em>Anders als urspr\u00fcnglich geplant, wird der Marktplatz sukzessive von parkenden Autos eingenommen, die urspr\u00fcnglich angestrebte Nutzung als Flanier- und Aufenthaltsort f\u00fcr die Einwohner wird dadurch immer unattraktiver. Sehen Sie M\u00f6glichkeiten, wie man die unterschiedlichen Nutzungsinteressen ausgleichen kann? Lie\u00dfe sich das Parkhaus der Sparkasse f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit nutzen, so dass man auf Parkpl\u00e4tze am Markt verzichten k\u00f6nnte? Werden Sie sich f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen auf der Insel einsetzen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Volker Barczynski<\/strong>: Es gibt keine einfachen Antworten auf diese Fragen. Solange wir den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern keine alternativen Mobilit\u00e4tskonzepte anbieten, bleibt die Flaniermeile in der Innenstadt mehr frommer Wunsch als Wirklichkeit. Ein m\u00f6gliches Szenario pro Flaniermeile: Die Ansiedelung eines E-Auto-Car-Sharing-Unternehmens. Eine Mietstation auf dem Sankt Georgsberg, eine Mietstation in der Vorstadt und nur diese E-Autos d\u00fcrfen auf dem Markt parken. Wir m\u00fcssen denkbare Szenarien entwickeln und diskutieren. Daf\u00fcr w\u00fcrde ich mich im Rahmen meines geplanten B\u00fcrgerdialogs einsetzen. Ich hoffe auf die Bereitschaft der Politik f\u00fcr solche offenen Diskussionen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eckhard Graf<\/strong>: Die Gremien der Stadt Ratzeburg beraten derzeit sehr intensiv \u00fcber die k\u00fcnftige Gestaltung des am Markt liegenden Areals des derzeitigen Geb\u00e4udes der Kreissparkasse. Ob die Tiefgarage in der Zukunft der \u00d6ffentlichkeit zur Verf\u00fcgung gestellt werden wird, bleibt abzuwarten. Das Beteiligungsverfahren im Zuge der Bauleitplanung zur Aufstellung des Bebauungsplanes er\u00f6ffnet die M\u00f6glichkeit, entsprechende Hinweise und W\u00fcnsche zu benennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Steigerung der Aufenthaltsqualit\u00e4t in der Innenstadt wird aber nicht nur durch die Entwicklung dieses Projektes abh\u00e4ngen. Grunds\u00e4tzlich haben wir es mit der Situation zu tun, dass die Herrenstra\u00dfe, die T\u00f6pferstra\u00dfe, die Langenbr\u00fccker Stra\u00dfe und der Markt eine Bundesstra\u00dfe ist. Die Einrichtung einer Fu\u00dfg\u00e4ngerzone auf der Trasse einer Bundesstra\u00dfe ist nicht m\u00f6glich. Andere Stra\u00dfen lassen sich jedoch umwandeln. Hier w\u00e4re eine st\u00e4dteplanerische Untersuchung unter Einbindung eines Beteiligungsverfahrens angezeigt. Ich selbst liebe Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen und w\u00fcrde mich auch f\u00fcr eine entsprechende Entwicklung aussprechen und einsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Andreas Marquardt<\/strong>: Der Kraftfahrzeugverkehr auf der Altstadtinsel stellt ein lange bekanntes Problem dar. Auch die Begrenzung der Geschwindigkeit auf 20 km\/h im Bereich des Marktes verhindert nicht, dass die L\u00e4rmbel\u00e4stigung und das Verkehrsaufkommen die Aufenthaltsqualit\u00e4t auf dem Marktplatz erheblich beeintr\u00e4chtigt. Eine Nutzung der Tiefgarage im ehemaligen Sparkassengeb\u00e4ude als \u00f6ffentliches Parkhaus steht in Abh\u00e4ngigkeit zu den Planungen des Investors. Kleinere Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen in Teilbereichen sind eine gute Idee und k\u00f6nnten zur Belebung der Altstadtinsel beitragen. Hierzu braucht es vor allem auch ein nachhaltiges Mobilit\u00e4tskonzept f\u00fcr die Zukunft \u2013 Ein Themenfeld, in dem ich als B\u00fcrgermeister der Stadt Ratzeburg gerne Akzente setzen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mouadh Ouerghui<\/strong>: Hier ein Auszug von meiner Motivationsschreiben bez\u00fcglich meiner Kandidatur: Was soll oder muss die Politik in Ratzeburg tun? Ratzeburg muss nicht gleichbedeutend mit Shopping und Tagestourismus sein, sie muss Handel, Gewerbe, Kultur und vor allem Wohnen und Hotels viel st\u00e4rker auf die Insel und au\u00dferhalb (Ein Speckg\u00fcrtel rund um Ratzeburg) zur\u00fcckbringen. Einkauf- und Kultur Meile, mit Bedachung von Domstra\u00dfe bis zum Ende der \u201eSchrangenstrasse\u201c, mit einer Br\u00fccke, die \u00fcber die Schulstra\u00dfe zum Theaterplatz f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Marktplatz muss f\u00fcr die B\u00fcrger und Touristen zur\u00fcckerobert werden: kein Parkplatz mehr, keine spielenden Kinder mit Windeln in den Brunnen dort, mitentscheiden. Die Politik muss endlich mal entscheiden was dort passiert und nicht ein Investor, Notfalls muss ein B\u00fcrgerentscheidung gegen die Pl\u00e4ne dort, Mitentscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist f\u00fcr mich zwingend Notwendig die vorhandenen Parkpl\u00e4tze unter dem KSP Geb\u00e4ude als Parkplatz f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit zu nutzen, notfalls mit Parkgeb\u00fchren wie in die Schweiz, warum nicht? Als B\u00fcrgermeister f\u00fcr Ratzeburg werde ich die Politik auffordern das Ding anzupacken, sie m\u00fcssen F\u00f6rdergelder holen, die Wirtschaftsf\u00f6rderungsgesellschaft Herzogtum Lauenburg f\u00fcr Stadtentwicklung miteinbeziehen und ein Wirtschaftsexperte f\u00fcr Stadtentwicklung am Tisch holen um \u00fcber die Gestaltung von der Innenstadt voranzutreiben. Es ist 5 vor 12 und die Zeit dr\u00e4ngt.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Markplatz als Hauptplatz und die Visitenkarte von Ratzeburg, ist der Garant f\u00fcr eine gute Aufenthaltsqualit\u00e4t f\u00fcr die Einwohner und f\u00fcr die Touristen auch, aber daf\u00fcr m\u00fcssen folgenden Ma\u00dfnahmen geplant und durchgesetzt werden:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"A\"><li>Begr\u00fcnung durch B\u00e4ume und Blumenhochbeete.<\/li><li>In der Mitte anstatt dieser h\u00e4sslichen Brunnen, ein Gl\u00e4serne Pavillon mit hochwertiger. Gastronomie (privat Brauerei, Caf\u00e9-Bar, Cross-Over K\u00fcche usw.)<\/li><li>Kein LKW und PKW Verkehr.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p><strong>Reimar von Wachholtz<\/strong>: Mir sind im Rahmen meiner Gespr\u00e4che mit B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern verschiedene und sehr unterschiedliche Vorstellungen \u00fcber die Gestaltung des Marktplatzes geschildert worden. Hier sollte aus meiner Sicht die Politik verschiedene Ans\u00e4tze zur L\u00f6sungsfindung verfolgen, um einen Konsens zu bekommen. Die Verwaltung wird diesen Konsens dann umsetzen. Das Parkhaus der Sparkasse ist im Privatbesitz und kann der \u00d6ffentlichkeit vermutlich nicht zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen sind dann sinnvoll, wenn es am Rande von diesen auch nennenswerte Parkm\u00f6glichkeiten und einen gut getakteten \u00d6PNV gibt. Im Moment m\u00fcsste man dazu f\u00fcr Ratzeburg ein Konzept erarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Frage 4: <em>Nach der Gemeindeordnung bereitet der B\u00fcrgermeister die Sitzungen der Stadtvertretung und ihrer Aussch\u00fcsse vor. Wie werden Sie sich dazu informieren (bitte priorisieren), zum Beispiel<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8211; \u00fcber B\u00fcrgersprechstunden<\/em> <em>&#8211; \u00fcber Infost\u00e4nde<\/em> <em>&#8211; \u00fcber die Presse\/Medien<\/em> <em>&#8211; \u00fcber die Beir\u00e4te<\/em> <em>&#8211; \u00fcber Vereine, Verb\u00e4nde, Parteien<\/em> <em>&#8211; \u00fcber Anh\u00f6rung von Spezialisten<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Sitzungen der Stadtvertretung und ihrer Aussch\u00fcsse finden im Monats Rhythmus statt; Entscheidungen werden im Tagesgesch\u00e4ft aber t\u00e4glich f\u00e4llig. Welche Informationskan\u00e4le wollen Sie dazu nutzen (bitte priorisieren), zum Beispiel<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8211; Aussagen der direkt Betroffenen<\/em> <em>&#8211; Vorgaben der Stadtverwaltung\/Fachbereiche<\/em> <em>&#8211; R\u00fccksprache mit Beir\u00e4ten<\/em> <em>&#8211; R\u00fccksprache mit  Fraktionen\/Fraktionschef<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Volker Barczynski<\/strong>: Informationen hole ich mir aus erster Quelle ohne Priorisierung. Bei gegens\u00e4tzlichen Positionen der Fraktionen h\u00f6re ich beide Seiten, bevor ich mir ein Urteil bilde. Fachlich wird es f\u00fcr jeden Vorgang im Rathaus einen oder zwei Verwaltungsexperten geben, durch deren Expertise die Position der Verwaltung bestimmt und die Sitzung vorbereitet wird. Ggf. wird diese mit den betreffenden Aussch\u00fcssen und Fraktionsvorsitzenden abzustimmen sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eckhard Graf<\/strong>: Die genannten M\u00f6glichkeiten der Informationsgewinnung sind nicht abschlie\u00dfend. Eine Priorisierung ist aus meiner Sicht nicht ergebnisorientiert. Es gibt niedrigschwellige Zug\u00e4nge f\u00fcr B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger \u00fcber Sprechstunden, die im Ergebnis wertvoller sein k\u00f6nnen als Anh\u00f6rungen von Spezialisten. Ich m\u00f6chte daher die verschiedenen Informationskan\u00e4le nutzen und auf die Inhalte h\u00f6ren und diese in meiner Arbeit ber\u00fccksichtigen. Beteiligungsinstrumente sind vielschichtig und abh\u00e4ngig vom Adressatenkreis. So k\u00f6nnen beispielsweise Hinweise von Kindergartenkindern, wenn es um die Auswahl von Kinderspielger\u00e4ten f\u00fcr einen Kinderspielplatz geht, wichtiger sein als die Ideen und Vorstellungen von Landschaftsarchitekten. Das Leben ist bunt. Lassen Sie uns vielschichtig denken und arbeiten. \u00dcber wesentliche Vorg\u00e4nge w\u00fcrde ich die st\u00e4dtischen Gremien \u2013auch zwischen den Gremienberatungen- informieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Andreas Marquardt<\/strong>: Zu den Aufgaben des B\u00fcrgermeisters z\u00e4hlt neben der inhaltlichen Vorbereitung der Sitzungen der Stadtvertretung auch die Beratung des Stadtpr\u00e4sidenten hinsichtlich der Festlegung der Tagesordnung. Eine breite Informationsbasis unter Ber\u00fccksichtigung der verschiedenen Blickwinkel und Perspektiven ist meiner Erfahrung nach immer ein Garant f\u00fcr eine erfolgreiche Befassung. Eine pauschale Priorisierung bietet sich meines Erachtens nicht an.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich verweise an dieser Stelle auf meine vorherigen Ausf\u00fchrungen zur Priorisierung. Bei der Entscheidungsfindung bin ich stets bestrebt, mir einen \u00dcberblick zu verschaffen, indem ich unterschiedliche Sichtweisen und Argumente einbeziehe, bevor ich eine Entscheidung treffe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mouadh Ouerghui<\/strong>: Selbstverst\u00e4ndlich werde ich mich in diese Reihenfolge informieren lassen: \u00dcber die Beir\u00e4te &#8211; \u00dcber Vereine, Verb\u00e4nde, Parteien &#8211; \u00dcber Anh\u00f6rung von Spezialisten &#8211; \u00dcber B\u00fcrgersprechstunden &#8211; \u00dcber die Presse\/ Medien &#8211; \u00dcber Infost\u00e4nde <\/p>\n\n\n\n<p>Informationskan\u00e4le<strong>:<\/strong> Aussagen der direkt Betroffenen &#8211; Vorgaben der Stadtverwaltung\/ Fachbereiche &#8211; R\u00fccksprache mit Fraktionen\/ Fraktionschef &#8211; R\u00fccksprachen mit Beir\u00e4ten<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Reimar von Wachholtz<\/strong>: Die Verwaltung handelt im Auftrag der Politik, von daher werden Beschl\u00fcsse in enger Abstimmung mit den politischen Vertretern gefasst. Andere Informationsquellen werden je nach Bedarf hinzugezogen, wobei ich aufgrund der Verschiedenartigkeit der Beschl\u00fcsse keine Priorisierung vornehmen kann. Das gleiche gilt auch f\u00fcr die Entscheidungen im Tagesgesch\u00e4ft, bei denen entweder keine Konsultationen notwendig sind oder aber auch alle genannten Inforationskan\u00e4le eine Rolle spielen k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Frage 5: <em>Wie war die spontane Reaktion Ihrer Lebenspartnerin oder Lebenspartner \/der Familie, als sie erstmalig \u00fcber ihre Kandidatur laut nachgedacht haben?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Volker Barczynski<\/strong>: Positiv und unterst\u00fctzend. Ich hatte quasi die erste Stimme sofort erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eckhard Graf<\/strong>: Meine Frau und mein Sohn unterst\u00fctzen mich auf diesem langen Weg. Beide kennen mich und wissen, dass eine \u00dcbertragung des Amtes des B\u00fcrgermeisters der Stadt Ratzeburg auf mich eine besondere Berufung darstellt. Beide wissen, welche Belastungen aber auch welche Freuden mit einem solchen Amt verbunden sind. Mein Sohn ist 22 und studiert in L\u00fcneburg. Und meine Frau ist selbst beruflich sehr engagiert. Im Ergebnis passt dieser Schritt perfekt in unsere Familiensituation. In der Familie Graf stehen die Signale auf gr\u00fcn.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Andreas Marquardt<\/strong>: Meine Ehefrau hat keinen Augenblick gez\u00f6gert, mich bei diesem Vorhaben zu unterst\u00fctzen. Wir haben intensiv dar\u00fcber gesprochen, welche Auswirkungen und Konsequenzen meine Kandidatur f\u00fcr uns als Familie hat. Meine berufliche T\u00e4tigkeit ist auch heute schon gepr\u00e4gt von langen Arbeitstagen, mehrt\u00e4gigen Dienstreisen und Abwesenheiten jenseits der 60 Stunden pro Woche. Daher sind wir beide davon \u00fcberzeugt, dass vor allem die Berufszufriedenheit im Vordergrund stehen sollte. Meine Kinder k\u00f6nnen das alles aufgrund ihres Alters nat\u00fcrlich noch nicht einsch\u00e4tzen, haben aber auch schon mit gro\u00dfer Freude beim Verteilen meiner Flyer geholfen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mouadh Ouerghui<\/strong>: Meiner Frau hat mich ermutigt und aufgemuntert mich zu kandidieren. Sie hat mich immer unterst\u00fctzt und beraten und das seit 34 Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Reimar von Wachholtz<\/strong>: Die Entscheidung ist zwar eine pers\u00f6nliche, aber in der ersten gemeinsamen Besprechung kam nat\u00fcrlich die Frage \u201eHast Du Dir das gut \u00fcberlegt?\u201c. Aber nat\u00fcrlich steht meine Frau hinter der Entscheidung.<\/p>\n\n\n\n<p>Frage 6: <em>Die Stadt Ratzeburg hat gemeinsam mit dem Amt Lauenburgische Seen eine Partnerschaft f\u00fcr Demokratie aus dem Bundesprogramm \u201eDemokratie leben!\u201c gebildet. Eine von Dreien im Kreisgebiet. Diese PfD kostet der Stadt jedes Jahr Geld. Was wissen Sie \u00fcber deren Aufgaben und Arbeit und werden Sie sich f\u00fcr eine Fortsetzung der PfD einsetzen? Die Mittel m\u00fcssen jedes Jahr erneut beantragt und genehmigt werden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Und wie stehen Sie zum Ratzeburger \u201eB\u00fcndnis gegen Rechts\u201c?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Volker Barczynski<\/strong>: Diese Partnerschaften sind mir bekannt. Jede Organisation, die unsere Demokratie st\u00e4rkt und gegen Fremdenfeindlichkeit aktiv ist, ist zu unterst\u00fctzen, auch mit finanziellen Mitteln.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eckhard Graf<\/strong>: Das Geld ist in diesem Bereich gut investiert. Als Mitglied des Amtsausschusses des Amtes Lauenburgische Seen habe ich selbst f\u00fcr die Bildung der Partnerschaft f\u00fcr Demokratie abgestimmt. Meine Zustimmung basierte auf der Grundlage meiner \u00dcberzeugung, dass alle Demokratinnen und Demokraten sich fortgesetzt und nachhaltig f\u00fcr den Erhalt unserer Demokratie einsetzen m\u00fcssen. Wir m\u00fcssen uns als Einzelpersonen und als Gesellschaft gegen die Feinde der Demokratie zur Wehr setzen. Basis f\u00fcr unser gemeinsames Handeln ist die Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland auf Grundlage unseres Grundgesetzes.<\/p>\n\n\n\n<p>Feinde der Demokratie gibt es sowohl im linksextremistischen, als auch im rechtsextremistischen Bereich. Beispiele entfesselter Gewalt, wie die Ausschreitungen anl\u00e4sslich des G20-Gipfels im Juli 2017 in Hamburg oder die \u00dcbergriffe von Rechtsradikalen gegen eine Asylbewerber-Aufnahmestelle im August 1992 in Rostock mahnen uns und fordern uns auf, uns aktiv gegen politischen Extremismus zu wehren. Das Ratzeburger B\u00fcndnis gegen Rechts verdient jede \u2013 auch meine &#8211; Stimme. Ein B\u00fcrgermeister muss als F\u00fchrungsperson ganz vorn dabei sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Andreas Marquardt<\/strong>: Demokratie und Menschenrechte sind unver\u00e4u\u00dferliche Grundfesten unserer Gesellschaft. Leider gibt es unentwegt Kr\u00e4fte, die unser Wertesystem ablehnen oder sogar offen bek\u00e4mpfen. Das Ratzeburger B\u00fcndnis hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Umtrieben entschlossen entgegenzutreten. Daf\u00fcr gilt allen Beteiligten h\u00f6chste Anerkennung. Mit der Partnerschaft f\u00fcr Demokratie k\u00f6nnen von staatlicher Seite auch finanzielle Mittel bereitgestellt werden, um verschiedenste Projekte f\u00fcr die St\u00e4rkung unserer Demokratie zu unterst\u00fctzen. Die aktuellen Str\u00f6mungen rund um Gruppen, wie den sogenannten \u201eQuerdenkern, Reichsb\u00fcrgern oder Verschw\u00f6rungstheoretikern\u201c, bereiten mir gro\u00dfe Sorge. Demokratiearbeit, wie sie das Ratzeburger B\u00fcndnis leistet, ist heutzutage wichtiger denn je.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mouadh Ouerghui<\/strong>: Frau Biller, Herr Schneider und Herr Sauer, haben trotz \u201eCorona\u201c die Projektarbeiten in den vergangenen beiden Jahren, weiter unterst\u00fctzt und kreativ umgesetzt, und das finde ich bemerkenswert. Ich habe mich sehr gefreut, dass f\u00fcr 2022, die \u201ePfD\u201c ein Zuwendungsbescheid, vom Bundesprogramm \u201eDemokratie leben\u201c bekommen hat, damit wird die Unterst\u00fctzung von Projekten gew\u00e4hrleistet. Ich habe durch die Zeitung in den letzten Jahren die Arbeit und Aktivit\u00e4ten von der \u201ePfD\u201c wie: Herz Einschalten, Rassismus ausschalten, Digitale Demokratiewerkstatt, Demokratieorte st\u00e4rken und an unsere Zukunft denken &#8211; Ratzeburger Nachhaltigkeitspreis. Ich werde mich selbstverst\u00e4ndlich f\u00fcr die Fortsetzung der \u201ePfD\u201c einsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Ratzeburger \u201eB\u00fcndnis gegen rechts\u201c, habe ich viel Respekt und Achtung, denn er setzt sich zum Ziel, die Versuche der Neonazis, Einfluss auf junge Menschen in Ratzeburg zu gewinnen, einzud\u00e4mmen, und das ist f\u00fcr mich die wirksamste Pr\u00e4vention gegen diesen Krebs in unserer Stadt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Reimar von Wachholtz<\/strong>: Aus meiner Sicht ist das Programm \u201eDemokratie leben!\u201c ein sehr wichtiger Baustein, der definitiv neu beantragt werden muss. Daf\u00fcr werde ich mich gerne einsetzen. Da die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung des \u201eB\u00fcndnis gegen Rechts\u201c im B\u00fcro des B\u00fcrgermeisters angesiedelt ist, werde ich die kommunale Vernetzung und die Kultur des Hinschauens selbstverst\u00e4ndlich weiter fortsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Frage 7: <em>Es geht um die Modernisierung, jeglicher Art. Eine Frage lautet, wie Ihr Kenntnisstand zum Sozialen Netzwerk ist und wie stellen sie sich eine moderne Zukunft f\u00fcr Ratzeburg vor.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>F\u00fchren sie soziale Profile im Internet selbst, f\u00fchren sie Internet-Auftritte oder auch soziale Medien-Seiten wie ,,Instagram&#8220; pers\u00f6nlich?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Volker Barczynski<\/strong>: Ich stehe f\u00fcr Modernisierung, Digitalisierung und ein lebendiges Ratzeburg. Meine Kan\u00e4le der sozialen Medien und meine Website pflege ich selbst. Gro\u00dfe Projekte allerdings lasse ich durch mein Netzwerk von Programmierern und Textern betreuen. Die Wahlkampf-Ma\u00dfnahmen sind aber von mir pers\u00f6nlich erstellt worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ratzeburg muss in der realen Welt, aber auch in der digitalen Welt stattfinden und Lust auf einen Besuch machen. Modern sollte vor allem der Dialog und die Diskussionskultur sein, der Rest wird sich daraus ergeben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eckhard Graf<\/strong>: Facebook und Instagram benutze ich selbst noch nicht sehr lange. Erst im Wahlkampf habe ich auch diese Kan\u00e4le vermehrt genutzt, um mich in der \u00d6ffentlichkeit bemerkbar zu machen. Ich werde von meinem Sohn bei der Nutzung unterst\u00fctzt. Unterst\u00fctzung erhalte ich auch bei der Gestaltung meiner Internetseite. Ein professioneller Auftritt \u00fcber die sozialen Medien und \u00fcber das Internet ist mir wichtig. Gleiches gilt f\u00fcr die Darstellung der Stadt Ratzeburg. Hier gilt es aber Standards des Datenschutzes in einem besonderen Ma\u00dfe zu ber\u00fccksichtigen. So scheidet die Nutzung von Facebook und Instagram aus, da die Daten der dort aktiven Nutzerinnen und Nutzer auf Servern gespeichert werden, die sich au\u00dferhalb von Europa befinden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Andreas Marquardt<\/strong>: Ich verf\u00fcge \u00fcber Grundkenntnisse in WordPress, habe aus Zeitgr\u00fcnden aber wertvolle Unterst\u00fctzung bei der Erstellung meiner Homepage erhalten. Im Social-Media-Bereich bin ich als Nutzer eher zur\u00fcckhaltend. Dass ich mich in diesem Gebiet dennoch auskenne, zeigt meine Masterarbeit aus dem Jahr 2017, die sich unter anderem mit diesem Thema besch\u00e4ftigt. F\u00fcr Interessierte ist meine Arbeit aus dem Jahr 2017 unter folgendem Link der Deutschen Hochschule der Polizei abrufbar:<a href=\"http:\/\/93.240.132.23\/onlinedokumente\/masterarbeiten\/2017\/Marquardt_Andreas.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> http:\/\/93.240.132.23\/onlinedokumente\/masterarbeiten\/2017\/Marquardt_Andreas.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die Inhalte meines Internetauftritts habe ich selbst verfasst, bei meinen Social-Media-Kan\u00e4len auf Instagram und Facebook werde ich durch meinen Wahlkampfmanager unterst\u00fctzt. Meine Social-Media-Kan\u00e4le werden dennoch von mir gef\u00fchrt. Alle meine Posts und Kommentare werden von mir verfasst und tragen daher meine Handschrift.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mouadh Ouerghui<\/strong>: Mein Kenntnisstand zum Sozialen Netzwerk, reicht mir vollkommen, um st\u00e4ndig in Kontakt mit Vereinen, Gruppen, Freunden, und Institutionen, sowie Beitr\u00e4ge zu erstellen und weiterzuleiten. Eine moderne Zukunft in Ratzeburg zu gestalten ist einen langj\u00e4hrigen Prozess und braucht viel Kraft und Investitionen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die digitale Transformation in \u00c4mtern und Beh\u00f6rden bietet Ratzeburg neue M\u00f6glichkeiten. Verwaltungsangelegenheiten werden durch die Modernisierung flexibel, einfacher und transparenter, aber f\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger ab 65 Jahren in Ratzeburg und sie sind nicht wenig: 26,8 % laut 2020 Statistik, m\u00fcssen wir nicht bittesch\u00f6n die zwingend ihren Anliegen und W\u00fcnsche digital zu stellen. Man muss sie respektieren und am besten mit einem direkten Kontakt deren Anliegen bearbeiten. Homepage (<a href=\"http:\/\/www.ouerghui.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.ouerghui.de<\/a>), Facebook, Twitter und Instagram, sind meine Internet Auftritte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Reimar von Wachholtz<\/strong>: Ich besitze privat verschiedene Accounts sozialer Medien, die ich zum Teil auch im Rahmen meiner Kandidatur nutze. Alle meine Accounts f\u00fchre und bezahle ich selbst ohne Unterst\u00fctzung Dritter. Naja, von technischen Hinweisen meiner erwachsenen T\u00f6chter mal abgesehen. Aber nur so kann ich als unabh\u00e4ngiger Kandidat antreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlussfrage: <em>Haben sie einen Sponsor\/Partei der ihren Wahlkampf ob finanziell oder in anderer Form unterst\u00fctzt?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Volker Barczynski<\/strong>: Nein, ich zahle alles selbst.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eckhard Graf<\/strong>: Alle Kosten f\u00fcr Flyer, Plakate, Transparente, Fotos, Videos, Internetauftritt, Zeitungswerbung, Fahrtkosten inklusive der leider angefallenen Verwarnungsgelder an die Stadt Ratzeburg f\u00fcr die \u00dcberschreitung der Parkzeit trage ich \u2013ohne Unterst\u00fctzung von Dritten- selbst.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Andreas Marquardt<\/strong>: Transparenz im Wahlkampf f\u00e4ngt mit der Frage der Finanzierung und sonstigen Unterst\u00fctzung an. Neben meinen eigenen Beteiligungen an der Wahlkampffinanzierung, erhalte ich unter anderem von Privatpersonen, die von meiner Kandidatur \u00fcberzeugt sind, Geldspenden. Auf diesem Wege m\u00f6chte ich mich hierf\u00fcr auch noch einmal \u00f6ffentlich bei meinen Spender:innen bedanken. Au\u00dferdem ist bekannt, dass ich als einziger Kandidat die Unterst\u00fctzung einer Partei erhalte, die in der Ratzeburger Stadtpolitik seit Jahrzehnten fest verankert ist und die Stadt deshalb bestens kennt. Als Mitglied und Kandidat der Gr\u00fcnen ist es f\u00fcr mich eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, meine Werte und Einstellungen offen zu zeigen. Bei der Themensetzung achte ich hierbei auf die Spielr\u00e4ume, die ein hauptamtlicher B\u00fcrgermeister besitzt. Der Gr\u00fcne Ortsverband Ratzeburg\/Herzogtum-Lauenburg Nord, der f\u00fcr die Stadt Ratzeburg sowie die Gemeinden der \u00c4mter Lauenburgische Seen und Berkenthin zust\u00e4ndig ist, sowie der Gr\u00fcne Kreisverband Herzogtum-Lauenburg unterst\u00fctzen mich im Wahlkampf nicht nur finanziell. Ich habe ein hochmotiviertes Team hinter mir, welches mir stets mit Rat und Tat zur Seite steht. Sollte ich B\u00fcrgermeister der Stadt Ratzeburg werden, ist es f\u00fcr mich jedoch eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit dieses Amt unabh\u00e4ngig von parteipolitischer Einflussnahme auszu\u00fcben. Dies ist auch im Interesse der Stadtfraktion, sowie des Gr\u00fcnen Orts- und Kreisverbandes.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mouadh Ouerghui<\/strong>: Kein Sponsor\/ Partei, keine fremde Hilfe, keine Institution die mich unterst\u00fctzt. Alles aus eigener Kraft und eigenen Geld. Bleiben Sie Gesund, Gott segne Sie alle.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Reimar von Wachholtz<\/strong>: Nein, ich habe keinen Sponsor oder eine Partei im Hintergrund, die meinen Wahlkampf finanziert. Auch wenn durch meine eigene Auswahl an vollst\u00e4ndig recyclingf\u00e4higen Wahlplakaten der Auftritt vielleicht nach Sturm und Regen nicht mehr ganz so schick sein sollte, die Nachhaltigkeit hatte bei mir Vorrang.<\/p>\n\n\n\n<p>Herzogtum direkt dankt allen Kandidaten f\u00fcr die Antworten, die mal knapp, mal ausf\u00fchrlicher sind. Die Wahllokale in Ratzeburg sind am Sonntag, 20. Februar von 8 bis 18 Uhr ge\u00f6ffnet. Alle W\u00e4hlenden haben eine Stimme f\u00fcr die Wahl eines B\u00fcrgermeisters. Herzogtum direkt wird \u00fcber die ersten Hochrechnungen und Ergebnisse fortlaufend berichten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ratzeburg (tbi). Rund 100 Minuten stellten sich die f\u00fcnf Kandidaten im Burgtheater den Fragen von Herzogtum direkt und aus dem Publikum. Herzogtum direkt berichtete buergermeisterwahl-in-ratzeburg-viele-frage-viele-antworten-bei-der-2-kandidatenrunde. 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