{"id":37206,"date":"2022-02-11T11:24:37","date_gmt":"2022-02-11T09:24:37","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=37206"},"modified":"2022-02-11T11:24:38","modified_gmt":"2022-02-11T09:24:38","slug":"tipps-gegen-den-winterblues","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2022\/02\/11\/tipps-gegen-den-winterblues\/","title":{"rendered":"Tipps gegen den Winterblues"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg&nbsp;(pm).<\/strong> Im Februar sind die Tage oftmals kurz und grau. Viele Menschen aus dem Herzogtum Lauenburg fallen dann in ein Stimmungsloch &#8211; auch \u201aWinterblues\u2018 genannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor allem Besch\u00e4ftigte sehen im Winter kaum die Sonne. Ganz gleich, ob am Arbeitsplatz oder derzeit Corona-bedingt im Homeoffice: Sie haben meist wenig nat\u00fcrliches Licht und bei der \u00fcberwiegend sitzenden T\u00e4tigkeit wenig Bewegung. Dieser Licht- und Bewegungsmangel macht K\u00f6rper und Seele zu schaffen, manche Menschen leiden sogar unter einer saisonal auftretenden St\u00f6rung des Gef\u00fchlslebens (SAD), auch Winterdepression&nbsp;genannt. \u201eWir brauchen Licht und Bewegung, um uns wohlzuf\u00fchlen. Sonnenlicht hat einen wichtigen Einfluss auf viele biochemische Prozesse in unserem K\u00f6rper: Es regelt den Schlaf-Wach-Rhythmus, beeinflusst unsere Hormonproduktion, den Hunger und die Leistungsf\u00e4higkeit. Bewegung regt unseren Stoffwechsel an&#8220;, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.<\/p>\n\n\n\n<p>Je nach Jahreszeit variiert die Lichtintensit\u00e4t deutlich: So kommt ein tr\u00fcber Wintertag im Freien auf eine Beleuchtungsst\u00e4rke von rund 3.500 Lux, ein Sommertag bringt es dagegen auf bis zu 100.000 Lux. Zum Vergleich: K\u00fcnstliche Beleuchtung im Zimmer oder am Arbeitsplatz schafft gerade mal eine Beleuchtungsst\u00e4rke von maximal 500 Lux. Bei wenig Licht sch\u00fcttet der K\u00f6rper verst\u00e4rkt das schl\u00e4frig machende Hormon Melatonin aus, gleichzeitig wird weniger des sogenannten Gl\u00fcckshormon Serotonin produziert. \u201eWer im Winter nur selten nach drau\u00dfen geht, produziert zu viel Melatonin und f\u00fchlt sich dann auch tags\u00fcber schlapp. Wer aber jeden Tag mindestens eine halbe Stunde einen Spaziergang im Hellen macht, zum Beispiel in der Mittagspause, sch\u00fcttet weniger Melatonin aus und regt durch die Bewegung au\u00dferdem die Produktion von Serotonin an&#8220;, so Wunsch.<\/p>\n\n\n\n<p>Sonnenlicht ist auch entscheidend f\u00fcr die Produktion von Vitaminen wie dem Vitamin D, das die Knochen st\u00e4rkt und wichtig f\u00fcr das Immunsystem ist. Daher ist Bewegung im Freien die beste M\u00f6glichkeit, den Vitamin D-Haushalt stabil zu halten. Einen kleinen Teil des Vitamin-D-Bedarfs kann man auch \u00fcber die Nahrung decken, zum Beispiel aus fettreichen Fischen wie Lachs oder Hering. Damit tags\u00fcber weniger M\u00fcdigkeit aufkommt, sollten Wohn- und Arbeitsr\u00e4ume hell beleuchtet werden. Gro\u00dfe Tageslichtleuchten verdr\u00e4ngen die Dunkelheit. Abends ist eine warme Beleuchtung besser, damit sich der K\u00f6rper auf die Nachtruhe vorbereiten kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig ist au\u00dferdem eine klare Tagesstruktur: Sie hilft dabei, aktiv zu bleiben und nicht in Antriebslosigkeit und Tr\u00fcbsal zu versinken. Dazu geh\u00f6ren feste Schlaf-Wach-Zeiten, m\u00f6glichst viel Bewegung im Freien und kleine Wohlf\u00fchlrituale wie die Tasse Tee am Nachmittag. Durch Bewegung im Freien steigt \u00fcbrigens auch unser Serotoninspiegel und der extreme Appetit auf etwas S\u00fc\u00dfes l\u00e4sst nach.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/BU-2-Winterblues.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-37208\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/BU-2-Winterblues.jpg 1000w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/BU-2-Winterblues-300x200.jpg 300w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/BU-2-Winterblues-768x512.jpg 768w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/BU-2-Winterblues-750x500.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Weniger Tageslicht kann in der dunklen Jahreszeit f\u00fcr eine deprimierte Stimmung, den sogenannten Winterblues, verantwortlich sein. Foto: AOK\/hfr.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Es gibt jedoch nicht nur die leichten saisonalen Verstimmungen, den sogenannten Winterblues. Tritt \u00fcber mehrere Jahre hinweg im Herbst und Winter immer wieder eine anhaltend depressive Stimmungslage mit Antriebslosigkeit und Tagesm\u00fcdigkeit auf, kann es sich um eine Herbst-Winter-Depression (SAD) handeln. Wunschr\u00e4t Betroffenen, dass sie sich bei diesen Anzeichen an den Hausarzt oder an eine psychotherapeutische Sprechstunde wenden sollten. Ein Experte kann am besten erkennen, was hinter dem Stimmungstief steckt. Ursache f\u00fcr SAD ist vermutlich eine geringere Lichtempfindlichkeit der Sehzellen, was vor allem problematisch wird, wenn nat\u00fcrliches Tageslicht im Winter fehlt. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Behandlung mit Licht Besserung bringen kann. Daf\u00fcr gibt es spezielle Lampen, die mindestens 2.500 bis 10.000 Lux starkes Licht erzeugen. Am besten wirkt diese \u201eLichtdusche\u201c morgens, deshalb wird empfohlen, sie zwischen sieben und zehn Uhr durchzuf\u00fchren. Die Kosten f\u00fcr diese Lampen d\u00fcrfen die gesetzlichen Krankenkassen jedoch nicht \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen hierzu im AOK-Magazin unter\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.aok.de\/pk\/magazin\/\" target=\"_blank\">www.aok.de\/pk\/magazin\/<\/a>\u00a0Stichwort \u201aWinterdepression\u2018. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg&nbsp;(pm). Im Februar sind die Tage oftmals kurz und grau. Viele Menschen aus dem Herzogtum Lauenburg fallen dann in ein Stimmungsloch &#8211; auch \u201aWinterblues\u2018 genannt. Vor allem Besch\u00e4ftigte sehen im Winter kaum die Sonne. 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