{"id":36845,"date":"2022-02-01T11:31:26","date_gmt":"2022-02-01T09:31:26","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=36845"},"modified":"2022-02-02T12:38:11","modified_gmt":"2022-02-02T10:38:11","slug":"afrikanische-schweinepest-im-herzogtum-lauenburg-allgemeinverfuegung-erlassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2022\/02\/01\/afrikanische-schweinepest-im-herzogtum-lauenburg-allgemeinverfuegung-erlassen\/","title":{"rendered":"Afrikanische Schweinepest &#8211; im Herzogtum Lauenburg Allgemeinverf\u00fcgung  erlassen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Aufgrund der amtlichen Feststellung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen im benachbarten Landkreis Ludwigslust-Parchim sind Jagdaus\u00fcbungsberechtigte im Kreis Herzogtum Lauenburg seit dem 1. Februar 2022 verpflichtet erlegte und verendete Tiere auf ASP untersuchen zu lassen. Jagdaus\u00fcbungsberechtigte werden hier\u00fcber per Rundschreiben gesondert informiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Im gesamten Gebiet des Herzogtum Lauenburg haben Jagdaus\u00fcbungsberechtigte unverz\u00fcglich nach n\u00e4herer Anweisung des Fachdienstes Veterin\u00e4rwesen und Lebensmittel\u00fcberwachung des Kreises Herzogtum Lauenburg, Schmilauer Str. 66 in M\u00f6lln jedes im Kreis Herzogtum Lauenburg erlegte Wildschwein mit einer amtlich ausgegebenen Wildmarke zu kennzeichnen; von jedem erlegten Wildschwein eine Blutprobe zur Untersuchung auf Afrikanische Schweinepest zu entnehmen; das Probenr\u00f6hrchen mit der vergebenen Wildmarkennummer zu beschriften und einen<br>Probenbegleitschein vollst\u00e4ndig auszuf\u00fcllen; die entnommene Probe auslaufsicher zu verpacken und mit dem eindeutig zuzuordnenden Probenbegleitschein direkt beim Fachdienst Veterin\u00e4rwesen und Lebensmittel\u00fcberwachung des Kreises Herzogtum Lauenburg abzugeben oder diesem \u00fcber eine der bei den amtlichen Tier\u00e4rzt(inn)en vorhandenen Annahmestellen f\u00fcr Trichinenproben zuzuleiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine anzeigepflichtige, virusbedingte Tierseuche, die bei Haus- und Wildschweinen durch einen fieberhaften, zumeist t\u00f6dlichen Verlauf gekennzeichnet ist. Das ausl\u00f6sende Virus ist gegen Umwelteinfl\u00fcsse sehr stabil und im infizierten Gewebe und in<br>erregerhaltigen Ausscheidungen erkrankter Tiere sehr lange infektionsf\u00e4hig. Neben der \u00dcbertragung von Tier zu Tier sind bei der Weiterverbreitung Verschleppungen durch erregerhaltiges Fleisch und kontaminierte Gegenst\u00e4nde von besonderer Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Feststellung des Ausbruchsherdes der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen im Landkreis Ludwigslust-Parchim ist die Tierseuche bis auf eine Distanz von 72 km an die \u00f6stliche Grenze des Kreises Herzogtum Lauenburg heranger\u00fcckt. Au\u00dferdem bestehen vielf\u00e4ltige jagdliche Beziehungen in den benachbarten Landkreis Ludwigslust-Parchim, und \u00fcber die Bundesautobahn A 24, die durch die eingerichteten ASP-Sperrzonen f\u00fchrt, erfolgt ein hohes Verkehrsaufkommen in und durch das Gebiet des Kreises Herzogtum Lauenburg. Im Rahmen der bisher durchgef\u00fchrten Monitoring-Untersuchungen auf Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen im Kreis Herzogtum Lauenburg wurden in den ersten drei Quartalen des Jahres 2021 zwar 484 Blutproben von erlegten Wildschweinen und 33 Proben von verendeten beziehungsweise verunfallten Wildschweinen zur Untersuchung an das Landeslabor Schleswig-Holstein geschickt, dem stehen jedoch f\u00fcr den gleichen Zeitraum jagdrechtliche Streckenmeldungen von 2102 erlegten Wildschweinen und 123 verendeten und verunfallten Wildschweinen gegen\u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur verl\u00e4sslichen Fr\u00fcherkennung eines Eintrags der Afrikanischen Schweinepest in den hiesigen Wildschweinebestand sind die bisherigen  Probenzahlen daher nicht ausreichend, zumal das jagdrevierbezogene Probenaufkommen sehr ungleich ist und aus Revieren, die bekannterma\u00dfen<br>einen hohen Wildschweinbesatz aufweisen bzw. f\u00fcr die aufgrund ihrer geografischen Lage in unmittelbarer N\u00e4he zu bedeutenden Verkehrsachsen von einem erh\u00f6hten Risiko eines Eintrags der Afrikanischen Schweinepest auszugehen ist, nur wenige oder gar keine Proben eingegangen sind.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/piglet-g1c3bb27e9_1280-Foto-RoyBuri-by-Pixabay.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-36847\" width=\"1000\" height=\"666\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/piglet-g1c3bb27e9_1280-Foto-RoyBuri-by-Pixabay.jpg 1000w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/piglet-g1c3bb27e9_1280-Foto-RoyBuri-by-Pixabay-300x200.jpg 300w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/piglet-g1c3bb27e9_1280-Foto-RoyBuri-by-Pixabay-768x511.jpg 768w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/piglet-g1c3bb27e9_1280-Foto-RoyBuri-by-Pixabay-750x500.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Hausschweine. Foto: RoyBuri by Pixabay, hfr<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>In Anbetracht der gro\u00dfen wirtschaftlichen Bedeutung eines ASP-Eintrags in den heimischen Wildschweinebestand durch Vermarktungs- und Handelsbeschr\u00e4nkungen sowie des Risikos einer Einschleppung des Seuchenerregers aus unerkannten Infektionsherden in Hausschweinebest\u00e4nde sind die angeordneten Ma\u00dfnahmen und die daraus f\u00fcr die Jagdaus\u00fcbungsberechtigten entstehenden Beschwernisse verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig. Mildere Mittel mit gleicher Aussagekraft zur Fr\u00fcherkennung eines ASP-Eintrags in den Wildschweinebestand sind nicht ersichtlich.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Aufgrund der Schwere des Erkrankungsbildes und der raschen und vielf\u00e4ltigen Ausbreitungsm\u00f6glichkeiten kommt der Fr\u00fcherkennung eines ASP-Eintrags in den Wildschweinebestand im Kreis Herzogtum Lauenburg eine herausragende tiergesundheitsrechtliche Bedeutung zu. Dar\u00fcber hinaus sind die massiven wirtschaftlichen Sch\u00e4den in Erw\u00e4gung zu ziehen, die im Falle eines nicht zeitnah erkannten Seuchenherdes durch verz\u00f6gert eingeleitete Bek\u00e4mpfungsma\u00dfnahmen und langwierige Vermarktungs- und Handelsbeschr\u00e4nkungen entstehen. Vor diesem Hintergrund haben die Interessen einzelner Personen oder Personengruppen an der aufschiebenden Wirkung eines Widerspruchs gegen\u00fcber dem \u00f6ffentlichen Interesse an dem sofortigen Wirksamwerden der getroffenen Anordnungen zur\u00fcckzustehen&#8220;, lautet es weiter in der Allgemeinverf\u00fcgung und weiter &#8222;F\u00fcr Aufwendungen, die privaten und kommunalen Jagdaus\u00fcbungsberechtigten im Zusammenhang mit der angeordneten Probenahme bei gefallenen und verunfallten Schwarzwildst\u00fccken zur ASP-Fr\u00fcherkennung entstehen, kann auf der Grundlage der Richtlinie f\u00fcr die Entsch\u00e4digung von Aufwendungen im Zusammenhang mit der Fallwildsuche von Schwarzwild in Schleswig-Holstein eine Aufwandsentsch\u00e4digung beantragt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die komplette Allgemeinverf\u00fcgung zur Afrikanischen Schweinepest im Herzogtum Lauenburg findet sich unter &nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.kreis-rz.de\/bekanntmachungen\" target=\"_blank\">www.kreis-rz.de\/bekanntmachungen<\/a>. Dieser Bekanntmachung ist auch der  &#8222;Probenbegleitschein &#8211; Amtliches Schwarzwild-Monitoring Afrikanische und Klassische Schweinepest sowie Aujeszkysche Krankheit&#8220; angef\u00fcgt.<\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Aufgrund der amtlichen Feststellung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen im benachbarten Landkreis Ludwigslust-Parchim sind Jagdaus\u00fcbungsberechtigte im Kreis Herzogtum Lauenburg seit dem 1. Februar 2022 verpflichtet erlegte und verendete Tiere auf ASP untersuchen zu lassen. Jagdaus\u00fcbungsberechtigte werden hier\u00fcber per Rundschreiben gesondert informiert. 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