{"id":33987,"date":"2021-10-31T09:41:22","date_gmt":"2021-10-31T07:41:22","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=33987"},"modified":"2021-11-01T18:22:39","modified_gmt":"2021-11-01T16:22:39","slug":"homeoffice-im-herzogtum-klare-regeln-fuer-heimarbeit-gefordert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2021\/10\/31\/homeoffice-im-herzogtum-klare-regeln-fuer-heimarbeit-gefordert\/","title":{"rendered":"Homeoffice im Herzogtum &#8211; Klare Regeln f\u00fcr Heimarbeit gefordert"},"content":{"rendered":"<strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Sch\u00f6ne neue Arbeitswelt oder Rund-um-die-Uhr-Einsatz f\u00fcr den Chef? Das Homeoffice ist seit Beginn der Corona-Pandemie zum Alltag f\u00fcr viele Besch\u00e4ftigte im Herzogtum geworden. Doch die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten (NGG) vermisst klare Regeln f\u00fcr die Heimarbeit und fordert die n\u00e4chste Bundesregierung zu Nachbesserungen auf. \u201eDas Arbeiten von zuhause aus macht manches einfacher und sollte auch nach Corona m\u00f6glich sein. Allerdings m\u00fcssen wichtige Punkte f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten gekl\u00e4rt werden &#8211; vom Aufzeichnen der Arbeitszeit \u00fcber die Bezahlung der B\u00fcroausstattung bis hin zur Mitsprache von Gewerkschaften und Betriebsr\u00e4ten&#8220;, sagt Anne Widder, Gewerkschaftssekret\u00e4rin der NGG-Region Hamburg-Elmshorn.\r\n\r\nHomeoffice und mobiles Arbeiten seien dabei l\u00e4ngst nicht nur ein Thema f\u00fcr B\u00fcrojobs, sondern auch in Wirtschaftszweigen wie der Ern\u00e4hrungsindustrie relevant. Die Branche besch\u00e4ftigt im Kreis Herzogtum Lauenburg laut Arbeitsagentur rund 1.500 Menschen. \u201eHier geht es vor allem um Stellen in der Verwaltung, Buchhaltung und Logistik, bei denen seit dem Fr\u00fchjahr vergangenen Jahres das Homeoffice erprobt wurde. Aber auch im Au\u00dfendienst und in Teilen der Produktion hat sich die Heimarbeit mittlerweile etabliert&#8220;, so Widder.\r\n\r\n<!-- \/wp:post-content -->\r\n\r\nEntscheidend sei allerdings, dass das Homeoffice f\u00fcr Besch\u00e4ftigte\u00a0 freiwillig bleibe. Ihnen d\u00fcrften keine Nachteile entstehen, wenn sie nicht zuhause arbeiten k\u00f6nnten &#8211; oder zur\u00fcck in den Betrieb wollten. \u201eUnd es kommt darauf an, dass die Arbeitszeiten auch am heimischen Schreibtisch dokumentiert werden. Homeoffice braucht Grenzen und darf nicht dazu f\u00fchren, dass Besch\u00e4ftigte rund um die Uhr f\u00fcr den Chef erreichbar\u00a0sind.\u00a0Privates\u00a0und\u00a0Berufliches\u00a0m\u00fcssen\u00a0getrennt\u00a0bleiben betont\u00a0Widder.\r\n\r\n<!-- \/wp:paragraph -->\r\n\r\n<!-- wp:paragraph -->\r\n\r\nDie Gewerkschaft NGG sieht nun insbesondere die n\u00e4chste Bundesregierung in der Pflicht: \u201eEs geht darum, auch \u00fcber die Pandemie hinaus faire Regeln im Sinne der Besch\u00e4ftigten zu finden.&#8220; Ein entscheidender Punkt dabei: \u201eBetriebsr\u00e4te und Gewerkschaft sollten beim Homeoffice st\u00e4rker mitreden &#8211; etwa bei der technischen Ausstattung des heimischen B\u00fcros oder bei der Online-Wahl von Arbeitnehmervertretern&#8220;, so Widder.\r\n\r\n<!-- \/wp:paragraph -->\r\n\r\n<!-- wp:paragraph -->\r\n\r\nAu\u00dferdem k\u00f6nne es nicht sein, dass Besch\u00e4ftigte auf den Kosten f\u00fcr das dienstlich genutzte Telefon sitzen blieben oder bei einem fehlenden Arbeitszimmer den K\u00fcchentisch als Schreibtisch nutzen m\u00fcssten. \u201eDie Unternehmen sparen hier teilweise enorme Summen ein, w\u00e4hrend Heimarbeitende mit ihren Problemen oft allein gelassen werden&#8220;, kritisiert Widder. Die von der letzten Bundesregierung geschaffene steuerliche Absetzbarkeit beim Homeoffice sei mit 600 Euro pro Jahr deutlich zu niedrig. Unterm Strich bringe das einem Gro\u00dfteil der\r\nBesch\u00e4ftigten\u00a0keine\u00a0sp\u00fcrbare\u00a0Entlastung.\r\n\r\n<!-- \/wp:paragraph -->\r\n\r\n<!-- wp:paragraph -->\r\n\r\nEine repr\u00e4sentative Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) aus dem vergangenen Jahr unterstreicht, dass beim Zuhause-Arbeiten noch etliches im Argen liegt. So gaben 29 Prozent der Befragten im Homeoffice an, h\u00e4ufig au\u00dferhalb ihrer Arbeitszeit unbezahlt f\u00fcr die Firma zu arbeiten. Unter allen Besch\u00e4ftigten waren es nur 13 Prozent. Fast jeder zweite Heimarbeiter berichtete, auch in der arbeitsfreien Zeit nicht richtig &#8218;abschalten&#8216; zu k\u00f6nnen. Gleichzeitig erkl\u00e4rten 85 Prozent der Homeoffice-Befragten, ihre Arbeitszeit selbstst\u00e4ndig planen zu k\u00f6nnen &#8211; bei Besch\u00e4ftigten mit einem festen Arbeitsplatz waren es nur 65 Prozent. Unter den Menschen, die nicht im Homeoffice arbeiten wollen, gaben 73 Prozent fehlende Arbeitsmittel als Hemmnis an. Fast zwei Drittel bef\u00fcrchten eine Vermischung von Arbeits- und Privatleben.\r\n\r\nWeitere\u00a0Infos\u00a0unter:\u00a0<a href=\"https:\/\/index-gute-arbeit.dgb.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/index-gute-arbeit.dgb.de\/<\/a>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Sch\u00f6ne neue Arbeitswelt oder Rund-um-die-Uhr-Einsatz f\u00fcr den Chef? Das Homeoffice ist seit Beginn der Corona-Pandemie zum Alltag f\u00fcr viele Besch\u00e4ftigte im Herzogtum geworden. 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