{"id":33317,"date":"2021-10-10T13:42:00","date_gmt":"2021-10-10T11:42:00","guid":{"rendered":"https:\/\/2021.herzogtum-direkt.de\/?p=33317"},"modified":"2021-10-17T13:48:48","modified_gmt":"2021-10-17T11:48:48","slug":"mehr-nachhaltigkeit-auf-den-friedhoefen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2021\/10\/10\/mehr-nachhaltigkeit-auf-den-friedhoefen\/","title":{"rendered":"Mehr Nachhaltigkeit auf den Friedh\u00f6fen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2021\/10\/10\/mehr-nachhaltigkeit-auf-den-friedhoefen\/?print=print\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Print Content\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Nachhaltigkeit ist ein elementares Thema, wenn es um die Friedh\u00f6fe geht. \u201eWir achten in allen Bereichen \u2013 von der Grabgestaltung bis zur Bestattung selbst \u2013 auf einen aktiven Umweltschutz\u201c, sagt Bernd K. Jacob, der Friedhofsbeauftragte des Kirchenkreises L\u00fcbeck-Lauenburg. Eine der vielen musterg\u00fcltigen Gemeinden ist St. Andreas in Kuddew\u00f6rde. Dort ist vor kurzem sogar ein Bienenvolk auf dem Friedhof angesiedelt worden. Imkerin Dorothea Tilge und Friedhofswartin D\u00f6rte Rausch sind ein eingespieltes Team. Wenn es um die Grabfl\u00e4chen rund um die Gemeindekirche St. Andreas geht, dann haben sie unz\u00e4hlig viele Ideen, \u201ewie unsere kleine Oase f\u00fcr Mensch und Tier\u201c noch sch\u00f6ner, noch umweltfreundlicher werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Friedhof, idyllisch am Rande eines Naturschutzgebietes gelegen, ist mitnichten nur ein Ort der Trauer. \u201eEs kommen auch viele Menschen her, um die Natur, die Stimmung, die Ruhe und den Ausblick zu genie\u00dfen\u201c, sagt D\u00f6rte Rausch. Doch nicht nur bei den Kuddew\u00f6rdern ist der Ort beliebt: \u201eAls Kirchengemeinde haben wir in den vergangenen Jahren viel in den Umweltschutz investiert \u2013 das zahlt sich mehr und mehr aus\u201c, erl\u00e4utert Imkerin Dorothea Tilge, zugleich Kirchengemeinder\u00e4tin. So wurde eine Streuobstwiese angelegt, bienenfreundliche Setzlinge und Schmetterlingsstr\u00e4ucher gepflanzt. \u201eWir leisten \u00fcberdies viel Aufkl\u00e4rungsarbeit, wenn es um die Bepflanzung der Grabst\u00e4tten geht\u201c, sagt Friedhofswartin D\u00f6rte Rausch. Tats\u00e4chlich ist nicht alles, was bl\u00fcht, auch automatisch gut f\u00fcr Bienen und andere Insekten. So manche klassische Grab- oder Gartenpflanze m\u00f6gen diese n\u00e4mlich gar nicht: \u201eDas beginnt bei Tulpen und Zuchtrosen, erstreckt sich \u00fcber Forsythien und Lebensb\u00e4ume und endet bei Stiefm\u00fctterchen und Geranien\u201c, z\u00e4hlt Dorothea Tilge auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bewahrung der Sch\u00f6pfung ist den beiden wichtig \u2013 und tr\u00e4gt in Kuddew\u00f6rde sichtbar Fr\u00fcchte. Ein Blick auf viele Gr\u00e4ber und den Friedhof, wo Sonnenblumen, ungef\u00fcllte Rosen und Astern, Malven oder Beerenstr\u00e4ucher wachsen, beweist dies eindrucksvoll.Seit einigen Wochen beheimatet der Friedhof im Billetal sogar ein eigenes Bienenvolk. Mitten auf dem Friedhof hat die Imkerin einen kleinen Schaukasten aufgestellt, bei dem die Besucher des Friedhofs den Insekten durch eine Glasscheibe bei der Arbeit zuschauen k\u00f6nnen. \u201eIn den n\u00e4chsten Wochen muss ich das Bienenvolk zwar erstmal ins Winterquartier bringen, im Fr\u00fchjahr geht es aber weiter\u201c, k\u00fcndigt Dorothea Tilge an. Sie und Friedhofswartin D\u00f6rte Rausch haben bereits jetzt Ideen f\u00fcr weitere Aktionen \u2013 planen einen Thementag im Fr\u00fchling und Projekte mit Kindern.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Beispiel von vielen, auf das Bernd K. Jacob als Friedhofsbeauftragter des Kirchenkreises stolz ist. \u201eEs gibt eine Reihe weiterer Friedh\u00f6fe, die ungenutzte Fl\u00e4chen mit eigenen Saatmischungen bunt erbl\u00fchen lassen\u201c, sagt er. In den Kirchengemeinden gebe es ein hohes Bewusstsein, wie elementar die Erinnerungsg\u00e4rten f\u00fcr die Pflanzen- und Tierwelt mitten in Orten und St\u00e4dten sind. \u201eEs werden Totholzhecken als Zufluchtsort und Brutraum f\u00fcr kleine Nager und V\u00f6gel angelegt. In neuen Grabanlagen achten die G\u00e4rtner:innen auf eine bl\u00fchende Vielfalt \u2013 Sommerstauden als Nahrung f\u00fcr Insekten, abwechslungsreiche Licht- und Schattenbereiche, Wasserstellen f\u00fcr V\u00f6gel, Bienen und Hummeln\u201c, f\u00fchrt der Friedhofsbeauftragte exemplarisch auf. Trauerfloristik mit Plastik oder anderen nicht verrottbaren Werkstoffen sind ebenso tabu wie Grabsteine, die mit Kinderarbeit produziert wurden. Natursteine, Holz, geschmiedetes oder gegossenes Metall sind vielerorts Trumpf. Jacob bringt das Bestreben vieler Kirchengemeinden auf den Punkt: \u201eDer Friedhof ist ein Garten des Lebens, in dem sich die Vielfalt von Gottes Sch\u00f6pfung und christlicher Verantwortung f\u00fcr die Umwelt zeigt.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Nachhaltigkeit ist ein elementares Thema, wenn es um die Friedh\u00f6fe geht. \u201eWir achten in allen Bereichen \u2013 von der Grabgestaltung bis zur Bestattung selbst \u2013 auf einen aktiven Umweltschutz\u201c, sagt Bernd K. Jacob, der Friedhofsbeauftragte des Kirchenkreises L\u00fcbeck-Lauenburg. Eine der vielen musterg\u00fcltigen Gemeinden ist St. Andreas in Kuddew\u00f6rde. 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