{"id":32246,"date":"2021-09-15T08:46:56","date_gmt":"2021-09-15T06:46:56","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=32246"},"modified":"2021-09-22T16:15:54","modified_gmt":"2021-09-22T14:15:54","slug":"jede-menge-kies-fuer-den-radfernweg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2021\/09\/15\/jede-menge-kies-fuer-den-radfernweg\/","title":{"rendered":"Jede Menge Kies f\u00fcr den Radfernweg"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Der Naturpark Lauenburgische Seen steht f\u00fcr zahlreiche und gut gepflegte Wege, auf denen es sich naturvertr\u00e4glich fortbewegen und die abwechslungsreiche Natur genie\u00dfen l\u00e4sst. Ein besonderes Highlight ist der Radfernweg \u201eAlte Salzstra\u00dfe&#8220; am Elbe-L\u00fcbeck-Kanal, der im Kreis Herzogtum Lauenburg zwischen Lauenburg und Krummesse liegt. Dieser wurde in den vergangenen zehn Wochen auf insgesamt 48 Kilometer einer kompletten Grundsanierung unterzogen. Dabei wurden beachtliche 14.540 Tonnen Wegekies verbaut und rund 500.000 Euro investiert. Die Kosten tragen der Kreis Herzogtum Lauenburg und die Gemeinde B\u00fcchen f\u00fcr einen zuf\u00fchrenden Stichkanal.<\/p>\n<p>Seit dem Neubau 2004 sind an dem wassergebundenen Weg j\u00e4hrlich Unterhaltungsma\u00dfnahmen mit Kosten in H\u00f6he von 25.000 bis 30.000 Euro pro Jahr durchgef\u00fchrt worden. Urspr\u00fcnglich ist der Weg als Betriebsweg des Wasser- und Schifffahrtsamtes angelegt worden und muss deswegen f\u00fcr Fahrzeuge befahrbar sein. \u201eDa sich der Weg als Fernrad- und Spazierweg hervorragend anbietet, hat der Kreis seinerzeit eine Kooperation mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt \u00fcber die \u00f6ffentliche Nutzbarkeit des Weges f\u00fcr den Rad- und Fu\u00dfg\u00e4ngerverkehr getroffen&#8220;, betont Landrat Dr. Mager und wirbt dabei f\u00fcr gegenseitiges Verst\u00e4ndnis und Entgegenkommen. Das Reiten, wie es im Bereich zwischen B\u00fcchen und G\u00fcster in den letzten Wochen vermehrt beobachtet wurde, ist hingegen nicht gestattet, da es die Oberfl\u00e4che des Weges zu stark beansprucht und zu einem deutlich schnelleren Verschlei\u00df, gerade bei feuchten Bedingungen, f\u00fchrt. Dies gilt auch f\u00fcr die private Benutzung mit Kraftfahrzeugen aller Art.<\/p>\n<p>Die Anspr\u00fcche an die Sanierung eines Weges dieser Art sind vielf\u00e4ltig. Die Tragschicht besteht aus einem speziell angefertigten Mineralgemisch, welches sich erst nach mehreren abwechselnden Regen- und Trockentagen richtig absetzen kann. Bei dem verwendeten Material handelt es sich um eine bindige Kiestragschicht. Dieses Material wurde bereits beim Ausbau des Kanalradweges 2004 verwendet und kam sp\u00e4ter auch bei den \u201ekleineren&#8220; Sanierungsma\u00dfnahmen zum Einsatz. Recycling- Baustoffe scheiden aus Naturschutzgr\u00fcnden aus. Au\u00dferdem wurde wegen der Nachhaltigkeit Wert auf die Verwendung von regionalen Produkten gelegt. Auf die K\u00f6rnung, die auf den ersten Blick grob aussieht, ist man angewiesen, um die Tagf\u00e4higkeit f\u00fcr die Betriebsfahrzeuge des Wasser- und Schiffahrtsamtes sicherzustellen. Ein feineres Material w\u00e4re bei dieser Schichtst\u00e4rke nicht tragf\u00e4hig und es w\u00fcrden tiefe Spuren entstehen. Des Weiteren wurde bei der Materialwahl auf die Verwendung von Rundkorn geachtet, um das Problem platter Reifen zu minimieren.<\/p>\n<p>Das Unternehmen G\u00f6sch hatte die Ausschreibung f\u00fcr die Wegeinstandsetzung gewonnen und war mit viel Eifer und Erfindergeist &#8211; was den Einsatz der verschiedenen Maschinen betrifft &#8211; im Einsatz. Jan G\u00f6sch erl\u00e4utert: \u201eEs braucht eine gewisse Zeit, bis sich das Material optimal vermischt hat und einschl\u00e4mmen kann. Abh\u00e4ngig vom Wetter braucht es einige Wochen, bis eine geschlossene, glatte und feste Oberfl\u00e4che entstanden ist&#8220;. Am besten w\u00e4re es sicher gewesen, den Weg f\u00fcr die Dauer der Arbeiten ganz zu sperren. \u201eDies wollten wir aber m\u00f6glichst vermeiden, um die Beeintr\u00e4chtigungen gerade in den Ferienzeiten gering zu halten,&#8220; erkl\u00e4rt Dr. Christoph Mager. Nur auf dem Teil der Strecke, auf dem jeweils aktuell Bauma\u00dfnahmen stattfanden, wurden Radfahrer durch eine Beschilderung vor Ort \u00fcber eine notwendige Umleitung informiert. \u00dcber Alternativrouten konnte die \u201eWanderbaustelle&#8220; gut umfahren werden.<\/p>\n<p>Das gro\u00dfe Bauvorhaben ist nun abgeschlossen und der Weg ist in einem neuwertigen Zustand. Sobald der Einschl\u00e4mm- und Setzungsprozess beendet ist, soll im Herbst ein zus\u00e4tzlicher Walzgang erfolgen, um abschlie\u00dfend die Oberfl\u00e4che zu gl\u00e4tten. An einigen Stellen werden je nach Witterung und Frequentierung noch Nachbesserungen in deutlich kleinerem Umfang durchzuf\u00fchren sein. Dies l\u00e4sst sich bei wassergebundenen Wegen nie vermeiden und geh\u00f6rt zur regelm\u00e4\u00dfigen Wartungsroutine dazu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). 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