{"id":32125,"date":"2021-09-10T06:56:03","date_gmt":"2021-09-10T04:56:03","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=32125"},"modified":"2021-09-09T21:59:36","modified_gmt":"2021-09-09T19:59:36","slug":"die-pilzsaison-startet-wieder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2021\/09\/10\/die-pilzsaison-startet-wieder\/","title":{"rendered":"Die Pilzsaison startet wieder"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Wegen des feuchten Sp\u00e4tsommers sind die W\u00e4lder im Kreis Herzogtum Lauenburg in diesem Jahr ein besonderes Paradies f\u00fcr Pilzsammler. Allerdings ist Vorsicht geboten. Denn je mehr Pilze es gibt, desto gr\u00f6\u00dfer ist auch die Gefahr von Vergiftungen. Nach Aussagen des Giftinformationszentrums-Nord steigt die Zahl der Pilzvergiftungen insbesondere in den feuchten Herbstmonaten, die mit milden Temperaturen hergehen, sp\u00fcrbar an \u201eF\u00fcr unerfahrene Hobbysammler birgt die Pilzsuche Gefahren, da viele der leckeren Pilze giftige Doppelg\u00e4nger haben\u201c, warnt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.<\/p>\n<p>Verursacher potenziell lebensgef\u00e4hrlicher Pilzvergiftungen ist beispielsweise der Knollenbl\u00e4tterpilz, der von unerfahrenen Sammlern oft mit dem Champignon verwechselt wird. Von den t\u00f6dlich verlaufenden Pilzvergiftungen in Mitteleuropa gehen die meisten auf diesen Pilz zur\u00fcck. Innerhalb von 24 Stunden kommt es h\u00e4ufig zu heftigem Erbrechen, starken Bauchschmerzen und Durchfall. Ein Kind kann schon nach dem Verzehr von nur einem Knollenbl\u00e4tterpilz sterben. Insgesamt gibt es in Deutschland mehrere tausend Pilzarten, von denen rund 200 giftig sind. Die AOK NordWest warnt deshalb dringend davor, Pilze ohne Fachkenntnisse zu sammeln und zu verzehren. Ein gutes Bestimmungsbuch, die Anleitung durch erfahrene Sammler und auch das Internet sind gute Wissensquellen.<\/p>\n<p>\u201eWer nach dem Essen eines Pilzgerichts \u00dcbelkeit, Schmerzen, Schwindel oder Missempfindungen versp\u00fcrt, sollte sofort einen Arzt aufsuchen\u201c, so Wunsch. Bei Verdacht auf Verzehr eines Knollenbl\u00e4tterpilzes sollte der Betroffene so schnell wie m\u00f6glich in ein Krankenhaus gebracht werden. Den Pilz oder Reste davon unbedingt mitnehmen, um den \u201e\u00dcbelt\u00e4ter\u201c schnell identifizieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auch die Experten vom Giftinformationszentrum-Nord (GIZ-Nord) helfen rund um die Uhr kostenfrei unter der Rufnummer 0551-19240 weiter. Im Durchschnitt entfallen ein Prozent aller Anrufe, die wegen Vergiftungsproblemen eingehen, auf Pilzvergiftungen. Das GIZ-Nord vermittelt in solchen F\u00e4llen Kontakt zu Pilz-Sachverst\u00e4ndigen, die im Vergiftungsfall helfen, aus den Putzresten und Informationen zu Aussehen und Standort den verzehrten Pilz zu bestimmen. \u201eZur Erkennung von giftigen Pilzen sind zahlreiche Legenden im Umlauf. Ein verf\u00e4rbter Silberl\u00f6ffel im Pilzgericht weist nicht auf Giftpilze hin, ebenfalls sind Fra\u00dfspuren von Tieren oder ein Wohlgeschmack des rohen Pilzes kein Anzeichen von Essbarkeit\u201c, sagt Dr. Martin Ebbecke vom Giftinformationszentrum-Nord. \u201eDer beste Schutz vor Pilzvergiftungen sind gute Kenntnisse der einheimischen Arten.\u201c Ein altes englisches Sprichwort lautet: \u201eEs gibt alte Pilzsammler und es gibt wagemutige Pilzsammler, es gibt aber keine alten, wagemutigen Pilzsammler.\u201c Alle Informationen unter <a href=\"http:\/\/www.giz-nord.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.giz-nord.de<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Wegen des feuchten Sp\u00e4tsommers sind die W\u00e4lder im Kreis Herzogtum Lauenburg in diesem Jahr ein besonderes Paradies f\u00fcr Pilzsammler. Allerdings ist Vorsicht geboten. Denn je mehr Pilze es gibt, desto gr\u00f6\u00dfer ist auch die Gefahr von Vergiftungen. 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