{"id":31850,"date":"2021-08-29T06:33:16","date_gmt":"2021-08-29T04:33:16","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=31850"},"modified":"2021-08-28T12:35:28","modified_gmt":"2021-08-28T10:35:28","slug":"forschungsreaktor-geesthacht-ueberflutung-von-kellerraeumen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2021\/08\/29\/forschungsreaktor-geesthacht-ueberflutung-von-kellerraeumen\/","title":{"rendered":"Forschungsreaktor Geesthacht: \u00dcberflutung von Kellerr\u00e4umen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Geesthacht (pm).<\/strong> In der seit 2010 abgeschalteten Forschungsreaktoranlage in Geesthacht kam es in der vergangenen Woche zu einer \u00dcberflutung von mehreren Kellerr\u00e4umen. Ursache war eine gebrochene Trinkwasserleitung im Kontrollbereich, die die Anlage mit Trink- und Feuerl\u00f6schwasser versorgt.<\/p>\n<p>Im Verlauf eines Versuches zur Bestimmung der Durchflussmenge an den Feuerl\u00f6schhydranten war es zu einem Drucksto\u00df gekommen, der als urs\u00e4chlich f\u00fcr das Versagen der Rohrleitung angesehen wird. Die Betreibergesellschaft Helmholtz-Zentrum hereon GmbH beendete den Wasseraustritt durch Absperrung der Bruchstelle. Ein geringer Teil (ca. 4 \u2013 6m3) des ausgelaufenen Wassers war zun\u00e4chst unerkannt aus dem Kontrollbereich herausgedrungen und \u00fcber die Automatik der Geb\u00e4udeentw\u00e4sserung an die Kanalisation abgegeben worden. Nach Erkennung wurde die Automatik der Geb\u00e4udeentw\u00e4sserung im Rahmen von Sofortma\u00dfnahmen abgeschaltet. Das im Kontrollbereich ausgetretene Wasser wurde vorsorglich in die Lagerbeh\u00e4lter f\u00fcr radioaktives Abwasser abgepumpt. Auswirkungen auf sicherheitstechnisch wichtige Anlagenteile oder Systeme sind nicht aufgetreten.<\/p>\n<p>Die Auswertung von Messungen vor der \u00dcberflutung bez\u00fcglich Aktivit\u00e4t und Kontamination in den betroffenen R\u00e4umen ergab keine Hinweise darauf, dass potenziell radioaktive Stoffe h\u00e4tten ausgetragen werden k\u00f6nnen. Die dar\u00fcber hinaus ad hoc durchgef\u00fchrten Untersuchungen des Wassers aus den Kellerr\u00e4umen durch die Betreibergesellschaft ergaben keine nachweisbare Aktivit\u00e4t. Eine Kontrollmessung im Kl\u00e4rwerk der Stadtwerke Geesthacht f\u00fchrte zu dem gleichen Ergebnis. Eine Gef\u00e4hrdung der Bev\u00f6lkerung und der Umwelt konnte daher fr\u00fchzeitig ausgeschlossen werden. Die Reaktorsicherheitsbeh\u00f6rde hat Sachverst\u00e4ndige zur umfassenden Ursachenkl\u00e4rung hinzugezogen.<\/p>\n<p>Die Helmholtz-Zentrum hereon GmbH hat das Ereignis der Kategorie \u201eN\u201c (Normalmeldung) zugeordnet und der Reaktorsicherheitsbeh\u00f6rde fristgem\u00e4\u00df gemeldet.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><\/p>\n<p>Der Forschungsreaktor des Forschungszentrums Geesthacht wurde 2010 endg\u00fcltig abgeschaltet. Es befinden sich keine Brennelemente mehr in der Anlage. Das Verfahren zur Genehmigung von Stilllegung und Abbau l\u00e4uft. Im \u00fcberfluteten Kellerbereich befinden sich zwei Sammelbeh\u00e4lter f\u00fcr radioaktive Abw\u00e4sser aus der Forschungsreaktoranlage. Diese Beh\u00e4lter wurden durch die \u00dcberflutung des Raumes nicht besch\u00e4digt.<\/p>\n<p>Orientiert an sicherheitstechnischer Bedeutung und Eilbed\u00fcrftigkeit von Abhilfema\u00dfnahmen werden Meldepflichtige Ereignisse in Deutschland in drei Kategorien eingeteilt: Normalmeldung (N) = Meldefrist f\u00fcnf Arbeitstage, Eilmeldung (E) = Meldefrist 24 Stunden und Sofortmeldung (S).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geesthacht (pm). In der seit 2010 abgeschalteten Forschungsreaktoranlage in Geesthacht kam es in der vergangenen Woche zu einer \u00dcberflutung von mehreren Kellerr\u00e4umen. Ursache war eine gebrochene Trinkwasserleitung im Kontrollbereich, die die Anlage mit Trink- und Feuerl\u00f6schwasser versorgt. 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