{"id":30848,"date":"2021-07-02T05:32:10","date_gmt":"2021-07-02T03:32:10","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=30848"},"modified":"2021-07-02T10:35:55","modified_gmt":"2021-07-02T08:35:55","slug":"bodenuntersuchungen-auf-den-kreisdomaenen-duengeoptimierung-als-beitrag-zum-klima-und-gewaesserschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2021\/07\/02\/bodenuntersuchungen-auf-den-kreisdomaenen-duengeoptimierung-als-beitrag-zum-klima-und-gewaesserschutz\/","title":{"rendered":"Bodenuntersuchungen auf den Kreisdom\u00e4nen \u2013 D\u00fcngeoptimierung als Beitrag zum Klima- und Gew\u00e4sserschutz"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Mehr Tempo beim Klimaschutz &#8211; das ist das Ziel des k\u00fcrzlich verabschiedeten neuen Klimaschutzgesetzes. Auch der Kreis Herzogtum Lauenburg erarbeitet derzeit ein entsprechendes Klimaschutzkonzept auf kommunaler Ebene. Neben den klimawirksamen Emissionen unter anderem in den Sektoren Verkehr und Energiewirtschaft, steht hierbei auch die lokale Landwirtschaft im Fokus.<\/p>\n<p>In einer auf alle Kreisdom\u00e4nen angelegten Gew\u00e4sserschutzberatung durch das Ingenieurb\u00fcro Geries Ingenieure wurde von Dr. G\u00f6tz Reimer und Jana Siemers dazu im vergangenen Jahr die Qualit\u00e4t der Ackerb\u00f6den untersucht um die Grundlage f\u00fcr eine gew\u00e4sserschonende Landbewirtschaftung zu legen. Vor allem die Konzentration von pflanzenverf\u00fcgbarem Stickstoff im Boden sollte bei den Untersuchungen Aufschluss \u00fcber eine m\u00f6gliche Unter- oder \u00dcberd\u00fcngung geben. Dazu wurden insgesamt jeweils 30 Bodenproben vor und nach der Ernte entnommen und im Labor untersucht. Ist der Stickstoffgehalt im Fr\u00fchjahr ausk\u00f6mmlich und die Jungpflanzen gesund, kann zus\u00e4tzliche Stickstoff-D\u00fcngung eingespart werden und so die Umwelt geschont und auch die Kosten f\u00fcr die Landwirte reduziert werden.<\/p>\n<p>Bei geringem Unterschreiten der wissenschaftlich festgelegten Sollwerte, wird nur in reduziertem Ma\u00df nachged\u00fcngt. Insgesamt wurden auf den Dom\u00e4nen leicht \u00fcberdurchschnittliche Stickstoffwerte im Fr\u00fchjahr festgestellt, so dass in fast allen F\u00e4llen die D\u00fcngerzufuhr reduziert werden konnte ohne den Ertrag zu gef\u00e4hrden. Vor dem Hintergrund, die Synergien zwischen Klima- und Gew\u00e4sserschutz auf den Kreisdom\u00e4nen zuk\u00fcnftig zu st\u00e4rken, organisierte Corina M\u00fcller, Klimaschutzmanagerin des Kreises Herzogtum Lauenburg, zum Abschluss der ersten Projektphase der Gew\u00e4sserschutzberatung ein Informationstreffen auf der Dom\u00e4ne Fredeburg mit den P\u00e4chtern der Kreisdom\u00e4nen und der Firma Geries Ingenieure. Dabei informierte sie \u00fcber den zu dem Zeitpunkt schon vorliegenden Entwurf zur \u00c4nderung des Klimaschutzgesetzes und \u00fcber das im Klimaschutzkonzept vorgesehene Handlungsfeld Landwirtschaft, in welches Ma\u00dfnahmen zur Senkung von Treibhausgasemissionen im Agrarsektor einflie\u00dfen sollen.<\/p>\n<p>Dr. G\u00f6tz Reimer berichtete aus der laufenden Gew\u00e4sserschutzberatung und stellte Ergebnisse und Beratungsstrategien vor. Durch eine gew\u00e4sserschutzorientierte D\u00fcngeplanung kann der Einsatz von Minerald\u00fcnger gesenkt und dabei auch die Freisetzung von Treibhausgasen reduziert werden.<\/p>\n<p>Im Anschluss wurde offen diskutiert, welche weiteren Ma\u00dfnahmen zum Klimaschutz auf den Dom\u00e4nen umsetzbar sind. Hier standen die Themen Bodenfruchtbarkeit und Humusaufbau im Vordergrund. Auch die M\u00f6glichkeiten zum Anlegen weiterer Hecken und Knicks wurde besprochen. Studien zeigen hier, dass unter Hecken 32 % mehr Bodenkohlenstoff als unter Ackerboden gebunden wird. Ein entsprechendes F\u00f6rderprogramm f\u00fcr die Anlage von Hecken und Knicks des Kreises ist bereits in Vorbereitung und soll noch in diesem Jahr starten.<\/p>\n<p>Weiterhin wurden Punkte aus den Bereichen Zwischenfruchtanbau und mechanischer Pflanzenschutz angesprochen und wie sich die Betriebsleiter hier austauschen k\u00f6nnen, um von ihrem unterschiedlichen Erfahrungsschatz zu profitieren. Synergien sind in vielen Bereichen zu finden. Die Beteiligten waren sich einig, dass die durch die Bodenuntersuchungen gewonnenen Erkenntnisse f\u00fcr die Bewirtschaftung von Vorteil sind. Neben der finanziellen Ersparnis durch geringeren D\u00fcngerankauf werden vor allem die Effekte auf Gew\u00e4sser, Klimaschutz und Biodiversit\u00e4t auf den Kreisdom\u00e4nen positiv bewertet. Ein weiteres Treffen ist f\u00fcr den Herbst geplant. Langfristig sollen durch Folgeuntersuchungen die Ergebnisse aus dem vergangenen Jahr gesichert werden. Die n\u00e4chsten Untersuchungen sind f\u00fcr das Jahr 2022 geplant.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Mehr Tempo beim Klimaschutz &#8211; das ist das Ziel des k\u00fcrzlich verabschiedeten neuen Klimaschutzgesetzes. Auch der Kreis Herzogtum Lauenburg erarbeitet derzeit ein entsprechendes Klimaschutzkonzept auf kommunaler Ebene. 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