{"id":30271,"date":"2021-06-03T09:12:56","date_gmt":"2021-06-03T07:12:56","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=30271"},"modified":"2021-06-03T09:12:56","modified_gmt":"2021-06-03T07:12:56","slug":"bei-einigen-heimischen-gartenpflanzen-drohen-vergiftungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2021\/06\/03\/bei-einigen-heimischen-gartenpflanzen-drohen-vergiftungen\/","title":{"rendered":"Bei einigen heimischen Gartenpflanzen drohen Vergiftungen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Mit den fr\u00fchlingshaften Temperaturen hat f\u00fcr viele Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg in diesen Tagen die Gartensaison begonnen. Doch Achtung: Von au\u00dfen ist es ihnen nicht anzusehen, aber einige heimische Gartenpflanzen sind giftig und k\u00f6nnen somit lebensgef\u00e4hrlich sein \u2013 vor allem f\u00fcr Kinder und Haustiere. So verzeichnete das Giftinformationszentrums-Nord im Jahr 2019 mehr als 4.000 Anfragen alleine f\u00fcr den Bereich \u201agiftige Pflanzen\u2018. \u201eZum Start der Gartensaison appellieren wir deshalb an alle Menschen aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg, sich vor dem Bepflanzen der heimischen Blumenbeete unbedingt dar\u00fcber zu informieren, welche Pflanzen giftig sind und somit Gesundheitsgefahren ausl\u00f6sen k\u00f6nnen\u201c, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.<\/p>\n<p>Wenn es um das Thema Giftpflanzen geht, denken viele Menschen zuerst an au\u00dfergew\u00f6hnliche Pflanzen in den Tropen. Jedoch gibt es in Bau- und Gartenfachm\u00e4rkten eine gro\u00dfe Anzahl an giftigen Pflanzen, die den heimischen Garten schm\u00fccken k\u00f6nnen. Viele dieser Pflanzen sind h\u00fcbsch anzusehen und werden deshalb h\u00e4ufig gekauft.<\/p>\n<p>Wer den Ausbau seines Gartens plant, sollte zun\u00e4chst \u00fcberlegen, von wem der Garten genutzt werden soll. Sind es ausschlie\u00dflich Erwachsene, ist die Anpflanzung von Giftpflanzen eher unproblematisch. Wenn sich jedoch Kinder oder Haustiere im Garten aufhalten, k\u00f6nnen diese Pflanzen schnell zur Gefahr werden.<\/p>\n<p>Die Gefahr, die von Giftpflanzen ausgeht, ist oftmals schwer zu konkretisieren. Der Wirkstoffgehalt kann innerhalb der gleichen Art, von einer Pflanze zur n\u00e4chsten, stark schwanken. Es kann also sein, dass beispielsweise eine Goldregen Pflanze im eigenen Garten weitaus giftiger ist als im Nachbar-Garten.<\/p>\n<p>Wichtig ist auch, dass jeder Mensch anders auf das Gift reagiert und die Pflanzen nicht f\u00fcr jeden Menschen gleich giftig sind. Grunds\u00e4tzlich ist auch das Risiko einer Vergiftung bei Kindern und Tieren gr\u00f6\u00dfer als bei Erwachsenen, da sie die Gefahr nicht erahnen k\u00f6nnen und von den sch\u00f6nen Bl\u00fcten oder saftigen Fr\u00fcchten der Pflanzen angelockt werden.<\/p>\n<p>Die zehn gef\u00e4hrlichsten Giftpflanzen im Garten sind: Eibe, Blauregen, Oleander, Thuja, Buchsbaum, Eisenhut, Engelstrompete, Narzisse, Herbstzeitlose und Tollkirsche. Nat\u00fcrlich gibt es dar\u00fcber hinaus noch eine gro\u00dfe Anzahl weiterer Giftpflanzen f\u00fcr Menschen, die in vielen G\u00e4rten zu finden sind. Deshalb ist es ratsam, sich bei Ungewissheit im Gartenfachmarkt zu informieren, bevor eine neue Pflanzenart im heimischen Garten angepflanzt wird. Gleiches gilt beim Kauf von Zimmerpflanzen.<\/p>\n<p>Im Falle einer Vergiftung gilt: Ruhe bewahren, Pflanzenteile aus dem Mund entfernen, Pflanzenteile zur Bestimmung aufheben, kein Erbrechen ausl\u00f6sen und sofort den Notruf 112 w\u00e4hlen. Auch die Experten des Giftinformationszentrums-Nord helfen rund um die Uhr kostenfrei unter der Rufnummer 0551 \u2013 19240 weiter. Dr. Martin Ebbecke sagt hierzu: \u201eVon insgesamt 44.000 Anfragen, die bei uns im Jahr 2019 zu allen Vergiftungsarten eingingen, entfielen alleine auf den Bereich \u201agiftige Pflanzen\u2018 mehr als 4.000 Anfragen. Die meisten Erkundigungen holten Hobbyg\u00e4rtner dabei zu den giftigen Pflanzen Eibe, Wolfsmilch und Goldregen ein\u201c.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zum Thema giftige Gartenpflanzen gibt das Giftinformationszentrum-Nord unter <a href=\"http:\/\/www.giz-nord.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.giz-nord.de<\/a> oder der Deutsche Allergie- und Asthmabund unter <a href=\"http:\/\/www.daab.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.daab.de<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). 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