{"id":30120,"date":"2021-05-24T09:32:47","date_gmt":"2021-05-24T07:32:47","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=30120"},"modified":"2021-05-24T09:32:47","modified_gmt":"2021-05-24T07:32:47","slug":"haustierbisse-sofort-medizinisch-versorgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2021\/05\/24\/haustierbisse-sofort-medizinisch-versorgen\/","title":{"rendered":"Haustierbisse sofort medizinisch versorgen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Etwa 50.000 Bissverletzungen ereignen sich j\u00e4hrlich in Deutschland. Die meisten werden durch Hunde und Katzen aus dem eigenen Haushalt oder der Nachbarschaft verursacht. Betroffen davon sind vor allem Kinder und Jugendliche. Auch wenn die Bisse oberfl\u00e4chlich oft nicht schwerwiegend aussehen, k\u00f6nnen Krankheitserreger durch die Z\u00e4hne in die Tiefe getragen worden sein. Insbesondere die spitzen Eckz\u00e4hne von Katzen beg\u00fcnstigen dies. \u201eBei Tierbissen besteht ein hohes Infektionsrisiko, das leider h\u00e4ufig untersch\u00e4tzt wird. Wir empfehlen deshalb dringend allen Betroffenen aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg, bei Bissverletzungen unbedingt den Hausarzt aufzusuchen und die Wunde untersuchen und behandeln zu lassen\u201c, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch. Durch Tierbisse k\u00f6nnen zum Beispiel Wundstarrkrampf, Tollwut, Tular\u00e4mie oder Leptospirose \u00fcbertragen werden.<\/p>\n<p>Auch der friedlichste Vierbeiner kann sich mal erschrecken oder bedroht f\u00fchlen und deshalb pl\u00f6tzlich zubei\u00dfen. Betroffen sind vor allem Kinder, da sie zu pl\u00f6tzlichen Bewegungen neigen, die das Haustier in Schrecken versetzen k\u00f6nnen. Ungef\u00e4hr 25 Prozent aller Bisse erleiden Kinder unter sechs Jahren, etwa 34 Prozent im Alter von sechs bis 17 Jahren. Bei j\u00fcngeren Kinder dominieren Verletzungen im Kopf-Hals-Bereich, bei \u00e4lteren sind es die oberen und unteren Extremit\u00e4ten. Katzenbisse sind zwar seltener als die vom Hund, aber das Infektionsrisiko der Wunde ist deutlich h\u00f6her. Der Grund daf\u00fcr liegt im Speichel des Stubentigers. Hier befinden sich ungew\u00f6hnliche Erreger, die mit dem Biss in die Wunde gelangen. Das Infektionsrisiko eines Tierbisses liegt im Schnitt zwischen zehn und 20 Prozent, bei dem einer Katze hingegen zwischen 30 und 50 Prozent.<\/p>\n<p>Gerade kleinere Wunden schlie\u00dfen sich schon nach kurzer Zeit wieder und es scheint, es handele sich um eine harmlose, oberfl\u00e4chliche Verletzung. \u201eAuch mit der vermeintlich kleinen Wunde sollten Betroffene unbedingt zum Arzt gehen. Denn bleibt der Biss unbehandelt, kann er sich entz\u00fcnden und schwere und dauerhafte Sch\u00e4den an Muskeln, Sehnen, Nerven und Knochen verursachen\u201c, sagt AOK-Serviceregionsleiter Wunsch. Sp\u00e4testens beim Auftreten von R\u00f6tungen, Schwellungen oder pochenden Schmerzen sollte der Arzt aufgesucht werden. Auch allgemeines Unwohlsein und Fieber k\u00f6nnen auf eine Infektion hinweisen.<\/p>\n<p>Der Arzt wird dann die Wunde medizinisch versorgen und bei Bedarf ein Antibiotikum verschreiben. Auch die Auffrischung der Tetanusimpfung kann vorgenommen werden. Die St\u00e4ndige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, den Impfschutz gegen Tetanus alle zehn Jahre aufzufrischen \u2013 nach Verletzungen auch mal fr\u00fcher. \u201eUm den Impfstatus zu \u00fcberpr\u00fcfen, ist es gut, den Impfpass gleich in die Praxis mitzunehmen\u201c, sagt Wunsch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Etwa 50.000 Bissverletzungen ereignen sich j\u00e4hrlich in Deutschland. Die meisten werden durch Hunde und Katzen aus dem eigenen Haushalt oder der Nachbarschaft verursacht. Betroffen davon sind vor allem Kinder und Jugendliche. 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