{"id":29803,"date":"2021-05-07T11:42:23","date_gmt":"2021-05-07T09:42:23","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=29803"},"modified":"2021-05-07T11:42:23","modified_gmt":"2021-05-07T09:42:23","slug":"amt-berkenthin-plant-die-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2021\/05\/07\/amt-berkenthin-plant-die-zukunft\/","title":{"rendered":"Amt Berkenthin plant die Zukunft"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berkenthin (aa).<\/strong> Im Rahmen einer Onlineveranstaltung kamen k\u00fcrzlich rund 60 Teilnehmer zusammen. Es ging dabei um eine digital vorbereitete \u201eAuftaktveranstaltung\u201c zur Ortsentwicklungsplanung der Gemeinden des Amtes Berkenthin.<\/p>\n<p>Nach einer Begr\u00fc\u00dfung durch Amtsvorsteherin Iris Runge beinhaltete die rund 1,5 st\u00fcndige Videokonferenz zun\u00e4chst eine kurze Einf\u00fchrung \u00fcber die Ziele des Prozesses durch J\u00fcrgen Wittekind vom Institut Raum &amp; Energie sowie seiner Kollegin Susanna Walter, die die Ergebnisse einer bereits im Amtsgebiet abgeschlossenen B\u00fcrgerbefragung vorstellte. Demnach sei der Prozess ergebnisoffen. Die Auswertung der Frageb\u00f6gen h\u00e4tten ein breites Spektrum an Ansatzpunkten geliefert. Im weiteren Verlauf gehe es laut Wittekind nicht um die Erstellung eines wissenschaftlichen Gutachten, \u201enichts f\u00fcr die Schublade\u201c, sondern um praxisorientierte Konzept. Zu Ergebnissen wolle man durch weitere Onlineveranstaltungen dieser Art, sp\u00e4ter gegebenfalls Pr\u00e4senzveranstaltungen, kommen.<\/p>\n<p>Im Amtsgebiet werde es laut Wittekind dem allgemeinen Trend folgend zu einem Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgang kommen, mit einem steigenden Anteil von Personen mit einem Alter \u00fcber 65 Jahren und weniger Personen, die unter 20 Jahre alt sein werden. Gleichzeitig werde mehr Ein- bis Zwei-Personen-Haushalte geben. Um dem zu begegnen sei passender Wohnraum mit kleineren Wohneinheiten n\u00f6tig.<\/p>\n<p>Bei der B\u00fcrgerbefragung konnten 548 Antwortb\u00f6gen ausgewertet werden, wie Susanna Walter informierte. Denen konnte unter anderem entnommen werden, dass das Einkaufsverhalten der B\u00fcrger im Amtsgebiet sich haupts\u00e4chlich auf die Gemeinde Berkenthin konzentriert. Die Entwicklungen im Amtsgebiet im Allgemeinen werde von den B\u00fcrgern eher positiv bewertet. Verbesserungsbedarf sahen die Befragten unter anderem in der Verkehrssituation sowie den M\u00f6glichkeiten der Freizeitgestaltung.<\/p>\n<p>Bei der Entwicklung nun m\u00f6glicher Projekte mahnte Wittekind bez\u00fcglich der Ergebnisse der Befragung: \u201eMan sollte hier nicht nur auf die M\u00e4ngel schauen, sondern auch wie Vorhandenes erhalten werden kann.\u201c Hier wurde unter anderem das ehrenamtliche Engagement vieler B\u00fcrger im Amtgebiet hevorgehoben. Die Befragung ergab au\u00dferdem, dass auch viele B\u00fcrger, die noch nicht ehrenamtlich t\u00e4tig sind, dazu grunds\u00e4tzliche Bereitschaft signalisierten. Dazu J\u00fcrgen Wittekind: \u201eDieses Ergebnis hat uns am meisten \u00fcberrascht, das f\u00e4llt sonst eher gegenteilig aus. Hier zeichnet sich im Amt Berkenthin ein Potential ab, dass angesprochen werden will. Das ist eine gute Grundlage f\u00fcr eine sehr positive Entwicklung.\u201c Es gehe nun darum zu erarbeiten, wo konkrete Bedarfe best\u00fcnden. Hierbei m\u00fcssten die Altersgruppen der unter 20-J\u00e4hrigen und der \u00fcber 65-J\u00e4hrigen gesondert betrachtet werden.<\/p>\n<p>\u201eMich hat die gro\u00dfe Teilnahmebereitschaft der 20- bis 50-J\u00e4hrigen erstaunt sowie die Bereitschaft zum Ehrenamt\u201c, hob Amtsdirektor Frank Hase hervor, \u201edas stimmt mich positiv, dass wir da noch eine Menge bewegen k\u00f6nnen. Ich bin von den Ergebnissen (der Befragung) insgesamt begeisterzt.\u201c<\/p>\n<p>In der folgenden halben Stunde wurden dann auch gleich zwei Projekte vorgestellt. Zum Thema Pflegeinfrastruktur erl\u00e4uterte Michael Stark, Vorsitzender der Gemeinschaft Pflegeberatung im Kreis Herzogtum Lauenburg, den Plan ehrenamtliche Kr\u00e4fte mittels einer zentralen Beratung f\u00fcr die Pflege zu wappnen. Stark: \u201eWir haben eine gro\u00dfe Bereitschaft gefunden von Menschen, die helfen wollen.\u201c Diese m\u00fcssten aber an diese anspruchsvolle Aufgabe herangef\u00fchrt, ausgebildet und dann auch rechtssicher eingesetzt werden. \u201eWir d\u00fcrfen diese Menschen im Ehrenamt nicht ausbrennen lassen.\u201c Immer mehr Haushalte m\u00fcssen laut Stark von ambulanten bedient werden. Die Menge einer steigenden Anzahl pflegebed\u00fcrftiger Personen, sei insofern ein Problem, dass aktuell die meisten Pflegekr\u00e4fte \u00fcber 55 Jahre alt sind. Auch Michael Stark wies daraufhin, dass \u201ewir bei immer mehr \u00e4lteren Menschen und weniger j\u00fcngeren Pflegekr\u00e4ften ohne Ehrenamtliche mittelfristig Probleme haben werden\u201c.<\/p>\n<p>Die Projektvorstellung \u201eDemokratie leben! &#8211; Fit f\u00fcr Beteiligung\u201c \u00fcbernahm Arne Strickrodt, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Kreisjugendrings. Unter der Leitung von Julianna Kundoch, Referentin Jugendbeteiligung, sollen k\u00fcnftig Jugendliche im Amt Berkenthin fit f\u00fcr ehrenamtliche Beteilung gemacht werden. Hierf\u00fcr stehen Kundoch 20 Stunden pro Woche zur Verf\u00fcgung. Das Projekt ist bis 2024 finanziert. Auch hier gehe es laut Strickrodt darum, zun\u00e4chst zu schauen, wo sind die Bedarfe, was gibt es schon, wo kann man ansetzen? \u201eDas zentrale Element ist es, Kinder und Jugendliche f\u00fcr demokratische Prozesse zu interessieren\u201c, beschreibt Arne Strickrodt das Vorgehen. Sie sollen zu Experten in ihren eigenen Belangen werden. Es gehe darum, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Amt bei Entscheidungsprozessen mitzunehmen und mitmachen zu lassen.<\/p>\n<p>\u201eWir haben die gro\u00dfe Chancen einen spannenden Prozess zu initiieren\u201c, sagte J\u00fcrgen Wittekind zum Abschluss der Veranstaltung. Die Thementitel seien noch nicht gesetzt. Wer Interesse hat, kann sich k\u00fcnftig miteinbringen. Die Ergebnisse der Onlinebefragung sowie die Pr\u00e4sentation der Auftaktveranstaltung werden auf der Webseite des Gutachterinstituts <a href=\"https:\/\/www.raum-energie.de\/projekte\/details\/news\/ortsentwicklungskonzepte-fuer-die-gemeinden-des-amtes-berkenthin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.raum-energie.de\/projekte\/details\/news\/ortsentwicklungskonzepte-fuer-die-gemeinden-des-amtes-berkenthin\/<\/a> sowie des Amtes Berkenthin unter <a href=\"http:\/\/www.amt-berkenthin.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.amt-berkenthin.de<\/a> ver\u00f6ffentlicht. Dort werden auch zeitnah Termine f\u00fcr nachfolgende Arbeitskreissitzungen und Treffen zur Vertiefung bekanntgegeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berkenthin (aa). Im Rahmen einer Onlineveranstaltung kamen k\u00fcrzlich rund 60 Teilnehmer zusammen. 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