{"id":29428,"date":"2021-04-16T09:32:17","date_gmt":"2021-04-16T07:32:17","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=29428"},"modified":"2021-04-16T09:32:17","modified_gmt":"2021-04-16T07:32:17","slug":"luebeck-acht-jahre-und-23-millionen-euro-aufwaendige-sanierung-der-dom-zwillingstuerme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2021\/04\/16\/luebeck-acht-jahre-und-23-millionen-euro-aufwaendige-sanierung-der-dom-zwillingstuerme\/","title":{"rendered":"L\u00fcbeck: Acht Jahre und 23 Millionen Euro &#8211; aufw\u00e4ndige Sanierung der Dom-Zwillingst\u00fcrme"},"content":{"rendered":"<p><strong>L\u00fcbeck (pm).<\/strong> Lange hatte die Dom-Kirchengemeinde auf dieses Papier gewartet \u2013 jetzt wurde der Voruntersuchungsbericht zur Sanierung der Domt\u00fcrme vorgestellt. Wichtigster Inhalt: Die Arbeiten werden mindesten acht Jahre dauern und rund 23 Millionen Euro kosten. Damit ist diese Sanierung die teuerste seit dem Beginn des Projekts \u201eSieben T\u00fcrme will ich sehen\u201c im Jahr 2011. Der Turm von St. Petri kostete 2,5 Millionen Euro, die Sanierung der St. Marien-T\u00fcrme 1,5 Millionen Euro. Der Domt\u00fcrme-Sanierung sehen die Beteiligten mit Mut und Geduld entgegen \u2013 denn nicht zu sanieren ist keine Option.<\/p>\n<p>Pr\u00f6pstin Petra Kallies erinnert sich: \u201eAls Jugendliche habe ich in der Domgemeinde den Abschluss der Innenraum-Sanierung miterlebt. Anfang der 80er Jahre waren die allerletzten Kriegssch\u00e4den beseitigt.\u00a0Wie jede andere Immobilie braucht auch eine Kirche regelm\u00e4\u00dfige Renovierung. Der Zahn der Zeit nagt an den gewaltigen Doppelt\u00fcrmen. Eine gro\u00dfe Aufgabe liegt vor uns, aber ich bin hoffnungsfroh, dass es gelingen wird, wenn viele Menschen uns dabei unterst\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p>Dass allen Beteiligten eine transparente und vollst\u00e4ndige Information der \u00d6ffentlichkeit \u00fcber Fakten, Entwicklungen und Planungen wichtig sei, erg\u00e4nzt Dr. Cornelia Sch\u00e4fer, Leiterin des Sieben-T\u00fcrme-Projekts. \u201eDas Vertrauen und die Identifikation der L\u00fcbecker B\u00fcrger mit &#8218;ihren&#8216; Kirchen sind das Grundkapital, welches Menschen, Institutionen und Unternehmen dazu veranlasst, dieses Mammutprojekt aktiv durch pers\u00f6nliches Engagement oder Spenden zu unterst\u00fctzen. Eine Ausstellung im Dom wird die Sanierungsschritte begleiten und Besucher:innen zugleich die Gelegenheit geben, die mehr als 800-j\u00e4hrige Geschichte der L\u00fcbecker Innenstadtkirchen neu oder wieder zu entdecken.\u201c<\/p>\n<p>Die Voruntersuchungen<br \/>\nBevor eine Sanierung beginnen kann, bedarf es gr\u00fcndlicher Voruntersuchungen: Von 2017 bis 2020 wurden die Dom-T\u00fcrme inklusive Mauerwerk in der Bauphase 0 auf Herz und Nieren gepr\u00fcft. Zum Einsatz kamen hier die Fotogrammetrie und eine Drohne, die Ergebnisse wurden am Computer ausgewertet. Auch ein Laserscanner, Tachymeter, ein 3D-Drucker f\u00fcr die Verformungsanalyse, Kernbohrungen und eine rastermikroskopische Analyse lieferten wichtige Daten.<\/p>\n<p>\u201eDie Voruntersuchungen waren akribische Arbeit. Allen Beteiligten daran danke ich f\u00fcr n\u00fcchterne Sorgfalt und viel Herzblut, die sie in diese Arbeit investiert haben. Es hat sich gezeigt: Der Erhalt der T\u00fcrme ist von Anfang an eine immer neue Aufgabe gewesen. Vorige Generationen haben sich dieser Aufgabe gestellt, weil die beiden Domt\u00fcrme einfach zum Stadtbild geh\u00f6ren und weil der Fingerzeig zum Himmel zu jeder Zeit wichtig war. Und deshalb werden wir das nun tun \u2013 mit Respekt vor der gro\u00dfen Aufgabe und voller Zuversicht\u201c, erl\u00e4utert Dom-Pastor Martin Klatt.<\/p>\n<p>Bekannt war, dass gravierende Sch\u00e4den an allen Seiten der beiden T\u00fcrme und der Giebelseite des Mittelschiffes einschlie\u00dflich dessen Gew\u00f6lbe vorliegen. Gesteinsst\u00fccke des Ziegelmauerwerkes l\u00f6sten sich und gro\u00dfe, teils tiefg\u00e4ngige Risse gruben sich \u00fcber mehrere Stockwerke der T\u00fcrme. \u201eDer Verfall des Mauerwerks ist ein fortschreitender Prozess \u2013 durch die Abtragung von Material durch nat\u00fcrliche Einfl\u00fcsse der Ziegelschale geht die Witterungsbest\u00e4ndigkeit immer weiter verloren. Ursachen sind eindringende Feuchtigkeit, Frostsch\u00e4den und Ausschwemmen der Fugen- und Mauerm\u00f6rtel. Wird nichts getan, w\u00fcrde durch weitere Abtragung der Verlust der Standfestigkeit der T\u00fcrme drohen. Bereits jetzt ist der S\u00fcdturm an der Nordwestecke gef\u00e4hrdet\u201c, informiert J\u00fcrgen R\u00f6sing, stellvertretender Leiter der Bauabteilung des Kirchenkreises L\u00fcbeck-Lauenburg. In den vergangenen Jahrhunderten seien Reparaturma\u00dfnahmen erfolgt, die eine Analyse erforderten. \u201eWir wollen die Sch\u00e4den von ihrem Ursprung her verstehen, um Methoden zu entwickeln, die eine nachhaltige Schadenssanierung erm\u00f6glichen\u201c, erg\u00e4nzt Architekt Christoph Diebold, der das Sanierungsprojekt koordiniert.<\/p>\n<p>Die Erkenntnisse<\/p>\n<p>\u201eDurch die weitreichenden Sch\u00e4den in allen Mauerwerksbereichen reichen nicht nur punktuelle Eingriffe aus, es m\u00fcssen fast alle Au\u00dfenfl\u00e4chen und zum Teil auch Innenfl\u00e4chen saniert werden\u201c, res\u00fcmiert Carlos Blohm, Bauausschuss-Vorsitzender der Dom-Gemeinde. Daf\u00fcr m\u00fcssten f\u00fcr einzelne Bereiche differenzierte Sanierungsbausteine entwickelt werden. \u201eEine Sanierungsmethode f\u00fcr alle Ma\u00dfnahmen w\u00e4re nicht zielf\u00fchrend \u2013 dies erzielte bei fr\u00fcheren Sanierungen nicht die gew\u00fcnschten Ergebnisse\u201c. Die Abtragung von Gesteinsteilen begann bereits nach dem Bau des Doms (1173 bis 1247), die verwendeten Ziegel hielten der Witterung nicht stand. Danach ersetzte man die defekte Schale, ohne diese richtig mit dem Kernmauerwerk zu verankern. \u201eSo steht die Fassade noch heute wie eine bunte \u201eTapete\u201c vor den beiden Sch\u00e4ften und haftet durch Reibung an der Hintermauerung. Daher r\u00fchren die gro\u00dfen Risse\u201c, f\u00fchrt Blohm weiter aus.<\/p>\n<p>Die Sanierungsma\u00dfnahmen<\/p>\n<p>Derzeit bereiten sich die Fachleute mit folgenden Fragen auf die Sanierung vor: Wie k\u00f6nnen die Schalenmauerwerke an das Kernmauerwerk dauerhaft angeschlossen werden? Wie geht man mit temperaturbedingten L\u00e4ngen\u00e4nderungen des Mauerwerks um? Welche Bereiche sind komplett abg\u00e4ngig aufgrund des vorgefundenen Materials? Welche Bereiche k\u00f6nnen erhalten werden? Welche Fugen- und Mauerm\u00f6rtel werden verwendet? Die Antworten sollen innerhalb des Probebauabschnittes, f\u00fcr den 474.000 Euro einkalkuliert sind, zur Festlegung der einzelnen Sanierungsmethoden gefunden und flie\u00dfen in das Sanierungskonzept ein.<\/p>\n<p>Die Dom-T\u00fcrme werden zudem w\u00e4hrend und nach der Sanierung auf ihre Neigung mit einem Festpunktmonitoring untersucht, um Erkenntnisse zur Dynamik der T\u00fcrme und der Nachhaltigkeit der Gr\u00fcndung des Doms zu erhalten. Denn dieser steht auf einem wackligen Fundament, wie die Experten feststellten. Die Sanierung der T\u00fcrme kann davon unabh\u00e4ngig durchgef\u00fchrt werden. Eine Sanierung des Fundaments folgt eventuell zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt.<\/p>\n<div style='display:none' class=\"jeg_preview_slider gallery_1\" data-selector='gallery_1'>\n                        <div class=\"jeg_preview_holder\">\n                            <div class=\"jeg_preview_media\">\n                        <div class=\"jeg_preview_media_holder\">\n                            <h3><\/h3>\n                            <div class=\"fullscreen-switch\">\n                                <i class=\"fa\"><\/i>\n                            <\/div>\n                            <div class=\"jeg_preview_media_content\">\n                                <div class=\"jeg_preview_media_content_holder_padding\">\n                                    <div class=\"jeg_preview_media_content_holder\"><\/div>\n                                <\/div>\n                                <div class=\"jeg_preview_media_content_navigation\">\n                                    <div class=\"prev\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<i class=\"fa\"><\/i>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n                                    <div class=\"next\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<i class=\"fa\"><\/i>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n                                <\/div>\n                                <div class='preview-slider-overlay'>\n                                    <div class='preloader_type preloader_dot'>\n                                        <div class=\"module-preloader jeg_preloader dot\">\n                                            <span><\/span><span><\/span><span><\/span>\n                                        <\/div>\n                                        <div class=\"module-preloader jeg_preloader circle\">\n                                            <div class=\"jnews_preloader_circle_outer\">\n                                                <div class=\"jnews_preloader_circle_inner\"><\/div>\n                                            <\/div>\n                                        <\/div>\n                                        <div class=\"module-preloader jeg_preloader square\">\n                                            <div class=\"jeg_square\">\n                                                <div class=\"jeg_square_inner\"><\/div>\n                                            <\/div>\n                                        <\/div>\n                                    <\/div>\n                                <\/div>\n                            <\/div>\n                            <div class=\"jeg_preview_control\">\n                                <div class=\"left_control\">\n                                    <div class=\"counter\"><span class=\"current\">1<\/span> von  4<\/div>\n                                    <div class=\"subtitle\"><\/div>\n                                <\/div>\n                                <div class=\"zoom\">\n                                    <span class=\"reduce\">-<\/span>\n                                    <span class=\"increase\">+<\/span>\n                                <\/div>\n                            <\/div>\n                        <\/div>\n                    <\/div>\n\n                    <div class=\"jeg_preview_bottom_slider\">\n                        <a data-id=\"0\" data-title=\"Die Sanierung der Domt\u00fcrme wird mindesten acht Jahre dauern und rund 23 Millionen Euro kosten. Damit ist diese Sanierung die teuerste seit dem Beginn des Projekts \u201eSieben T\u00fcrme will ich sehen\" im Jahr 2011. \" data-image=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/2021_04_15_Ansicht-Dom-zu-Luebeck.jpg\" href=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/2021_04_15_Ansicht-Dom-zu-Luebeck.jpg\" class=\"jeg_preview_item active\">\n                            <div class=\"jeg_preview_item_thumbnail\">\n                                <img decoding=\"async\" width=\"120\" height=\"86\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/2021_04_15_Ansicht-Dom-zu-Luebeck-120x86.jpg\" class=\"attachment-jnews-120x86 size-jnews-120x86\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/2021_04_15_Ansicht-Dom-zu-Luebeck-120x86.jpg 120w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/2021_04_15_Ansicht-Dom-zu-Luebeck-324x235.jpg 324w\" sizes=\"(max-width: 120px) 100vw, 120px\" data-full-width=\"1000\" data-full-height=\"750\" \/>\n                            <\/div>\n                        <\/a><a data-id=\"1\" data-title=\"Schu\u0308rfung an der Nordost-Ecke des Nordturms: Die Fundamente bestehen aus zwei bis drei Meter tiefen Gruben, die mit Feldsteinen und teilweise mit Gipsmo\u0308rtel verfu\u0308llt wurden.\nFoto: Carlos Blohm\" data-image=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Schuerfungen-Fundament.png\" href=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Schuerfungen-Fundament.png\" class=\"jeg_preview_item \">\n                            <div class=\"jeg_preview_item_thumbnail\">\n                                <img decoding=\"async\" width=\"120\" height=\"86\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Schuerfungen-Fundament-120x86.png\" class=\"attachment-jnews-120x86 size-jnews-120x86\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Schuerfungen-Fundament-120x86.png 120w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Schuerfungen-Fundament-324x235.png 324w\" sizes=\"(max-width: 120px) 100vw, 120px\" data-full-width=\"1000\" data-full-height=\"678\" \/>\n                            <\/div>\n                        <\/a><a data-id=\"2\" data-title=\"Das Team von Tim Knodel (Kern- Bohr-Technik GmbH) nimmt die Kernbohrungen vor. Mittels einer diamantbestu\u0308ckten 100 Millimeter Bohrkrone wurden bis in 2,50 Meter Tiefe Bohrkerne entnommen. Diese Bohrkerne konnten nicht in einem Stu\u0308ck entnommen werden. Sie zerfielen in etwa 20 Zentimeter lange Teile, die in wasserfeste Beutel verpackt und sorgf\u00e4ltig nach Bohrposition, Tiefenlage und Ausrichtung gekennzeichnet wurden.\nFoto: Carlos Blohm\" data-image=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Bohren-im-Mauerwerk.png\" href=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Bohren-im-Mauerwerk.png\" class=\"jeg_preview_item \">\n                            <div class=\"jeg_preview_item_thumbnail\">\n                                <img decoding=\"async\" width=\"120\" height=\"86\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Bohren-im-Mauerwerk-120x86.png\" class=\"attachment-jnews-120x86 size-jnews-120x86\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Bohren-im-Mauerwerk-120x86.png 120w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Bohren-im-Mauerwerk-324x235.png 324w\" sizes=\"(max-width: 120px) 100vw, 120px\" data-full-width=\"1000\" data-full-height=\"749\" \/>\n                            <\/div>\n                        <\/a><a data-id=\"3\" data-title=\"Lagerung der Bohrkerne zur detaillierten Untersuchung und Bestimmung der Materialprobenbereiche im Ostchor des Doms.\nFotos: Carlos Blohm\" data-image=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Lagerung-Bohrkerne.png\" href=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Lagerung-Bohrkerne.png\" class=\"jeg_preview_item \">\n                            <div class=\"jeg_preview_item_thumbnail\">\n                                <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"120\" height=\"86\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Lagerung-Bohrkerne-120x86.png\" class=\"attachment-jnews-120x86 size-jnews-120x86\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Lagerung-Bohrkerne-120x86.png 120w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Lagerung-Bohrkerne-324x235.png 324w\" sizes=\"(max-width: 120px) 100vw, 120px\" data-full-width=\"1000\" data-full-height=\"753\" \/>\n                            <\/div>\n                        <\/a>\n                    <\/div>\n                        <\/div>\n                        <div class=\"jeg_preview_description\">\n                            \n                            <div class=\"jeg_preview_description_wrapper\">\n                            \n                            <\/div>\n                        <\/div>\n                        <script>\n                            var gallery_1 = {\n                                rtl: false,\n                                native_zoom: false,\n                                zoom_max: 5,\n                                zoom_step: 40,\n                                image_sequence: [{\"src\":\"https:\\\/\\\/herzogtum-direkt.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/04\\\/2021_04_15_Ansicht-Dom-zu-Luebeck.jpg\",\"w\":1000,\"h\":750,\"title\":\"Die Sanierung der Domt\\u00fcrme wird mindesten acht Jahre dauern und rund 23 Millionen Euro kosten. Damit ist diese Sanierung die teuerste seit dem Beginn des Projekts \\u201eSieben T\\u00fcrme will ich sehen\\\" im Jahr 2011. \"},{\"src\":\"https:\\\/\\\/herzogtum-direkt.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/04\\\/Schuerfungen-Fundament.png\",\"w\":1000,\"h\":678,\"title\":\"Schu\\u0308rfung an der Nordost-Ecke des Nordturms: Die Fundamente bestehen aus zwei bis drei Meter tiefen Gruben, die mit Feldsteinen und teilweise mit Gipsmo\\u0308rtel verfu\\u0308llt wurden.\\nFoto: Carlos Blohm\"},{\"src\":\"https:\\\/\\\/herzogtum-direkt.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/04\\\/Bohren-im-Mauerwerk.png\",\"w\":1000,\"h\":749,\"title\":\"Das Team von Tim Knodel (Kern- Bohr-Technik GmbH) nimmt die Kernbohrungen vor. Mittels einer diamantbestu\\u0308ckten 100 Millimeter Bohrkrone wurden bis in 2,50 Meter Tiefe Bohrkerne entnommen. Diese Bohrkerne konnten nicht in einem Stu\\u0308ck entnommen werden. Sie zerfielen in etwa 20 Zentimeter lange Teile, die in wasserfeste Beutel verpackt und sorgf\\u00e4ltig nach Bohrposition, Tiefenlage und Ausrichtung gekennzeichnet wurden.\\nFoto: Carlos Blohm\"},{\"src\":\"https:\\\/\\\/herzogtum-direkt.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/04\\\/Lagerung-Bohrkerne.png\",\"w\":1000,\"h\":753,\"title\":\"Lagerung der Bohrkerne zur detaillierten Untersuchung und Bestimmung der Materialprobenbereiche im Ostchor des Doms.\\nFotos: Carlos Blohm\"}]\n                            };\n                        <\/script>\n                    <\/div>\n<p>Der erste Bauabschnitt ist f\u00fcr 2022 geplant, Voraussetzung ist eine gesicherte Finanzierung \u2013 die Kosten werden mit 2.928.000 Euro beziffert. Es folgen sechs weitere Bauabschnitte, die zwischen 2.745.000 und 3.907.000 Euro kosten \u2013 bis zur voraussichtlichen Fertigstellung des Gesamtprojektes im Jahr 2028. Um dies finanzieren zu k\u00f6nnen, werden kirchliche Eigenmittel, \u00f6ffentliche Zusch\u00fcsse, F\u00f6rdermittel von Stiftungen sowie Spenden von Privatpersonen und Unternehmen erforderlich sein.<\/p>\n<p>\u201eDie Gesamtsumme ist im ersten Moment nat\u00fcrlich unvorstellbar gro\u00df. Dennoch glaube ich mit ganz viel Zuversicht, dass wir diese Aufgabe packen werden. Wir stehen nicht alleine da, das ist das gro\u00dfe Gl\u00fcck. Es gibt so viele Menschen, die uns immer wieder zeigen, wie sehr ihnen der Dom am Herzen liegt. Manchmal sind es nur vermeintlich kleine Spenden, die sie uns zukommen lassen. Aber wir wissen, wieviel Herzblut und Liebe dahinterstehen. Das r\u00fchrt uns sehr. Und jede kleine Geste und Gabe hilft zum gro\u00dfen Ganzen\u201c, sagt Dom-Pastorin Margrit Wegner.<\/p>\n<p>Auch L\u00fcbecks B\u00fcrgermeister Jan Lindenau macht Mut: \u201eDie Finanzierung der Sanierung der Dom-T\u00fcrme ist eine gro\u00dfe Herausforderung. Wir L\u00fcbecker:innen sind daf\u00fcr bekannt, Herausforderungen mutig anzugehen. Wir werden Jahre brauchen, aber werden nicht aufgeben, bis alle sieben T\u00fcrme f\u00fcr die n\u00e4chsten Generationen gesichert sind. Als Schirmherr des Projektes &#8218;Sieben T\u00fcrme will ich sehen&#8216; ermutige ich die L\u00fcbecker mitzuhelfen, damit wir alle gemeinsam die identit\u00e4tsstiftende Silhouette unserer Hansestadt bewahren. Jeder spendet, was er oder sie kann. Zusammen k\u00f6nnen wir viel erreichen. Davon bin ich \u00fcberzeugt.\u201c<\/p>\n<p>Das Sieben T\u00fcrme-Projekt<\/p>\n<p>\u201eSieben T\u00fcrme will ich sehen\u201c ist eine 2011 ins Leben gerufene Spendenaktion des Ev.-Luth. Kirchenkreises L\u00fcbeck-Lauenburg, in Kooperation mit dem Kirchengemeindeverband Innenstadt L\u00fcbeck. Durch das Einwerben von Spenden sollen die historischen Innenstadtkirchen &#8211; der Dom, St. Marien, St. Petri, St. Aegidien und St. Jakobi, ohne die L\u00fcbeck nicht seit 1987 den Status als UNESCO Welterbe inne h\u00e4tte, und die unter dem Einfluss von Wind, Regen und Frost leiden, erhalten werden. Mehr Infos gibt es unter <a href=\"http:\/\/www.sieben-tuerme-luebeck.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.sieben-tuerme-luebeck.de<\/a>.<\/p>\n<p>Kontonummer Sieben T\u00fcrme-Projekt:<\/p>\n<p>Ev.-Luth. Kirchenkreis L\u00fcbeck-Lauenburg<br \/>\nIBAN: DE98230501010162966600<br \/>\nBank: Sparkasse zu L\u00fcbeck<br \/>\nIBAN: DE41230901420005441188<br \/>\nBank: Volksbank L\u00fcbeck<br \/>\nVerwendungszweck: Spende Sieben T\u00fcrme<br \/>\nBitte Name und Anschrift f\u00fcr die Spendenbescheinigung nicht vergessen!<br \/>\nF\u00fcr die\u00a0 Sanierung der Dom-T\u00fcrme\u00a0wurde ein zus\u00e4tzliches Konto des F\u00f6rderkreises der Domgemeinde eingerichtet:<br \/>\nKonto:\u00a0 bei der Sparkasse zu L\u00fcbeck<br \/>\nIBAN:\u00a0\u00a0DE 13 2305 0101 0160 4143 14<br \/>\nBIC:\u00a0NOLADE21SPL<\/p>\n<p>Bei \u00dcberweisungen bitte den Verwendungszweck: \u201eSanierung der Dom-T\u00fcrme\u201c angeben.<br \/>\nDer Dom zu L\u00fcbeck<br \/>\nNach der Verlegung des Bischofssitzes von Oldenburg in Holstein ins Bistum Lu\u0308beck 1160 unter Bischof Gerold erfolgte 1173 die Grundsteinlegung durch Heinrich den Lo\u0308wen fu\u0308r die Kathedrale. Fu\u0308r Kirche und Kloster wurde eine exponierte Lage am su\u0308dlichen Rand der Altstadtinsel zwischen Obertrave und Mu\u0308hlenteich gewa\u0308hlt. Die Kirche wurde als Bischofskirche Johannes dem Ta\u0308ufer und als Gemeindekirche dem Heiligen Nikolaus geweiht und vermutlich 1247 fertiggestellt. Bereits eine Generation spa\u0308ter wurde sie in der Zeit von 1266 bis 1341 &#8211; dem Zeitgeist und dem gewachsenen Selbstversta\u0308ndnis entsprechend &#8211; durch Verla\u0308ngerung des Bauwerks durch den Ostchor auf das Doppelte bisheriger La\u0308nge umgebaut. Die Seitenschiffe wurden auf Ho\u0308he des Mittelschiffes zu einer gotischen Hallenkirche erho\u0308ht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>L\u00fcbeck (pm). Lange hatte die Dom-Kirchengemeinde auf dieses Papier gewartet \u2013 jetzt wurde der Voruntersuchungsbericht zur Sanierung der Domt\u00fcrme vorgestellt. Wichtigster Inhalt: Die Arbeiten werden mindesten acht Jahre dauern und rund 23 Millionen Euro kosten. Damit ist diese Sanierung die teuerste seit dem Beginn des Projekts \u201eSieben T\u00fcrme will ich sehen\u201c im Jahr 2011. Der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":29430,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jnews-multi-image_gallery":[],"jnews_single_post":[],"jnews_primary_category":[],"jnews_social_meta":[],"jnews_override_counter":[],"jnews_post_split":[],"footnotes":""},"categories":[73],"tags":[272],"class_list":["post-29428","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-landleute","tag-luebeck"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29428","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=29428"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29428\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":29434,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29428\/revisions\/29434"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/29430"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=29428"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=29428"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=29428"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}