{"id":2921,"date":"2018-04-21T05:21:36","date_gmt":"2018-04-21T05:21:36","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=2921"},"modified":"2018-04-20T16:28:31","modified_gmt":"2018-04-20T16:28:31","slug":"es-gibt-noch-viele-freie-ausbildungsplaetze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/04\/21\/es-gibt-noch-viele-freie-ausbildungsplaetze\/","title":{"rendered":"Es gibt noch viele freie Ausbildungspl\u00e4tze"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Die Mitglieder des regionalen Ausbildungsb\u00fcndnisses* trafen sich im Jobcenter in M\u00f6lln, um eine Zwischenbilanz zum Ausbildungsmarkt in den Kreisen Herzogtum Lauenburg und Stormarn zu ziehen. Das gemeinsame Fazit: die Unternehmen wollen ausbilden und suchen Nachwuchs, in fast allen Bereichen gibt es aktuell noch freie Ausbildungsstellen. Zudem betonen alle Teilnehmer nochmals den Wert der dualen Ausbildung.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine abschlie\u00dfende Bewertung der Situation am Ausbildungsmarkt ist es zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt zu fr\u00fch. Hierin sind sich alle Teilnehmer des regionalen Ausbildungsb\u00fcndnisses, die sich diese Woche im Jobcenter M\u00f6lln f\u00fcr eine aktuelle Zwischenbilanz getroffen haben, einig. Einige Trends gibt es jedoch: die Unternehmen wollen ausbilden, die Zahl der betrieblichen Ausbildungsstellen ist hoch und es finden sich in fast allen Bereichen noch freie Ausbildungspl\u00e4tze.<\/p>\n<p>\u201eIm Kreis Stormarn ist die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen aktuell mit 1.211 elf Prozent h\u00f6her als im Vorjahr, im Kreis Herzogtum Lauenburg mit 782 fast auf Vorjahresniveau\u201c, berichtet Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur f\u00fcr Arbeit Bad Oldesloe. \u201eDas zeigt, dass die Unternehmen in beiden Kreisen weiter auf die duale Ausbildung setzen und sich in der Ausbildung junger Menschen stark engagieren. Die Zahl der Bewerber liegt nach zwei Jahren, in denen sich die doppelten Abi-Jahrg\u00e4nge stark bemerkbar gemacht hatten, mit aktuell 1.878 (Kreis Stormarn 894, Kreis Herzogtum Lauenburg 984) wieder auf einem zu diesem Zeitpunkt normalen Niveau\u201c, so Grote-Seifert weiter.<\/p>\n<p>Die Vertreter aus dem Handwerk best\u00e4tigen die hohe Ausbildungsbereitschaft auf Seiten der Handwerksbetriebe. \u201eZum jetzigen Zeitpunkt liegen nur etwa ein Viertel der einzutragenden Ausbildungsvertr\u00e4ge vor. Daher haben wir aktuell nur einen Zwischenstand\u201c, sagt Christian Maack von der Handwerkskammer L\u00fcbeck. \u201eIm Gesamtbezirk der Handwerkskammer L\u00fcbeck liegt die Zahl der eingetragenen Ausbildungsvertr\u00e4ge auf dem Stand des Vorjahres.\u201c \u00dcber dem Vorjahreswert liegen die entsprechenden Zahlen in den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg, k\u00f6nnen Marcus Krause, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Kreishandwerkerschaft Stormarn und Marion Fuchs, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Kreishandwerkerschaft Herzogtum Lauenburg erg\u00e4nzen: \u201eIn beiden Kreisen ist die Zahl der eingetragenen Ausbildungsvertr\u00e4ge derzeit jeweils sechs Prozent h\u00f6her als im Vorjahr. Es gibt aber in allen Handwerksbereichen weiter Ausbildungsangebote.\u201c So finden Ausbildungssuchende in beiden Kreisen zum Beispiel im Baugewerbe, bei den Elektronikern in der Energie- und Geb\u00e4udetechnik oder den Anlagenmechanikern Sanit\u00e4r-, Heizungs- und Klimatechnik noch Ausbildungspl\u00e4tze. Alle drei Vertreter erkl\u00e4ren: \u201eJetzt ist der richtige Zeitpunkt f\u00fcr eine Bewerbung, dann kann die Ausbildung zum Ende des Sommers beginnen. Die Jugendlichen sollten die Zeit bis dahin nutzen, um sich in einen Praktikum \u00fcber die verschiedenen Handwerksberufe zu informieren. Dann steht ihrer beruflichen Zukunft nichts mehr im Wege.\u201c<\/p>\n<p>Im Bereich der Industrie- und Handelskammer zu L\u00fcbeck (IHK) suchen viele Unternehmen ebenfalls weiterhin Ausbildungsnachwuchs, berichtet Gesch\u00e4ftsbereichsleiter Aus- und Weiterbildung Dr. Ulrich Hoffmeister: \u201eIm Zwischenergebnis bei den eingetragenen Ausbildungsvertr\u00e4gen liegen wir aktuell knapp unter dem Vorjahr. Auch bei uns finden sich aktuell in den verschiedenen Ausbildungsberufen viele freie Ausbildungsstellen, so zum Beispiel auch noch bei den Bankkaufleuten.\u201c<\/p>\n<p>Die Mitglieder des regionalen Ausbildungsb\u00fcndnisses werben daf\u00fcr, sich insbesondere \u00fcber die Ausbildungsm\u00f6glichkeiten vor Ort zu informieren. \u201cIn unseren beiden Kreisen gibt es ein breites Ausbildungsangebot, engagierte Ausbildungsbetriebe und nach der Ausbildung sehr gute berufliche Perspektiven\u201c, sind sich alle einig.<\/p>\n<p>Unter den Auszubildenden finden sich zunehmend mehr Gefl\u00fcchtete. Bei den Unternehmen besteht eine gro\u00dfe Bereitschaft, sie bei der beruflichen Integration zu unterst\u00fctzen. Viele Betriebe bieten Praktika, Einstiegsqualifizierungen und Ausbildungspl\u00e4tze f\u00fcr Gefl\u00fcchtete an, k\u00f6nnen die Vertreter aus dem Handwerk und IHK berichten. Gr\u00f6\u00dfte H\u00fcrde bleibt jedoch die Sprache, um sich nicht nur im Alltag, sondern insbesondere im berufsfachlichen Austausch verst\u00e4ndigen zu k\u00f6nnen. \u201eWir haben im Schuljahr 2017\/18 so viele Gefl\u00fcchtete wie nie zuvor in den Klassen der Berufsschule\u201c, erl\u00e4utert Joachim Steu\u00dfloff, Schulleiter der Beruflichen Schulen in Ahrensburg. \u201eDies ist nat\u00fcrlich aufgrund des Fachkr\u00e4ftemangels in vielen Bereichen sehr positiv\u201c, so Dirk Witt, Abteilungsleiter am Regionalen Berufsbildungszentrum M\u00f6lln. Schwierigkeiten bereiten allerdings die sprachlichen H\u00fcrden. \u201eIntellektuell w\u00e4ren die meisten Migrantinnen und Migranten auch durchaus in der Lage dem Unterricht zu folgen, leider hapert es aber oft an den erforderlichen Deutschkenntnissen.\u201c, erkl\u00e4rt der Studiendirektor weiter. Die Schulen versuchen dem mit vermehrter Lehrer-Doppelbesetzung und Zusatzunterricht in Deutsch als Zweitsprache zu begegnen.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund des anhaltenden Trends zum weitergehenden Schulbesuch und der meist einhergehenden Studienausrichtung heben die Teilnehmer des Ausbildungsb\u00fcndnisses nochmals den Wert der dualen Ausbildung hervor. \u201eDie betriebliche Ausbildung bietet den jungen Leuten alle Karrierechancen. Mit dem erfolgreichen Berufsabschluss wird zum Beispiel zugleich der Realschulabschluss erworben. Eine duale Berufsausbildung ist zudem die Basis f\u00fcr weitere Karriereschritte. So erm\u00f6glicht sie die Weiterbildung zum Betriebswirt, Meister oder Techniker. Ebenso kann man sich mit einer abgeschlossenen Ausbildung nach dreij\u00e4hriger Berufspraxis f\u00fcr eine Hochschuleignungspr\u00fcfung anmelden. Ein Studium ist also auch mit einer Berufsausbildung m\u00f6glich. Damit bieten sich Perspektiven in leitenden T\u00e4tigkeiten bis hin zur Betriebsf\u00fchrung\u201c, erkl\u00e4ren sie.<\/p>\n<p>Jugendlichen, die bei der Berufs- und Ausbildungssuche noch nicht aktiv geworden sind, r\u00e4t die Chefin der Arbeitsagentur: \u201eAllen, die bisher keinen Kontakt zur Berufsberatung hatten, empfehle ich dringend, sich jetzt bei uns zu melden. Unsere Berufsberater helfen, den richtigen Ausbildungsberuf und die passende Ausbildungsstelle zu finden. Es gibt jetzt noch freie Ausbildungspl\u00e4tze in fast allen Bereichen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Die Mitglieder des regionalen Ausbildungsb\u00fcndnisses* trafen sich im Jobcenter in M\u00f6lln, um eine Zwischenbilanz zum Ausbildungsmarkt in den Kreisen Herzogtum Lauenburg und Stormarn zu ziehen. Das gemeinsame Fazit: die Unternehmen wollen ausbilden und suchen Nachwuchs, in fast allen Bereichen gibt es aktuell noch freie Ausbildungsstellen. 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