{"id":28708,"date":"2021-02-28T06:35:51","date_gmt":"2021-02-28T04:35:51","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=28708"},"modified":"2021-03-03T10:17:20","modified_gmt":"2021-03-03T08:17:20","slug":"kreisforst-linke-fordern-einschlagsmoratorium-fuer-mindestens-fuenf-jahre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2021\/02\/28\/kreisforst-linke-fordern-einschlagsmoratorium-fuer-mindestens-fuenf-jahre\/","title":{"rendered":"Kreisforst: Linke fordern Einschlagsmoratorium f\u00fcr mindestens f\u00fcnf Jahre"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ratzeburg (pm).<\/strong> Anfang Februar trafen sich interessierte B\u00fcrger zu dem Vortrag \u201eWie kann die Anpassung der W\u00e4lder an den Klimawandel gelingen&#8220; zu dem die Partei DIE LINKE zu einer Online-Veranstaltung eingeladen hatte. Der Diplom Forstwirt und Leitende Forstdirektor i.R Dr. Lutz F\u00e4hser erl\u00e4uterte in seinem rund eineinhalbst\u00fcndigen Vortrag anhand wissenschaftlicher Fakten und Beispielen, warum es essenziell wichtig ist, den heimischen Wald als ein sch\u00fctzenswertes \u00d6kosystem zu begreifen.<\/p>\n<p>Er unterstrich dabei mehrfach, dass das \u00d6kosystem Wald derzeit sehr fragil ist und stellte Ma\u00dfnahmen vor, die notwendig sind damit der Lebensraum Wald dem Klimawandel m\u00f6glichst gut begegnen kann. Er verglich den Wald mit einem magers\u00fcchtigen Patienten, der trotz seiner geschw\u00e4chten Konstitution einer hohen Belastung ausgesetzt sei. \u201eDas h\u00e4lt der Mensch und auch der Wald nicht lange durch,&#8220; so seine Worte.<\/p>\n<p>Wichtig sei es vor allen Dingen die Feuchtigkeit in den W\u00e4ldern zu halten, hierzu m\u00fcsse man unbedingt darauf achten, dass die Baumkronen nicht ausgelichtet werden und Totholz im Wald verbleibt, um den Kreislauf und die Biodiversit\u00e4t im Wald zu gew\u00e4hrleisten und diesen dadurch widerstandsf\u00e4hig zu halten.<\/p>\n<p>\u201eHerrn F\u00e4hsers mahnende Worte haben uns erneut vor Augen gef\u00fchrt, dass es vor allem wichtig ist, dem Wald eine Ruhepause zu g\u00f6nnen. Auch die anschlie\u00dfende, rund einst\u00fcndige, Diskussion mit \u00fcber 50 Teilnehmern aus einem breiten Spektrum von Naturschutzorganisationen, Parteien und besorgten Menschen aus dem gesamten Kreisgebiet zeigte, dass sich die Bev\u00f6lkerung mehr Sorgfalt und F\u00fcrsorge im Umgang mit den heimischen Forsten und W\u00e4ldern w\u00fcnscht&#8220;, betont Yvonne Treptow, Sprecherin des Kreisverbandes der Partei DIE LINKE. Sie f\u00fchrte weiter aus: \u201eDaher fordern wir weiterhin ein Einschlagsmoratorium f\u00fcr mindestens f\u00fcnf Jahre sowie die Einrichtung eines Waldbeirates f\u00fcr den Kreis Herzogtum Lauenburg. Bei der derzeit laufenden Waldinventur, hat der vom Kreis beauftragte Gutachter stattdessen eine Steigerung der Hiebs\u00e4tze um 60 Prozent empfohlen. Das ist mit einer klimagerechten Waldwirtschaft nicht zu vereinbaren. Wir erwarten von der Forstverwaltung eine eindeutige Positionierung zu dieser Fragestellung und einen ergebnisoffenen \u00f6ffentlichen Dialog zur Zukunft unserer W\u00e4lder.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ratzeburg (pm). Anfang Februar trafen sich interessierte B\u00fcrger zu dem Vortrag \u201eWie kann die Anpassung der W\u00e4lder an den Klimawandel gelingen&#8220; zu dem die Partei DIE LINKE zu einer Online-Veranstaltung eingeladen hatte. 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