{"id":28583,"date":"2021-02-20T11:54:29","date_gmt":"2021-02-20T09:54:29","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=28583"},"modified":"2021-02-21T10:11:45","modified_gmt":"2021-02-21T08:11:45","slug":"corona-impfdebatte-im-haupt-und-innenausschuss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2021\/02\/20\/corona-impfdebatte-im-haupt-und-innenausschuss\/","title":{"rendered":"Corona: Impfdebatte im Haupt- und Innenausschuss"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Der Haupt- und Innenausschuss des Kreistages Herzogtum Lauenburg wird am kommenden Dienstag, 23. Februar 2021, 17.30 Uhr zu einer Sondersitzung in der Kreisfeuerwehrzentrale Elmenhorst zusammentreten. Auf Antrag der SPD-Kreistagsfraktion soll bereits vor dem regul\u00e4ren Sitzungstermin am 8. M\u00e4rz, neben weiteren Tagesordnungspunkten das Thema \u201eVerfahrensweise bei \u00fcbersch\u00fcssigen Impfdosen im Kreis Herzogtum Lauenburg&#8220; behandelt werden.<\/p>\n<p>Am Donnerstagabend, 18. Februar 2021, hatte Landrat Dr. Christoph Mager die Fraktionsvorsitzenden des Lauenburgischen Kreistages \u00fcber eine Presseanfrage zu diesem Thema informiert. Demnach liegen einer Redaktion offenbar Informationen \u00fcber Corona-Impfungen von Kreismitarbeitenden vor. In seiner Stellungnahme erkl\u00e4rte Landrat Christoph Mager die Situation so: \u201eMit Beginn der Impfungen im Impfzentrum Alt-M\u00f6lln sind \u2013 wie in anderen Impfzentren auch \u2013 abends nach Abschluss der terminierten Impfungen Restimpfdosen \u00fcbrig geblieben. Mit diesen nur kurze Zeit haltbaren Biontech-Restimpfdosen wurden zun\u00e4chst die Mitarbeiter in den Impfzentren geimpft. Mitarbeiter in den Impfzentren sind neben den \u00c4rzten der Kassen\u00e4rztlichen Vereinigung, den Soldaten der Bundeswehr und dem Personal des DRK auch Mitarbeiter der Kreisverwaltung. Restimpfstoffe k\u00f6nnen nach der Corona-ImpfVO im Zweifel zwar auch unabh\u00e4ngig von den Priorit\u00e4tsgruppen verimpft werden, damit kein Impfstoff verschwendet wird. Dieser Personenkreis in den Impfzentren ist aber nach Paragraf 2 Absatz 1 Nr. 4 der Corona-ImpfVO (\u201eh\u00f6chste Priorit\u00e4t&#8220;) ohnehin dazu berechtigt. F\u00fcr die Kreisverwaltung sind dies Mitarbeiter verschiedener Fachdienste. Auch ich bin darunter, weil ich bereits mehrfach Wochenenddienste im Impfzentrum wahrgenommen habe und dies auch in Zukunft tun werde.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus sind Mitarbeiter des sozialpsychiatrischen Krisendienstes aus Resten geimpft worden, wozu auch \u00c4rzte des Gesundheitsamtes geh\u00f6ren, weil diese sich regelm\u00e4\u00dfig in Situationen zu begeben haben, in denen sie einem hohen Expositionsrisiko ausgesetzt sind. Deren Berechtigung folgt auch aus Paragraf 2 Absatz 1 Nr. 4 a. E. der Corona-ImpfVO.<\/p>\n<p>Einige Mitarbeiter des Gesundheitsamtes sind zu Zeiten, in denen keine anderen kurzfristig verf\u00fcgbaren Personen aus der Kategorie \u201eh\u00f6chste Priorit\u00e4t&#8220; (Paragraf 2 der Corona ImpfVO) zur Verf\u00fcgung standen, geimpft worden. Als Mitarbeiter des \u00f6ffentlichen Gesundheitsdienstes geh\u00f6ren sie zu den Berechtigten mit \u201ehoher Priorit\u00e4t&#8220; Paragraf 3 der Corona ImpfVO) und ich halte diesen derzeit systemkritischen Personenkreis bei der Vergabe der Restimpfstoffe in diesem Fall durchaus f\u00fcr ber\u00fccksichtigungsw\u00fcrdig. Im \u00dcbrigen werden aus den Restimpfdosen Mitarbeiter ambulanter Pflegedienste, Pflegekr\u00e4fte aus Einrichtungen der Eingliederungshilfe, andere anwesende der ersten Priorit\u00e4tsgruppe oder Polizisten geimpft.&#8220;<\/p>\n<p>Durch die Gr\u00f6\u00dfen der Impfstoffampullen, mit anfangs f\u00fcnf, derzeit sechs Impfdosen je Einheit, komme es immer wieder vor, das am Ende des Impftages Impfdosen aus angebrochenen Ampullen \u00fcbrigbleiben. Eine Lagerung angebrochener Ampullen ist durch den Hersteller nicht gestattet, so dass der Impfstoff am selben Tag verimpft oder entsorgt werden m\u00fcsse. \u201eEine Entsorgung von wertvollem Impfstoff kommt f\u00fcr mich nicht in Frage&#8220;, so Mager. Dies war auch eine Empfehlung aus dem Sozialministerium: Restmengen aus angebrochenen Phiolen sollen m\u00f6glichst verimpft werden.<\/p>\n<p>Die Menge an Restimpfstoffen war bei der \u00d6ffnung des Impfzentrums in Alt-M\u00f6lln nicht vorhersehbar: \u201eNiemand hatte bisher Erfahrung mit den Abl\u00e4ufen oder konnte vorhersehen, dass wir am Ende des Tages Impfstoffmengen \u00fcbrig haben werden. Daf\u00fcr gab es einfach keinen Plan oder ein System. Die Mitarbeitenden des Impfzentrums haben daher an den ersten Abenden des Impfdienstes, Impfkandidaten angerufen, in der Hoffnung, dass sie spontan Zeit haben.&#8220; Das sei mittlerweile anders: \u201eF\u00fcr Restmengen gibt es jetzt Ansprechpersonen aus ambulanten Pflegediensten, dem Rettungsdienst und anderen priorisierten Personenkreisen, die abends spontan Personal zum Impfen schicken k\u00f6nnen, falls entsprechende Restmengen anfallen. F\u00fcr diese Impfungen wird und wurde kein einziger best\u00e4tigter Impftermin anderer berechtigter Personen abgesagt&#8220;, betont Mager, \u201eIch kann nachvollziehen, dass es zur Priorisierung Fragen gibt . Diese werde ich in der kommenden Sitzung gerne beantworten.&#8220; Die Tagesordnung wird neben dem Sonderthema \u201eImpfstoff&#8220; alle weiteren Tagesordnungspunkte der n\u00e4chsten regul\u00e4ren Sitzung enthalten. Die Sitzung am 8. M\u00e4rz entf\u00e4llt damit. Die aktuelle Tagesordnung ist unter <a href=\"http:\/\/www.kreis-rz.de\/Sitzungskalender\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.kreis-rz.de\/Sitzungskalender<\/a> einzusehen.<\/p>\n<p>Aufgrund der andauernden Corona-Pandemie sind derzeit maximal f\u00fcnf Besucherinnen und Besucher in den Sitzungen der Kreistagsaussch\u00fcsse zugelassen, eine Einwohnerfragestunde findet nicht statt. Fragen an die Mitglieder des Ausschusses k\u00f6nnen per Email an <a href=\"mailto:kreisorgane@kreis-rz.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">kreisorgane@kreis-rz.de<\/a> eingereicht werden.<\/p>\n<p>Mit Stand vom Freitagnachmittag, 19.02.2021, 15 Uhr gab es insgesamt 2.940 laborbest\u00e4tigte Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Erreger im Kreis Herzogtum Lauenburg, 26 mehr als am Vortag, 69 Personen verstarben in Folge ihrer Infektion. In bisher 52 F\u00e4llen wurde die sogenannte britische Variante des Virus B1.1.7 festgestellt. 2.439 Menschen gelten zwischenzeitlich wieder als genesen, damit sind derzeit 432 Menschen akut infiziert. Der Inzidenzwert f\u00fcr Sonnabend, 20. Februar 2021 steigt damit voraussichtlich auf 70,2 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Alle aktuellen Informationen zu Corona im Kreis Herzogtum Lauenburg unter <a href=\"http:\/\/www.kreis-rz.de\/corona\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.kreis-rz.de\/corona<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Der Haupt- und Innenausschuss des Kreistages Herzogtum Lauenburg wird am kommenden Dienstag, 23. Februar 2021, 17.30 Uhr zu einer Sondersitzung in der Kreisfeuerwehrzentrale Elmenhorst zusammentreten. Auf Antrag der SPD-Kreistagsfraktion soll bereits vor dem regul\u00e4ren Sitzungstermin am 8. 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