{"id":28387,"date":"2021-02-09T12:16:39","date_gmt":"2021-02-09T10:16:39","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=28387"},"modified":"2021-02-09T12:16:39","modified_gmt":"2021-02-09T10:16:39","slug":"gewerkschaft-ngg-fordert-mindest-kurzarbeitergeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2021\/02\/09\/gewerkschaft-ngg-fordert-mindest-kurzarbeitergeld\/","title":{"rendered":"Gewerkschaft NGG fordert Mindest-Kurzarbeitergeld"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Angesichts weiterhin geschlossener Restaurants, Caf\u00e9s und Hotels im Herzogtum macht die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten (NGG) auf die wachsende Notlage der Besch\u00e4ftigten aufmerksam \u2013 und fordert die Einf\u00fchrung eines Mindest-Kurzarbeitergeldes von 1.200 Euro im Monat. Die NGG geht davon aus, dass die Kurzarbeit aktuell erneut die Ausma\u00dfe des Lockdowns vom Fr\u00fchjahr vergangenen Jahres angenommen hat. Damals meldeten 183 gastgewerbliche Betriebe im Herzogtum Kurzarbeit an \u2013 das sind 68 Prozent aller Betriebe der Branche im Kreis Herzogtum Lauenburg.<\/p>\n<p>Die Zahl der K\u00f6chinnen, Kellner und Hotelfachleute in Kurzarbeit stieg im April 2020 auf 995. Dies geht aus einer Sonderauswertung der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit hervor. Nach Angaben des Ifo-Instituts waren im Januar 2021 bundesweit 56 Prozent aller Besch\u00e4ftigten des Gastgewerbes in Kurzarbeit. Zum Vergleich: In der Gesamtwirtschaft lag die Quote bei lediglich 7,8 Prozent.<\/p>\n<p>\u201eIm Unterschied zu anderen Branchen dauert der derzeitige Lockdown f\u00fcr die Gastronomie und Hotellerie immerhin schon seit Anfang November. Die Besch\u00e4ftigten wissen nicht mehr, wie sie noch ihre Miete bezahlen sollen. Ihre letzten Reserven sind l\u00e4ngst aufgebraucht. Und es k\u00f6nnten noch Monate vergehen, bis Hotels und Gastst\u00e4tten wieder \u00f6ffnen\u201c, sagt Silke Kettner, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der NGG-Region Hamburg-Elmshorn. \u201eWegen ohnehin niedriger L\u00f6hne und fehlender Trinkgelder spitzt sich die Lage der Besch\u00e4ftigten auch im Herzogtum dramatisch zu. Ohne schnelle und unb\u00fcrokratische Hilfe drohen den Menschen existentielle Probleme\u201c, betont Kettner.<\/p>\n<p>Zusammen mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die NGG deshalb Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Koalitionsspitzen in einem offenen Brief aufgefordert, ein branchen\u00fcbergreifendes Mindest-Kurzarbeitergeld in H\u00f6he von 1.200 Euro pro Monat einzuf\u00fchren. Am 11. Februar debattiert auch der Deutsche Bundestag \u00fcber das Thema. Au\u00dferdem haben ver.di und die NGG eine Online-Petition zum Mindest-Kurzarbeitergeld gestartet. Weitere Infos unter <a href=\"https:\/\/www.ngg.net\/mindest-kug\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.ngg.net\/mindest-kug<\/a><\/p>\n<p>\u201eWenn die Politik Unternehmen mit enormen Steuermitteln unterst\u00fctzt, um eine Pleitewelle zu verhindern, dann muss auch genug Geld f\u00fcr die da sein, die jetzt jeden Cent zweimal umdrehen m\u00fcssen\u201c, sagt Silke Kettner. Gerade in kleineren Pensionen und Gastst\u00e4tten in der Region verdienten viele Besch\u00e4ftigte kaum mehr als den gesetzlichen Mindestlohn. Eine Kellnerin, die in Vollzeit zum Mindestlohn arbeitet, kommt im ersten Bezugsmonat auf nur 728 Euro Kurzarbeitergeld (ledig, ohne Kinder, Kirchensteuer), so die NGG. Selbst nach der Erh\u00f6hung auf 80 Prozent des Einkommens, wie sie nach sieben Monaten Kurzarbeit greift, bleiben nur 971 Euro im Monat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). 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