{"id":28369,"date":"2021-02-08T13:28:08","date_gmt":"2021-02-08T11:28:08","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=28369"},"modified":"2021-02-08T13:28:08","modified_gmt":"2021-02-08T11:28:08","slug":"trotz-ruhestand-ulrike-borghardt-sohns-bleibt-kreiskantorin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2021\/02\/08\/trotz-ruhestand-ulrike-borghardt-sohns-bleibt-kreiskantorin\/","title":{"rendered":"Trotz Ruhestand: Ulrike Borghardt-Sohns bleibt Kreiskantorin"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ratzeburg (pm).<\/strong> Seit 1999 war Ulrike Borghardt-Sohns Kirchenmusikerin in der Kirchengemeinde St. Georg auf dem Berge in Ratzeburg. Nach einem Abschiedsgottesdienst am Sonntag, 7. Februar 2021, verlie\u00df sie diese Stelle in den Ruhestand. In ihrem Amt als Kreiskantorin der Propstei Lauenburg bleibt die Kirchenmusikerin noch bis 2022 weiter t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Seit gut 20 Jahren in Ratzeburg<\/p>\n<p>Sie ist seit einiger Zeit schon beim Sortieren: Ulrike Borghardt-Sohns verl\u00e4sst Ende Februar 2021 ihre Kirchenmusikerstelle in der Kirchengemeinde St. Georg auf dem Berge in Ratzeburg. Dabei fallen ihr immer wieder Bilder in die Hand, die von ihren gut 20 Jahren an dieser Vorstadtgemeinde erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Kantorei und Ch\u00f6re gegr\u00fcndet<\/p>\n<p>\u201eAn der Wand im B\u00fcro h\u00e4ngt noch ein Bild der Kantorei\u201c, sagt die Kirchenmusikerin. Diesen Chor hatte sie 1999 gegr\u00fcndet, als sie ihre Stelle an der Kirche angenommen hatte. Da war sie bereits seit einigen Jahren ehrenamtlich Organistin und kannte diese Gemeinde schon sehr gut. \u201eEs war damals eine aufbl\u00fchende Gemeinde\u201c, erinnert sie sich. Und sie zeigt ein Bild mit Kindern in einer Schiffskulisse. \u201eDas sind hier meine beiden Kinderch\u00f6re, die ich hier aufgebaut habe.\u201c Unz\u00e4hlige Singspiele habe sie f\u00fcr die kleinen S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger geschrieben, wie eben das \u00fcber Noah auf dem Bild.<br \/>\nDie Chormusik f\u00e4llt auch Pr\u00f6pstin Frauke Eiben ein, die zum Abschied von Ulrike Borghardt-Sohns sagt: \u201eEigentlich sollte es zum Abschied ein wunderbares Konzert geben, aber nun ist es coronabedingt ein bescheidener Abschied in der Georgsberger Kirche.<br \/>\nSingen ist gerade nicht m\u00f6glich, auch nicht f\u00fcr die wunderbaren Ch\u00f6re, die Ulrike Borghardt-Sohns geleitet hat, die Kinder und die Erwachsenen, die so oft in der Kirchengemeinde und in ganz Ratzeburg musiziert haben.\u201c<\/p>\n<p>Kirchenmusik als Fenster in die Gemeinden<\/p>\n<p>Die Bedeutung der Ch\u00f6re f\u00fcr das Gemeindeleben sch\u00e4tzt auch Borghardt-Sohns hoch. Die Kirchenmusik sei ein Fenster, durch das auch neue Menschen an die Kirchengemeinde herangef\u00fchrt und -gebunden werden k\u00f6nnen. Das sei auch in der Gemeinde St. Georgsberg, die ein wachsendes Neubaugebiet betreue, sehr wichtig. Diesen Teil der Arbeit betont auch Pr\u00f6pstin Frauke Eiben: \u201eUlrike Borghardt-Sohns hat die Gabe, durch ihre verbindende Herzlichkeit, Liebe zur Musik und ihrer Kirche und ihre Professionalit\u00e4t Menschen f\u00fcr Musik zu begeistern und zu binden.<br \/>\nDanke daf\u00fcr!\u201c<\/p>\n<p>Kammermusikalische Abende als regelm\u00e4\u00dfige Einrichtung<\/p>\n<p>Bilder von kleinen Orchestern im Kirchenraum sind zu sehen: \u201eDas ist meine Kammermusikreihe, die es seit etwa zehn Jahren gibt\u201c, berichtet Borghardt-Sohns, die in Hannover Schul- und Kirchenmusik studiert hatte. Eine Stunde Musik und Beisammensein ohne Eintritt \u2013 das Konzept ging auf und war bis zum Beginn der Kontakteinschr\u00e4nkungen sehr erfolgreich. Unter anderem auch deshalb, weil sie immer wieder junge Musiker:innen der Musikhochschule L\u00fcbeck auf den Georgsberg lockte. \u201eEs ist immer sehr begl\u00fcckend, welche M\u00f6glichkeiten die Kirchenmusik bietet\u201c, unterstreicht Ulrike Borghardt-Sohns. Sie sei ein wichtiger Teil der Verk\u00fcndigung von Gottes Wort.<\/p>\n<p>Kreiskantorin im Prozess der Regionalisierung<\/p>\n<p>Obwohl Ulrike Borghardt-Sohns jetzt die Kirchenmusikerstelle in Ratzeburg aufgibt, bleibt sie der Kirchenmusik im Kirchenkreis L\u00fcbeck-Lauenburg erhalten. Seit 2017 ist sie Kreiskantorin in der Propstei Lauenburg. Pr\u00f6pstin Frauke Eiben freut sich, dass sie dieses Amt weiter aus\u00fcbt: \u201eVon Herzen bin ich froh, dass Frau Borghardt-Sohns uns als Kirchenkreiskantorin noch bis 2022 erhalten bleibt. F\u00fcr die weiteren Entwicklungen in unserem Kirchenkreis ist es von gro\u00dfem Gewinn, dass sie mitdenkt und Impulse f\u00fcr die Kirchenmusik gibt.\u201c Und Borghardt-Sohns betont:\u201eDas m\u00f6chte ich unbedingt weitermachen: Wir sind im Regionalisierungs-Prozess unseres Kirchenkreises an einem wichtigen Punkt angekommen. Leider werden die finanziellen Rahmenbedingungen f\u00fcr eine weitere qualifizierte kirchenmusikalische Arbeit immer schwieriger, und gerade jetzt werden wichtige Weichen f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre gestellt. F\u00fcr die Kirchenmusiker:innen und die vielen Menschen, die sich in unserer Propstei musikalisch engagieren, m\u00f6chte ich mich dabei sehr gerne noch weiter einsetzen. \u201c<\/p>\n<p>Borghardt-Sohns im Podcast \u201eMein Lieblingsst\u00fcck\u201c<\/p>\n<p>Wer die musikalische Seite von Ulrike Borghardt-Sohns genauer kennen lernen m\u00f6chte: In der Februar-Folge des Podcasts \u201eMein Lieblingsst\u00fcck\u201c stellt sie Musik von Carl Philipp Emanuel Bach vor. (Text: Georg Gemander)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ratzeburg (pm). Seit 1999 war Ulrike Borghardt-Sohns Kirchenmusikerin in der Kirchengemeinde St. Georg auf dem Berge in Ratzeburg. Nach einem Abschiedsgottesdienst am Sonntag, 7. Februar 2021, verlie\u00df sie diese Stelle in den Ruhestand. In ihrem Amt als Kreiskantorin der Propstei Lauenburg bleibt die Kirchenmusikerin noch bis 2022 weiter t\u00e4tig. 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