{"id":28317,"date":"2021-02-05T09:55:10","date_gmt":"2021-02-05T07:55:10","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=28317"},"modified":"2021-02-05T11:05:32","modified_gmt":"2021-02-05T09:05:32","slug":"wie-kann-die-anpassung-der-waelder-an-den-klimawandel-gelingen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2021\/02\/05\/wie-kann-die-anpassung-der-waelder-an-den-klimawandel-gelingen\/","title":{"rendered":"Wie kann die Anpassung der W\u00e4lder an den Klimawandel gelingen?"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_28318\" aria-describedby=\"caption-attachment-28318\" style=\"width: 199px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/2021.herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Lutz-Fa\u0308hser_2013_Photo-Martin-Fa\u0308hser-Harlan.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-28318\" src=\"https:\/\/2021.herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Lutz-Fa\u0308hser_2013_Photo-Martin-Fa\u0308hser-Harlan-199x300.jpg\" alt=\"\" width=\"199\" height=\"300\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-28318\" class=\"wp-caption-text\">Lutz Fa\u0308hser. Foto: Martin Fa\u0308hser-Harlan<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Nicht nur die W\u00e4lder im Lauenburgischen leiden unter Klimastress. Je nach Zustand und Stabilit\u00e4t des \u00d6kosystems Wald, kann dieser mehr oder weniger gut mit den sich \u00e4ndernden klimatischen Bedingungen zurechtkommen. Im Zusammenhang mit der zurzeit laufenden Waldinventur der Kreisforsten wird zum Teil hitzig \u00fcber die Ausrichtung der Waldbewirtschaftung f\u00fcr die n\u00e4chsten zehn Jahre diskutiert. Gibt es technische L\u00f6sungen, bei denen gezielt vermeintlich klimaresistente Baumarten angepflanzt werden, oder liegt die L\u00f6sung eher in einer Minimierung der Eingriffe und einer nat\u00fcrlichen Waldverj\u00fcngung heimischer standortangepasster B\u00e4ume?<\/p>\n<p>Zur aktuellen Diskussion \u00e4u\u00dfert sich Yvonne Treptow, Kreisverbandssprecherin der Linkspartei: \u201eLeider wird die Debatte bisher im Wesentlichen in den Gremien des Kreistages und der Verwaltung gef\u00fchrt, ohne dass die Bev\u00f6lkerung mitgenommen wird. Auch die j\u00fcngsten Ver\u00f6ffentlichungen von Landrat Dr. Mager und dem Leiter der Kreisforsten Herrn Niemann haben wenig zur Versachlichung der Diskussion beigetragen. Wenn man sich auf der einen Seite f\u00fcr eine naturnahe Waldwirtschaft sowie \u00fcberdurchschnittliche Holzvorr\u00e4te r\u00fchmt und auf der anderen Seite die Einschlagsmengen in Zeiten des Klimawandels ohne Not um satte 60 % auf einen Schlag erh\u00f6hen will, muss man das schon mal der \u00d6ffentlichkeit erkl\u00e4ren. Das passt doch nicht zusammen. Der Kreisverwaltung mangelt es hier mal wieder an der n\u00f6tigen Transparenz. Der Kreisforst ist ein B\u00fcrger*innen-Wald, nicht Eigentum von leitenden Beamten und Politikern.&#8220;<\/p>\n<p>Um einen sachlichen und wissenschaftlich fundierten Dialog in Gang zu bringen, konnte Die Linke den Leitenden Forstdirektor i. R. Dr. F\u00e4hser f\u00fcr eine \u00f6ffentliche Online-Veranstaltung zum Thema \u201e\u00d6kologische Waldwende&#8220; gewinnen. Dieser hat hierzu gerade als Mitherausgeber das Buch \u201eDer Holzweg &#8230;&#8220; im oekom-Verlag ver\u00f6ffentlicht. Treptow: \u201eIch freue mich sehr, dass sich Dr. F\u00e4hser in die Diskussion um die Zukunft unserer Kreisforsten einbringen wird. Herr F\u00e4hser besch\u00e4ftigt sich seit Jahrzehnten mit \u00f6kologischer Waldwirtschaft und ist als hier geborener und aufgewachsener B\u00fcrger ein ausgewiesener Kenner des Zustands der hiesigen W\u00e4lder. Ob wir den Klimawandel in einigerma\u00dfen ertr\u00e4gliche Bahnen lenken k\u00f6nnen, wird sich durch unser Handeln in den n\u00e4chsten Jahren entscheiden. Der Wald spielt dabei eine wesentliche Rolle, und Herzogtum Lauenburg ist der waldreichste Kreis in Schleswig-Holstein. Jetzt werden die Weichen f\u00fcr die Forstwirtschaft der n\u00e4chsten zehn Jahre gestellt, da ist es doch h\u00f6chste Zeit, die \u00d6ffentlichkeit einzubeziehen. Neben den interessierten Einwohnerinnen und Einwohner sind selbstverst\u00e4ndlich auch Herr Dr. Mager, Herr Niemann sowie weitere Vertreter aus Politik und Verwaltung herzlich eingeladen, sich an dem Dialog zu beteiligen, um die Walddiskussion nicht nur zu versachlichen, sondern auch zu verfachlichen.&#8220;<\/p>\n<p>Die Online-Veranstaltung mit Dr. F\u00e4hser findet am Dienstag, 9. Februar 2021, um 19 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen sind ab sofort unter Info@DieLinke-KHL.de m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Zur Person:<\/p>\n<p>Dr. Lutz F\u00e4hser (geb. 1944) ist Leitender Forstdirektor i.R. und bis zur Pensionierung im Jahr 2009 im Stadtwald der Hansestadt L\u00fcbeck t\u00e4tig gewesen, wozu auch die Betreuung des Revieres Behlendorf mit 1.600 ha Wald im Kreis Lauenburg geh\u00f6rte. Er hat 1977 an der Universit\u00e4t Freiburg in forstlicher Betriebswirtschaft promoviert. Danach wechselten verschiedene T\u00e4tigkeiten in Wissenschaft und Praxis einander ab. Als Berater ist er in der Entwicklungszusammenarbeit in 30 L\u00e4ndern t\u00e4tig gewesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Nicht nur die W\u00e4lder im Lauenburgischen leiden unter Klimastress. Je nach Zustand und Stabilit\u00e4t des \u00d6kosystems Wald, kann dieser mehr oder weniger gut mit den sich \u00e4ndernden klimatischen Bedingungen zurechtkommen. 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