{"id":28281,"date":"2021-02-03T11:58:10","date_gmt":"2021-02-03T09:58:10","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=28281"},"modified":"2021-02-03T11:58:10","modified_gmt":"2021-02-03T09:58:10","slug":"herzogtum-lauenburg-23-prozent-weniger-minijobs-im-gastgewerbe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2021\/02\/03\/herzogtum-lauenburg-23-prozent-weniger-minijobs-im-gastgewerbe\/","title":{"rendered":"Herzogtum Lauenburg: 23 Prozent weniger Minijobs im Gastgewerbe"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Wenn die Pandemie den Job kostet: Im Zuge der Coronakrise ist die Zahl der Minijobs im Kreis Herzogtum Lauenburg um sieben Prozent gesunken. Mitte vergangenen Jahres gab es rund 14.400 geringf\u00fcgig entlohnte Arbeitsverh\u00e4ltnisse \u2013 ein Jahr zuvor waren es noch 15.500. Besonders stark war der R\u00fcckgang im Gastgewerbe. In der Branche gingen binnen eines Jahres 372 Minijobs verloren \u2013 ein Minus von 23 Prozent. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten (NGG) mit und beruft sich hierbei auf neueste Zahlen der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit. \u201e450-Euro-Kr\u00e4fte z\u00e4hlen zu den Hauptverlierern der Wirtschaftskrise. Sie haben bislang keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, werden h\u00e4ufiger gek\u00fcndigt und sind sozial kaum abgesichert\u201c, sagt Sarah Witte, Gewerkschaftssekret\u00e4rin der NGG-Region Hamburg-Elmshorn.<\/p>\n<p>Die Statistik spiegele eine \u201eenorme Unwucht\u201c auf dem heimischen Arbeitsmarkt wider. W\u00e4hrend dank staatlicher Hilfen wie der Kurzarbeit die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Stellen in der Region nahezu konstant geblieben sei, treffe die Pandemie prek\u00e4r Besch\u00e4ftigte besonders hart. Nach dem Prinzip \u201eHire and Fire\u201c (Heuern und Feuern) lebten sie in st\u00e4ndiger Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. \u201eBetroffen sind gerade Frauen, die eine 450-Euro-Stelle als Kellnerin oder K\u00fcchenhilfe oft als einzige Einnahmequelle haben. Auch f\u00fcr viele Studierende, die sich nebenher etwas hinzuverdienen, sind die Folgen des Jobverlustes dramatisch\u201c, betont Witte.<\/p>\n<p>Durch die historische Krise werde die prek\u00e4re Situation der Geringverdiener besonders sichtbar. Sie sei aber auch vor der Pandemie schon inakzeptabel gewesen, so die Gewerkschafterin. \u201eDas Problem ist, dass die Politik durch abgabenfreie Minijobs schon seit Jahren falsche Anreize setzt. Es ist h\u00f6chste Zeit, diese Stellen sozialversicherungspflichtig zu machen.\u201c Nur wenn Sozialabgaben, Kranken-, Pflege- und Rentenversicherungsbeitr\u00e4ge gezahlt w\u00fcrden, k\u00f6nnten Besch\u00e4ftigte wirksam gesch\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>Eine Heraufsetzung der Verdienstgrenze bei den Minijobs auf monatlich 600 Euro, wie sie derzeit Teile der Union fordern, gehe dagegen \u201ein die v\u00f6llig falsche Richtung\u201c, so Witte. Damit werde eine problematische Besch\u00e4ftigungsform weiter ausgebaut, statt sie einzud\u00e4mmen. Nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) w\u00fcrden durch eine Heraufsetzung bundesweit rund 470.000 Menschen mit regul\u00e4ren Stellen ungewollt zu Minijobbern. \u201eDie Coronakrise hat den Blick auf viele gesellschaftliche Probleme gelenkt. Dazu geh\u00f6ren die Minijobs. Die Politik muss hier arbeitsmarktpolitisch umsteuern\u201c, fordert Witte.<\/p>\n<p>Zum Vergleich: Laut Arbeitsagentur nahm die Zahl sozialversicherungspflichtiger Stellen im Kreis Herzogtum Lauenburg zwischen Juni 2019 und Juni 2020 um lediglich 0,3 Prozent ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Wenn die Pandemie den Job kostet: Im Zuge der Coronakrise ist die Zahl der Minijobs im Kreis Herzogtum Lauenburg um sieben Prozent gesunken. Mitte vergangenen Jahres gab es rund 14.400 geringf\u00fcgig entlohnte Arbeitsverh\u00e4ltnisse \u2013 ein Jahr zuvor waren es noch 15.500. Besonders stark war der R\u00fcckgang im Gastgewerbe. 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