{"id":27891,"date":"2021-01-07T12:59:01","date_gmt":"2021-01-07T10:59:01","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=27891"},"modified":"2021-01-07T12:59:01","modified_gmt":"2021-01-07T10:59:01","slug":"lockdown-so-geht-es-weiter-an-schulen-und-kitas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2021\/01\/07\/lockdown-so-geht-es-weiter-an-schulen-und-kitas\/","title":{"rendered":"Lockdown: So geht es weiter an Schulen und Kitas"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg\/Kiel (pm).<\/strong> Das Land wird im Januar 2021 die Beitr\u00e4ge f\u00fcr Kita und Ganztagsbetreuung an Schulen erstatten. Das haben Finanzministerin Monika Heinold, Sozialminister Dr. Heiner Garg und Bildungsministerin Karin Prien gestern (6. Januar) in Kiel bekannt gegeben. &#8222;Zur Entlastung der Eltern stellen wir rund 25 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung. Damit k\u00f6nnen wir den Januar beitragsfrei gestalten. Wir verbinden diesen Beschluss mit dem Ziel, die Kontakte so weit wie m\u00f6glich zu reduzieren&#8220;, erkl\u00e4rte Finanzministerin Monika Heinold.<\/p>\n<p>Die Landesregierung geht davon aus, dass f\u00fcr die Erstattung der Kita- und Ganztagsbetreuungsbeitr\u00e4ge an die Tr\u00e4ger f\u00fcr einen Monat rund 25 Millionen Euro ben\u00f6tigt werden. Rund f\u00fcnfzehn Millionen Euro sollen \u00fcber die noch freien Mittel f\u00fcr die Kompensation aus dem Fr\u00fchjahr finanziert werden, die verbleibenden rund zehn Millionen Euro \u00fcber den mit dem Notkredit aufgelegten H\u00e4rtefallfonds.<\/p>\n<p>Sozialminister Dr. Heiner Garg: &#8222;Angesichts der aktuellen epidemiologischen Lage ist es notwendig, den Lockdown fortzuf\u00fchren. Wir setzen dabei alles daran, auch in dieser besonders schwierigen Situation Eltern und ihre Kinder weiterhin bestm\u00f6glich zu unterst\u00fctzen. Deswegen werden wir die Eltern im gesamten Januar von den Kita-Beitr\u00e4gen freistellen.&#8220;<\/p>\n<p>Kita-Notbetreuung wird fortgesetzt<\/p>\n<p>Der Kita-Betrieb in Schleswig-Holstein wird sich an dem bekannten Stufenkonzept orientieren. Die Betretungsverbote werden fortgef\u00fchrt. Eine Notbetreuung wird aber auch weiterhin zur Verf\u00fcgung stehen, sodass folgende Zielgruppen betreut werden k\u00f6nnen, wenn Eltern keine alternative Betreuungsm\u00f6glichkeit zur Verf\u00fcgung haben:<\/p>\n<p>Kinder, deren (mindestens ein) Erziehungsberechtigter in Bereichen der kritischen Infrastrukturen dringend t\u00e4tig ist und Kinder von berufst\u00e4tigen Alleinerziehenden und dar\u00fcber hinaus Kinder, die einen t\u00e4glichen hohen Pflege- und Betreuungsaufwand haben, Kinder, die aus Sicht des Kindeswohls besonders sch\u00fctzenswert sind.<\/p>\n<p>Angebote der erlaubnispflichtigen Kindertagespflege k\u00f6nnen durchgef\u00fchrt, auf eine Notbetreuung beschr\u00e4nkt oder eingestellt werden. Auch wenn Kitas somit weiterhin im Rahmen einer Notbetreuung ge\u00f6ffnet haben, gilt der eindringliche Appell an die Eltern, wenn immer es m\u00f6glich ist, ihre Kinder nicht in die Kita oder Kindertagespflege zu bringen, sondern Zuhause zu betreuen. Ziel der Landesregierung ist es, die Kitas wieder im Regelbetrieb zu \u00f6ffnen, sobald das Infektionsgeschehen es zul\u00e4sst.<\/p>\n<p>Erstattung der Elternbeitr\u00e4ge<\/p>\n<p>F\u00fcr den Monat Januar werden Eltern von den Kosten der Kindertagesbetreuung entlastet. So wird das Land unabh\u00e4ngig davon, ob die Eltern ihr Kind zu Hause betreuen oder die Notbetreuung in Anspruch nehmen m\u00fcssen, die Kosten der Elternbeitr\u00e4ge \u00fcbernehmen. Dies gilt auch f\u00fcr den Bereich der Kindertagespflege. Das konkrete Verfahren der Abwicklung soll analog des Verfahrens im Fr\u00fchjahr 2020 erfolgen. Die Details wird das Land mit den kommunalen Landesverb\u00e4nden und mit den Tr\u00e4gerverb\u00e4nden kl\u00e4ren.<br \/>\nErh\u00f6hung des Kinderkrankengeldes<\/p>\n<p>Der Bund wird gesetzlich regeln, dass das Kinderkrankengeld im Jahr 2021 f\u00fcr 10 zus\u00e4tzliche Tage pro Elternteil und 20 zus\u00e4tzliche Tage f\u00fcr Alleinerziehende gew\u00e4hrt wird. Dieser Anspruch soll \u2013 anders als bisher \u2013 auch dann gelten, wenn Eltern ihre Kinder zu Hause betreuen m\u00fcssen, weil die Betreuungseinrichtung pandemiebedingt geschlossen ist beziehungsweise der Zugang zum Kinderbetreuungsangebot eingeschr\u00e4nkt wurde.<\/p>\n<p>Erstattung von Verdienstausfall<\/p>\n<p>Die beh\u00f6rdlich angeordneten Betretungsverbote erm\u00f6glichen es nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) au\u00dferdem, dass berufst\u00e4tige Eltern 67 Prozent ihres entstandenen Verdienstausfalls f\u00fcr l\u00e4ngstens zehn Wochen, Alleinerziehende f\u00fcr l\u00e4ngstens 20 Wochen erstattet bekommen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Minister Dr. Garg: &#8222;Der Schutz von Kindern hat weiterhin h\u00f6chste Priorit\u00e4t. So werden selbstverst\u00e4ndlich auch weiterhin Eltern und Kinder, die besonders belastet sind mit den vorhandenen Angeboten der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe unterst\u00fctzt.&#8220;<\/p>\n<p>Schulen<\/p>\n<p>&#8222;Das Aussetzen des Pr\u00e4senzunterrichtes hat ein Ziel: M\u00f6glichst schnell und dauerhaft unter eine landesweite Inzidenz von 50 zu kommen&#8220;, betonte Bildungsministerin Karin Prien gestern in Kiel, &#8222;Je eher wir dieses Ziel erreichen, desto eher k\u00f6nnen alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler wieder in den Pr\u00e4senzunterricht gehen. Mehr noch, wir streben diese niedrige Inzidenz insbesondere an, damit die Schulen wieder im Pr\u00e4senzunterricht \u00f6ffnen k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>Ab dem 11. Januar sollen die Sch\u00fcler in Schleswig-Holstein in der Distanz lernen, der Pr\u00e4senzunterricht in den Schulen ist ausgesetzt. Man wolle allen Sch\u00fclern im Land erm\u00f6glichen, dass sie ihre Bildungslaufbahnen wie geplant fortsetzen k\u00f6nnen. Deshalb w\u00fcrden die Abschlussjahrg\u00e4nge ab Montag entsprechende Lern- und Vorbereitungsangebote in den Schulen in Pr\u00e4senz bekommen. &#8222;Die Angebote finden in Kleingruppen mit Abstand und Hygienekonzept statt und es gilt nat\u00fcrlich weiterhin die Maskenpflicht&#8220;, betonte Prien. Wie schon im Fr\u00fchjahr werde es auch nun eine Notbetreuung f\u00fcr Sch\u00fcler der Jahrgangsstufen eins bis sechs geben.<\/p>\n<p>Prien warnte vor falschen Erwartungen an die Digitalisierung. Schule sei darauf ausgerichtet, dass Kinder und Jugendliche pers\u00f6nlich zusammenkommen. Die Vielzahl der eingeleiteten Ma\u00dfnahmen solle vor allem den Auswirkungen der Pandemie entgegensteuern: &#8222;Seit M\u00e4rz 2020 haben wir mit unz\u00e4hligen Ma\u00dfnahmen versucht, die Sch\u00e4den in Grenzen zu halten, die die Pandemie unserem Bildungssystem zuf\u00fcgt. Schule ist ein besonders wertvoller Ort. Der Unterricht im Klassenverband dient nicht nur dazu Wissen zu vermitteln. Er ist ein sozialer Raum, ein Lernraum und f\u00fcr manche Kinder und Jugendliche auch ein Schutzraum. Selbst das beste Lernmanagementsystem, selbst die perfekte Videokonferenz, k\u00f6nnen das Erlebnis gemeinsamen Lernens im Klassenraum nicht ersetzen&#8220;. Am Ende dieser Phase wolle man daher die Erfahrungen im Lernen auf Distanz auch wissenschaftlich evaluieren.<\/p>\n<p>&#8222;Ende Januar werden wir dann abh\u00e4ngig vom Infektionsgeschehen, den Inzidenzwerten und der Entwicklung der Mutationen des Virus sowie der Beschlusslage von Bund und L\u00e4ndern sehen, ob und unter welchen Bedingungen wir die Schulen im Februar wieder schrittweise f\u00fcr den Pr\u00e4senzunterricht \u00f6ffnen k\u00f6nnen&#8220;, sagte die Ministerin. Klar sei aber auch, dass es schon vorher zur Wiederaufnahme des Pr\u00e4senzunterrichts kommen k\u00f6nne, wenn in Schleswig-Holstein die Zahl der Neuinfektionen dauerhaft deutlich unter der Grenze von 50 pro 100.000 Einwohner liege.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Zeit nach dem Lockdown habe das Bildungsministerium zudem, wie im Dezember angek\u00fcndigt, den Corona-Reaktionsplan \u00fcberarbeitet. &#8222;Zuk\u00fcnftig werden wir in Landkreisen, in denen die Inzidenz \u00fcber 50 pro 100.000 Einwohner steigt, automatisch f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ab Jahrgangsstufe sieben in den Wechselunterricht gehen, und selbstverst\u00e4ndlich werden wir auch weiterhin eine Inzidenzabh\u00e4ngige Maskenpflicht in unseren Schulen haben&#8220;, so Karin Prien.<\/p>\n<p>Berufliche Schulen<\/p>\n<p>F\u00fcr die Beruflichen Schulen teilt das fachlich zust\u00e4ndige Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus folgende Regelungen f\u00fcr die Zeit nach dem 11. Januar mit: Auch in den berufsbildenden Schulen und Regionalen Berufsbildungszentren findet bis Ende des Monats im Grundsatz kein Pr\u00e4senzunterricht statt. Ausnahmen gibt es in dieser Zeit f\u00fcr Unterricht in Abschlussklassen, f\u00fcr die Durchf\u00fchrung von Pr\u00fcfungen und das Schreiben wichtiger Klassenarbeiten.<\/p>\n<p>Der seit dem 1. Januar 2021 f\u00fcr die Berufliche Bildung zust\u00e4ndige Minister Dr. Bernd Buchholz erkl\u00e4rte, dass ab 1. Februar wieder Pr\u00e4senzunterricht vorgesehen sei, wenn das Infektionsgeschehen dies erm\u00f6gliche. In Kreisen mit einem Inzidenzwert von \u00fcber 50 gilt allerdings die Einschr\u00e4nkung, dass maximal 50 Prozent der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in Pr\u00e4senzform unterrichtet werden d\u00fcrfen. Bei Klassengr\u00f6\u00dfen von \u00fcber f\u00fcnfzehn Jugendlichen sei durch Teilung der Gruppe oder entsprechend gro\u00dfe R\u00e4ume sicherzustellen, dass ein Mindestabstand von 1,5 Meter eingehalten wird.<\/p>\n<p>&#8222;Mit dieser Regelung schaffen wir f\u00fcr die Schulen einen klaren Handlungsrahmen, gew\u00e4hren ihnen zugleich aber auch die erforderliche Flexibilit\u00e4t, um den Schulbetrieb sachgerecht gestalten zu k\u00f6nnen&#8220;, so Buchholz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg\/Kiel (pm). Das Land wird im Januar 2021 die Beitr\u00e4ge f\u00fcr Kita und Ganztagsbetreuung an Schulen erstatten. Das haben Finanzministerin Monika Heinold, Sozialminister Dr. Heiner Garg und Bildungsministerin Karin Prien gestern (6. Januar) in Kiel bekannt gegeben. &#8222;Zur Entlastung der Eltern stellen wir rund 25 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung. 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