{"id":27659,"date":"2020-12-20T11:00:03","date_gmt":"2020-12-20T09:00:03","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=27659"},"modified":"2020-12-20T11:00:03","modified_gmt":"2020-12-20T09:00:03","slug":"awo-schleswig-holstein-veroeffentlicht-forderungspapier-zur-corona-pandemie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2020\/12\/20\/awo-schleswig-holstein-veroeffentlicht-forderungspapier-zur-corona-pandemie\/","title":{"rendered":"AWO Schleswig-Holstein ver\u00f6ffentlicht Forderungspapier zur Corona-Pandemie"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kiel (pm).<\/strong> Die zuverl\u00e4ssige Versorgung von Senioren in Pflegeeinrichtungen, die Notbetreuungen in Kindertagesst\u00e4tten oder spontane Nachbarschaftshilfen haben in der Pandemie gezeigt: die Freie Wohlfahrtspflege und ihre Ehren- und Hauptamtler leisten in der Corona-Krise einen gro\u00dfen Beitrag f\u00fcr den Zusammenhalt der Gesellschaft. \u201eWie unter einem Brennglas zeigt die Corona-Krise, welche Bereiche f\u00fcr ein funktionierendes Miteinander unverzichtbar sind. Mit dem Forderungspapier wollen wir einerseits den Blick auf diese Bereiche lenken, aber auch deutlich machen, wer am h\u00e4rtesten von der Krise betroffen ist. Hierf\u00fcr haben wir unseren Fokus auf die Soziale Arbeit im Gesamten, aber auch auf Gruppen, die besonders von der Krise betroffen sind, gesetzt. Dazu z\u00e4hlen Kinder und Jugendliche, Pfleger, Obdachlose, Menschen mit Behinderung, Familien, Alleinerziehende und prek\u00e4r Besch\u00e4ftigte. F\u00fcr jeden Bereich haben wir klare Forderungen an die Politik formuliert\u201c, sagt AWO Pr\u00e4sidiumsvorsitzender Wolfgang Baasch.<\/p>\n<p>Die Corona-Pandemie bietet eine Chance, Ungleichheiten aufzudecken und zu beheben. Die AWO fordert, dass ein Infektionsschutzgesetz grunds\u00e4tzlich auch die sozialen Folgen einer Pandemie ber\u00fccksichtigen und Begleitma\u00dfnahmen vorsehen muss. \u201eWir brauchen einen gesellschaftlichen Rettungsschirm f\u00fcr die sozialen Folgen einer Pandemie. Bei k\u00fcnftigen Krisen m\u00fcssen einschneidende Benachteiligungen f\u00fcr bestimmte Bev\u00f6lkerungsgruppen unbedingt verhindert werden. Die Gesellschaft muss viel besser vorbereitet werden\u201c, sagt Baasch weiter.<\/p>\n<p>Auch der AWO Vorstandsvorsitzende Michael Selck betont: \u201eIn einer solchen Krise brauchen wir Handlungssicherheit f\u00fcr die Menschen in der Sozialen Arbeit. Der Druck auf P\u00e4dagog*innen oder Pfleger*innen war und bleibt w\u00e4hrend der Pandemie teilweise enorm, wobei gerade sie gleichzeitig ihre Gesundheit riskierten. Die Bereiche der Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe stehen dabei gar nicht im Fokus, obwohl auch hier enorme Leistungen erbracht werden. Zudem muss auch in einer Krise Geschlechtergerechtigkeit gelten. \u00dcberwiegend Frauen sind von den Herausforderungen in der Corona-Pandemie doppelt betroffen.\u201c<\/p>\n<p>Aus Sicht der Arbeiterwohlfahrt Schleswig-Holstein ist es notwendig, die Strukturen des Sozialstaats auf die Zukunft auszurichten und anzuerkennen, dass auch Arbeitskr\u00e4fte in den sozialen Berufen das R\u00fcckgrat der Gesellschaft sind, die krisenunabh\u00e4ngig Verantwortung und Sorge f\u00fcr andere tragen. Soziale Arbeit ist zutiefst systemrelevant und muss als solche sichtbar gemacht werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel (pm). 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