{"id":27432,"date":"2020-12-09T15:38:59","date_gmt":"2020-12-09T13:38:59","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=27432"},"modified":"2020-12-09T15:38:59","modified_gmt":"2020-12-09T13:38:59","slug":"aufbau-der-impfzentren-schreitet-voran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2020\/12\/09\/aufbau-der-impfzentren-schreitet-voran\/","title":{"rendered":"Aufbau der Impfzentren schreitet voran"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kiel (pm).<\/strong> Im Rahmen der heutigen (9.12.) Landtagssitzung hat Gesundheitsminister Heiner Garg einen Bericht zur Umsetzung der Impfstrategie in Schleswig-Holstein abgegeben. Der Minister betonte: &#8222;Aktuell gehen wir davon aus, dass die europ\u00e4ische Arzneimittelagentur EMA bis zum 29. Dezember \u00fcber die Zulassung des Impfstoffes des Mainzer Unternehmens BioNTech und seines US-amerikanischen Partners Pfizer in Europa entscheiden wird und die Europ\u00e4ische Kommission im Anschluss f\u00fcr alle Mitgliedsl\u00e4nder die Vermarktung genehmigt. Sobald die EMA den Impfstoff zugelassen hat und die Auslieferung des Impfstoffes erfolgt ist, werden wir auch in Schleswig-Holstein mit dem Impfen beginnen.&#8220;<\/p>\n<p>Der Minister sagte aber auch: &#8220; Das ist ein erster wesentlicher Schritt auf dem Weg aus dieser Pandemie, der aber nicht gleichbedeutend mit ihrem Ende ist. Wir leben nach wie vor mit dem Virus und k\u00f6nnen nicht sofort gro\u00dfe Teile der Bev\u00f6lkerung impfen. Das bedeutet, dass wir uns auch im kommenden Jahr an Abstands- und Hygieneregeln halten und Alltagsmasken tragen m\u00fcssen. Ich bin \u00fcberzeugt, dass die Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner hier unver\u00e4ndert mitziehen und sich an die Regeln halten werden, wie sie es bisher getan haben. Nur dann werden wir weiterhin gut durch die Pandemie kommen.&#8220;<\/p>\n<p>Garg hob hervor, dass die Impfungen priorisiert werden m\u00fcssten, da gerade anfangs nur eine begrenzte Menge an Impfstoff zur Verf\u00fcgung stehe. Die St\u00e4ndige Impfkommission (STIKO) hat dazu am Montag eine erste Empfehlung in das sogenannte Stellungnahmeverfahren gegeben. Demnach sollen zun\u00e4chst Personen, die ein besonders hohes Risiko f\u00fcr schwere oder t\u00f6dliche Krankheitsverl\u00e4ufe bei einer COVID-19-Erkrankung oder ein besonderes berufliches Expositionsrisiko haben, ein Impfangebot erhalten. Dazu geh\u00f6ren Bewohnerinnen und Bewohner in Alten- und Pflegeeinrichtungen und Personen, die in medizinischen und pflegerischen Bereichen t\u00e4tig sind und dort h\u00e4ufig Kontakt zu Angeh\u00f6rigen der Risikogruppen haben.<\/p>\n<p>Der Minister sagte dazu: &#8222;Auf die zu erwartende Priorisierung bereiten wir uns vor. F\u00fcr die Impfungen in den Pflegeeinrichtungen werden mobile Impfteams eingerichtet. Diese sollen auch Pflegeheimbewohnerinnen und Pflegeheimbewohner auf den Inseln impfen. F\u00fcr die anderen Inselbewohnerinnen und -bewohner werden Impfaktionstage auf den Inseln stattfinden. Die Krankenh\u00e4user sollen die Impfungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eigenst\u00e4ndig organisieren. Dazu befindet sich das Land im Austausch mit den Kliniken, um auch hier ein Priorisierungskonzept umzusetzen.&#8220;<\/p>\n<p>F\u00fcr die Verimpfung des Impfstoffs von BioNTech und Pfizer baut das Land zusammen mit Kommunen, Kassen\u00e4rztlicher Vereinigung (KVSH), Bundeswehr, dem Technischen Hilfswerk (THW) und anderen Hilfsorganisationen seit mehreren Wochen spezielle Impfzentren in Kombination mit mobilen Impfteams auf. Diese sind notwendig, um den besonderen Anforderungen an Lagerung und Logistik des Impfstoffs von BioNTech gerecht zu werden. Dieser kann nur bei minus 70 Grad gelagert werden und ist bei Aufbewahrung im K\u00fchlschrank nach wenigen Tagen unbrauchbar. Zudem muss er zwei Mal im Abstand von mindestens drei Wochen verimpft werden.<\/p>\n<p>In Schleswig-Holstein werden voraussichtlich insgesamt 29 Impfzentren eingerichtet. Mitte Dezember wird jeder Kreis und jede kreisfreie Stadt \u00fcber mindestens ein betriebsbereites Impfzentrum verf\u00fcgen. Danach sollen sukzessive weitere Impfzentren betriebsbereit werden. In Abh\u00e4ngigkeit von der Menge des verf\u00fcgbaren Impfstoffes wird dann gemeinsam mit den Kommunen \u00fcber das Hochfahren der einzelnen Zentren entschieden. Voraussichtlich wird nach der derzeitig zu erwartenden Impfstoffmenge Anfang Januar vorerst jeweils ein Zentrum pro Kreis oder kreisfreier Stadt an den Start gehen \u2013 immer vorausgesetzt, dass die entsprechende Impfstoffmenge dann verf\u00fcgbar ist. Das Land hat f\u00fcr die Impfzentren Impfmaterial beschafft. Die Impfung ist freiwillig und kostenlos.<\/p>\n<p>Sobald der Impfstoff in ausreichenden Mengen vorhanden ist, sollen die dann hochgefahrenen Impfzentren an allen Wochentagen ge\u00f6ffnet sein. In den Impfzentren wird es einen standardisierten Ablauf nach einem Einbahnstra\u00dfensystem geben. Jede Person wird \u00e4rztlich \u00fcber die Impfung aufgekl\u00e4rt. Die Impfung wird nur m\u00f6glich sein, wenn ein Termin vereinbart wurde. Grunds\u00e4tzlich wird sich die Zahl der verf\u00fcgbaren Termine an der Anzahl der verf\u00fcgbaren Impfdosen orientieren. Ein Termin soll \u00fcber ein Onlineportal oder \u00fcber die bekannte Rufnummer des \u00e4rztlichen Bereitschaftsdienstes vereinbart werden k\u00f6nnen. Derzeit werden die entsprechenden Strukturen vorbereitet. Der Starttermin wird abh\u00e4ngig von der Bereitstellung des Impfstoffes gesondert kommuniziert.<\/p>\n<p>In den Impfzentren werden bis zu 90 \u00c4rztinnen und \u00c4rzte parallel arbeiten k\u00f6nnen. Die Bereitschaft, in den Zentren t\u00e4tig zu werden, ist sehr gro\u00df. Bis gestern hatten sich nach Angaben der KVSH rund 2900 \u00c4rztinnen und \u00c4rzte und rund 1900 Personen, die zum \u00e4rztlichen Fachpersonal z\u00e4hlen, freiwillig f\u00fcr den Dienst gemeldet. Minister Garg bedankte sich in seiner Rede f\u00fcr dieses gro\u00dfartige Engagement und f\u00fcr die Zusammenarbeit mit allen, die am Aufbau der Impfzentren beteiligt sind.<\/p>\n<p>Garg betonte zum Schluss seiner Rede, dass die Impfung gegen das Coronavirus m\u00f6glichst bald in die Regelversorgung \u00fcberf\u00fchrt werden soll, damit die Menschen in Schleswig-Holstein fl\u00e4chendeckend und ressourcenschonender bei ihrer Haus\u00e4rztin oder ihrem Hausarzt geimpft werden k\u00f6nnen. Dies ist unter anderem abh\u00e4ngig von der Entwicklung und Verf\u00fcgbarkeit der Impfstoffe und deren Anforderungen an Lagerung und Transport.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel (pm). Im Rahmen der heutigen (9.12.) Landtagssitzung hat Gesundheitsminister Heiner Garg einen Bericht zur Umsetzung der Impfstrategie in Schleswig-Holstein abgegeben. Der Minister betonte: &#8222;Aktuell gehen wir davon aus, dass die europ\u00e4ische Arzneimittelagentur EMA bis zum 29. 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