{"id":27024,"date":"2020-11-15T09:34:40","date_gmt":"2020-11-15T07:34:40","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=27024"},"modified":"2020-11-15T09:34:40","modified_gmt":"2020-11-15T07:34:40","slug":"ab-aufs-rad-im-echten-norden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2020\/11\/15\/ab-aufs-rad-im-echten-norden\/","title":{"rendered":"Ab aufs Rad im echten Norden!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kiel\/Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Zur Ver\u00f6ffentlichung der finalisierten Fassung der \u201eRadstrategie Schleswig-Holstein 2030&#8243; erkl\u00e4ren die lauenburgischen Landtagsabgeordneten Klaus Schlie und Andrea Tschacher: \u201eZum ersten Mal hat Schleswig-Holstein eine spezifische und sehr umfassende Radstrategie. Sie beinhaltet die wesentlichen Meilensteine zur zuku\u0308nftigen erfolgreichen Weiterentwicklung des Radverkehrs im Land bis zum Jahr 2030 und ist auf Basis eines umfassenden Beteiligungsprozesses entwickelt worden. Die intensiv abgestimmten Ma\u00dfnahmenvorschla\u0308ge im Sinne von Handlungsempfehlungen sind auf die drei Oberziele ausgerichtet: mehr Radverkehr, mehr Sicherheit im Radverkehr sowie ein verbessertes Angebot fu\u0308r den Radtourismus&#8220;, erkl\u00e4rt Andrea Tschacher.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zu den bereits mit dem Koalitionsvertrag bereit gestellten zehn Millionen Euro wurden weitere f\u00fcnfzehn Millionen Euro aus dem Programm \u201eF\u00fcr Schleswig-Holstein \u2013 in der Krise stehen wir zusammen&#8220; zur Verf\u00fcgung gestellt. Dar\u00fcber hinaus erhalten die Kommunen zus\u00e4tzliche 20 Millionen Euro f\u00fcr den Ausbau ihrer Radinfrastruktur.<\/p>\n<p>\u201eWir wollen den Radverkehr in unserem Land deutlich attraktiver und vor allem auch sicherer gestalten. Der Radverkehr in Schleswig-Holstein soll sowohl im Alltags- und Berufsverkehr als auch beim Tourismus einen gr\u00f6\u00dferen Stellenwert einnehmen&#8220;, f\u00fchrt Klaus Schlie aus. \u201eDer Landtag verabschiedete dazu bereits im September 2020 einen Acht-Kernpunkte umfassenden Antrag der Jamaika-Koalition. Bis zum Jahr 2030 sollen Fahrr\u00e4der knapp ein Drittel des Verkehrs in Schleswig-Holstein ausmachen \u2013 das ist das gro\u00dfe Ziel der \u201eRadstrategie Schleswig-Holstein 2030&#8243;, die Politik, Verwaltung und Verb\u00e4nde gemeinsam erarbeitet haben&#8220; erg\u00e4nzt Schlie.<\/p>\n<p>Ein Partner bei der Umsetzung der Radstrategie wird die Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur F\u00f6rderung des Fu\u00df- und Radverkehrs in Schleswig-Holstein (RAD.SH) sein, der schon 45 Mitglieder wie Kreise, kreisfreie St\u00e4dte und Kommunen angeh\u00f6ren und die vom Land gef\u00f6rdert wird. Wichtig ist es, dass sich eine Vielzahl von Kreisen und Kommunen RAD.SH an-schlie\u00dft und einen kompetenten Ansprechpartner f\u00fcr die Landesregierung und einen starken Dienstleister f\u00fcr sich selbst schaffen.<\/p>\n<p>\u201eEs ist festzustellen, dass das Fahrrad w\u00e4hrend der Corona-Pandemie enorm an Attraktivit\u00e4t gewonnen hat. Viele Pendlerinnen und Pendler sind auf das Fahrrad umgestiegen. Es ist mehr ins Bewusstsein geraten, dass das Fahrrad aus \u00f6kologischer und \u00f6konomischer sowie st\u00e4dtebaulicher Sicht ein sinnvolles Verkehrsmittel ist. Ebenso ist Fahrradfahren ein f\u00f6rderlicher Beitrag f\u00fcr die Gesundheit. Emissionen von L\u00e4rm, Luftschadstoffen und Treibhausgasen k\u00f6nnten bei einer Verlagerung auf mehr Fahrradverkehr im Hinblick auf sch\u00e4dliche Auswirkungen auf Mensch und Umwelt in betr\u00e4chtlichem Ma\u00dfe verringert werden&#8220;, so die beiden Landespolitiker. Neben den \u00f6kologischen und gesundheitlichen Aspekten sind auch die \u00f6konomischen Einfl\u00fcsse des Fahrrads und des Radverkehrs bedeutend. Neben dem Radsport oder auch dem Radtourismus hat das Fahrrad durch die E-Bikes und modernen R\u00e4der zu einer wirtschaftlichen Neuordnung zu Gunsten seines Ursprungslandes gef\u00fchrt. Das Fahrrad ist ebenso eine deutsche Erfindung wie auch das Auto. Auch in Schleswig-Holstein haben wir bedeutende Unternehmen, erg\u00e4nzte Tschacher.<\/p>\n<p>In Schleswig-Holstein verlaufen aktuell 5.200 Kilometer Radwege an so genannten klassifizierten Stra\u00dfen. Landesweit sind 77 Prozent aller Bundesstra\u00dfen, 64 Prozent der Landesstra\u00dfen und rund 41 Prozent aller Kreisstra\u00dfen mit Radwegen ausgestattet. Hinzu kommen Radwege an Gemeindestra\u00dfen. Zudem sind insgesamt 13 touristische Radfernwege mit 3.000 Kilometern L\u00e4nge in Schleswig-Holstein ausgewiesen. Kritisch dabei ist, dass mindestens 15% der Radwege sanierungsbed\u00fcrftig sind. Dies werden wir, ebenso wie bei den Landesstra\u00dfen systematisch angehen.<\/p>\n<p>\u201eAls wichtiges Gremium zur Radverkehrsfo\u0308rderung wird ein Runder Tisch Radverkehr (RTR) eingefu\u0308hrt, der v. a. die Umsetzung der Radstrategie begleitet und unterstu\u0308tzt. Die Auftaktsitzung wird am 26. November 2020 per Videokonferenz mit den Beteiligten stattfinden&#8220;, berichten Schlie und Tschacher.<\/p>\n<p>Die Radstrategie \u201eAb aufs Rad im echten Norden \u2013 Radstrategie Schleswig-Holstein 2030&#8243; ist \u00fcber folgenden Link abrufbar: <a href=\"https:\/\/schleswig-holstein.de\/DE\/Fachinhalte\/R\/radverkehr\/radstrategie_Infoseite.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/schleswig-holstein.de\/DE\/Fachinhalte\/R\/radverkehr\/radstrategie_Infoseite.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel\/Herzogtum Lauenburg (pm). Zur Ver\u00f6ffentlichung der finalisierten Fassung der \u201eRadstrategie Schleswig-Holstein 2030&#8243; erkl\u00e4ren die lauenburgischen Landtagsabgeordneten Klaus Schlie und Andrea Tschacher: \u201eZum ersten Mal hat Schleswig-Holstein eine spezifische und sehr umfassende Radstrategie. 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