{"id":26912,"date":"2020-11-09T11:00:29","date_gmt":"2020-11-09T09:00:29","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=26912"},"modified":"2020-11-09T11:00:29","modified_gmt":"2020-11-09T09:00:29","slug":"ig-bau-herzogtum-lauenburg-investierte-302-euro-pro-kopf-in-infrastruktur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2020\/11\/09\/ig-bau-herzogtum-lauenburg-investierte-302-euro-pro-kopf-in-infrastruktur\/","title":{"rendered":"IG BAU: Herzogtum Lauenburg investierte 302 Euro pro Kopf in Infrastruktur"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Vom neuen Radweg bis zum sanierten Schuldach: Trotz sinkender Steuereinnahmen durch die Corona-Pandemie sollen wichtige Zukunftsinvestitionen im Herzogtum Lauenburg nicht verschleppt werden. Dazu hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) die Verantwortlichen in der Kommunalpolitik aufgerufen.<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr investierte der Kreis laut Kassenstatistik 59,8 Millionen Euro in \u00f6ffentliche Infrastruktur \u2013 das sind 302 Euro pro Kopf, wie eine Abfrage der Gewerkschaft bei den Statistik\u00e4mtern der L\u00e4nder ergeben habe. \u201eDieses Level muss mit Blick auf den jahrelangen Investitionsstau gehalten werden, auch wenn die K\u00e4mmerer aktuell auf jeden Euro schauen m\u00fcssen. Ein Sparen an der Infrastruktur w\u00e4re ein Sparen am falschen Ende\u201c, sagt Matthias Maurer, Bezirksvorsitzender der IG BAU Hamburg.<\/p>\n<p>Neue Kitas, renovierte \u00c4mter und moderne Wasserleitungen seien f\u00fcr eine nachhaltige regionale Wirtschaftsentwicklung in den kommenden Jahren von entscheidender Bedeutung. \u201eKommunale Investitionen sichern zugleich viele Arbeitspl\u00e4tze vor Ort \u2013 ob beim Dachdeckermeister oder im Architekturb\u00fcro\u201c, so der Gewerkschafter. Allein das Bauhauptgewerbe besch\u00e4ftigt im Kreis Herzogtum Lauenburg laut Arbeitsagentur rund 1.900 Menschen.<\/p>\n<p>\u201eHinzu kommt ein gro\u00dfer Nachholbedarf in puncto Verkehrswende. Nur wenn fl\u00e4chendeckend deutlich mehr in Gleise, Radwege und Ladestationen f\u00fcr Elektroautos investiert wird, sind die Klimaziele erreichbar\u201c, betont Maurer. Gleiches gelte bei der energetischen Geb\u00e4udesanierung, die in \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden h\u00e4ufig besonders dringend sei.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die angespannte kommunale Kassenlage verweist die IG BAU auf die Hilfen aus den sogenannten Corona-Konjunkturpaketen. Danach erstattet der Bund den Kommunen Ausf\u00e4lle bei der Gewerbesteuer \u2013 ihrer wichtigsten Einnahmequelle \u2013 im laufenden Jahr mit bis zu 6,1 Milliarden Euro. Weitere 4,8 Milliarden Euro sollen die L\u00e4nder beisteuern. Zus\u00e4tzliche Milliardenhilfen gibt es bei den Hartz-IV-Kosten sowie f\u00fcr die Gesundheits\u00e4mter und die Kindertagesbetreuung. \u201eKlar ist, dass die Bundesregierung auch in den n\u00e4chsten Jahren gefordert ist, um die Kommunen bei den Folgen der Coronakrise zu entlasten. Dass die Investitionen vor Ort jetzt stabil bleiben, ist keine Luxusfrage, sondern entscheidend f\u00fcr den Zusammenhalt der Gesellschaft und unsere Zukunft\u201c, so Maurer. Im bundesweiten Vergleich liege der Kreis Herzogtum Lauenburg mit einer Investitionsquote von 302 Euro pro Einwohner f\u00fcr Infrastruktur im Mittelfeld.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Vom neuen Radweg bis zum sanierten Schuldach: Trotz sinkender Steuereinnahmen durch die Corona-Pandemie sollen wichtige Zukunftsinvestitionen im Herzogtum Lauenburg nicht verschleppt werden. Dazu hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) die Verantwortlichen in der Kommunalpolitik aufgerufen. 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