{"id":25726,"date":"2020-09-16T11:56:05","date_gmt":"2020-09-16T09:56:05","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=25726"},"modified":"2020-09-16T11:56:05","modified_gmt":"2020-09-16T09:56:05","slug":"asp-hundestaffel-hat-die-such-pruefung-erfolgreich-bestanden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2020\/09\/16\/asp-hundestaffel-hat-die-such-pruefung-erfolgreich-bestanden\/","title":{"rendered":"ASP-Hundestaffel hat die Such-Pr\u00fcfung erfolgreich bestanden"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg\u00a0 (pm).<\/strong> Sieben ASP-Suchhunde-Teams haben am vergangenen Wochenende in den Kreisforsten Herzogtum Lauenburg ihre Such-Pr\u00fcfung f\u00fcr den Einsatz gegen die Afrikanische Schweinepest erfolgreich bestanden. Die Pr\u00fcfung wurde durch das Kreisveterin\u00e4ramt, von zwei geschulten Hundepr\u00fcfern sowie unter Aufsicht des Ministeriums f\u00fcr Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und l\u00e4ndliche R\u00e4ume des Landes Schleswig-Holstein durchgef\u00fchrt. Mit dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung sollen die Suchteams im Kreis Herzogtum Lauenburg und landesweit im Falle eines Ausbruchs der Tierseuche f\u00fcr wichtige Aufgaben zur Seuchenbek\u00e4mpfung zur Verf\u00fcgung stehen. Der Kreis Herzogtum Lauenburg ist der waldreichste Kreis in Schleswig-Holstein und auch der Kreis mit der h\u00f6chsten Schwarzwild-Population. Gemeinsam mit den ASP-Suchhunden im Kreis Segeberg stehen in Schleswig-Holstein ab sofort insgesamt 21 Hunde f\u00fcr den Einsatz im Seuchenfall zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>F\u00fcr den vor kurzem bekannt gewordenen ASP-Seuchenfall in Brandenburg wurden die schleswig-holsteinischen Hundestaffeln bereits angefragt, wann und unter welchen Voraussetzungen ein Einsatz in Brandenburg stattfinden kann, steht derzeit noch nicht fest. Die Kursteilnehmer hatten sich freiwillig f\u00fcr die Ausbildung beworben um im Seuchenfall in Schleswig-Holstein eingesetzt werden zu k\u00f6nnen. Die Bereitschaft zu helfen ist bei allen Beteiligten hoch, jedoch m\u00fcssen zun\u00e4chst die Rahmenbedingungen f\u00fcr einen m\u00f6glichen Einsatz gekl\u00e4rt werden. Viele der Teilnehmer m\u00fcssten etwa Urlaub bei ihren Arbeitgebern einreichen und sich bei einem mehrt\u00e4gigen Einsatz auch um eine Kinderbetreuung und anderen Dinge k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Die ebenso virulente wie hochinfekti\u00f6se Seuche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) stellt bundesweit eine ernsthafte Bedrohung f\u00fcr die Wild- und Hausschweinbest\u00e4nde dar und besch\u00e4ftigt sowohl J\u00e4gerschaft, wie auch Schweinehalter.<\/p>\n<p>Mit dem Vormarsch der Seuche \u00fcber das Baltikum nach Polen und k\u00fcrzlich mit dem ersten ASP-Fall in Brandenburg ist die J\u00e4gerschaft alarmiert. Das Virus der hoch ansteckenden Infektionskrankheit ist lange \u00fcberlebensf\u00e4hig und leicht \u00fcbertragbar. F\u00fcr Wild- und Hausschweine verl\u00e4uft die Infektion mit ASP t\u00f6dlich, eine Gefahr f\u00fcr den Menschen besteht hingegen nicht.<\/p>\n<p>Die erfolgreiche Ausbildung der ASP Suchunde-Staffel leitete das Team 28 Pfoten aus Koldeb\u00fcttel. Die Ausbilder hatten 2019 als Pilotprojekt in Schleswig-Holstein die erste Suchhunde-Ausbildung gemeinsam mit der J\u00e4gerschaft im Kreis Segeberg erfolgreich gestartet.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><\/p>\n<p>Die Afrikanische Schweinepest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, von der Haus- und Wildschweine betroffen sind. Die \u00dcbertragung erfolgt durch einen direkten Kontakt mit infizierten Tieren, die Aufnahme von Speiseabf\u00e4llen oder Schweinefleischerzeugnissen bzw. -zubereitungen sowie andere indirekte \u00dcbertragungswege (Fahrzeuge, kontaminierte Ausr\u00fcstungsgegenst\u00e4nde einschlie\u00dflich Jagdausr\u00fcstung, landwirtschaftlich genutzte Ger\u00e4te und Maschinen, Kleidung). Der Kontakt mit Blut ist der effizienteste \u00dcbertragungsweg. ASP ist nicht zwischen Tier und Mensch \u00fcbertragbar und daher f\u00fcr den Menschen ungef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Angesichts des aktuellen ASP-Seuchenverlaufes in Europa ist insbesondere die J\u00e4gerschaft aufgefordert, ein vermehrtes Auftreten von Fallwild (Schwarzwild) der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde zu melden und geeignete Proben (v. a. Blut, Lymphknoten, Milz, Lunge) amtlich abkl\u00e4ren zu lassen.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest unter Wildschweinen in Deutschland hat das Friedrich-L\u00f6ffler-Institut Empfehlungen f\u00fcr Ma\u00dfnahmen vorgelegt: <a href=\"https:\/\/www.fli.de\/de\/aktuelles\/tierseuchengeschehen\/afrikanische-schweinepest\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.fli.de\/de\/aktuelles\/tierseuchengeschehen\/afrikanische-schweinepest\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg\u00a0 (pm). 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