{"id":25195,"date":"2020-08-26T12:26:31","date_gmt":"2020-08-26T10:26:31","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=25195"},"modified":"2020-08-26T12:26:31","modified_gmt":"2020-08-26T10:26:31","slug":"schule-in-zeiten-der-pandemie-ist-ein-balanceakt-fuer-alle-beteiligten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2020\/08\/26\/schule-in-zeiten-der-pandemie-ist-ein-balanceakt-fuer-alle-beteiligten\/","title":{"rendered":"&#8218;Schule in Zeiten der Pandemie ist ein Balanceakt f\u00fcr alle Beteiligten&#8216;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kiel (pm).<\/strong> Schleswig-Holsteins Ministerin f\u00fcr Bildung, Wissenschaft und Kultur Karin Prien gab heute (26. August) im Kieler Landtag die Regierungserkl\u00e4rung zum Thema \u201eLernen in der Pandemie \u2013 Perspektiven f\u00fcr unsere Kinder\u201c ab und sie machte dabei deutlich, dass Bildung und Schule f\u00fcr die Landesregierung&#8220; \u201eganz oben auf der Tagesordnung&#8220; stehen. &#8222;Bildung hat Priorit\u00e4t. Sie geh\u00f6rt zu den wichtigsten Lebensbereichen, die wir jetzt gemeinsam zugleich sch\u00fctzen und offenhalten m\u00fcssen&#8220;, sagte Prien. Sie dankte den Schulleitungen, den Lehrkr\u00e4ften und Sch\u00fclern und den Eltern f\u00fcr alles, was sie seit M\u00e4rz bis heute leisteten und forderte dazu auf, &#8222;die Dinge weiter gemeinsam, mit Wohlwollen und der Bereitschaft zur Nachsicht anzugehen&#8220;. Prien bezeichnete es als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, &#8222;Kinder und Jugendliche stark zu machen, damit sie mit einem Leben und Lernen in der Pandemie zurechtkommen.&#8220;<\/p>\n<p>Die Pandemie habe in besonderer Weise deutlich gemacht, welchen Wert Schule habe. &#8222;Schule ist mehr als nur ein Ort zum Lernen. Schule ist ein unverzichtbarer Ort des sozialen Miteinanders&#8220;, so die Ministerin. Umso wichtiger sei es, so viel Pr\u00e4senzunterricht wie m\u00f6glich f\u00fcr alle Sch\u00fcler in Schleswig-Holstein zu erm\u00f6glichen. Das s\u00e4hen auch die meisten Lehrkr\u00e4fte so, sie seien &#8222;selbstverst\u00e4ndlich wieder im Klassenraum und freuen sich, ihre Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler wieder regelm\u00e4\u00dfig im Unterricht zu sehen. Und diejenigen, die eines besonderen Schutzes bed\u00fcrfen, bekommen ihr&#8220;, betonte die Ministerin, denn die Gesundheit und das Wohlbefinden der Lehrkr\u00e4fte seien entscheidend f\u00fcr den Erfolg von Schule. Prien berichtete, dass das Land auch vor diesem Hintergrund Mund-Nase-Bedeckungen f\u00fcr die Lehrkr\u00e4fte beschafft habe und jetzt auch Faceshields bestellt worden seien. Au\u00dferdem st\u00fcnden im Haushaltsjahr 2020 zus\u00e4tzliche f\u00fcnfzehn Millionen Euro aus Landesmitteln zur Verf\u00fcgung, um die Schultr\u00e4ger bei Hygienema\u00dfnahmen zu unterst\u00fctzen. Die aktuell im Koalitionsausschuss in Berlin weiter beschlossene Unterst\u00fctzung in H\u00f6he von 500 Millionen Euro werde zudem helfen. &#8222;Wir sorgen f\u00fcr die Sicherheit unsere Lehrkr\u00e4fte. Aber wir halten uns auch an Recht und Gesetz\u201c&#8220;, betonte die Ministerin. Lehrkr\u00e4fte k\u00f6nnten nicht anders behandelt werden als Polizeibeamte oder Pflegepersonal.<\/p>\n<p>Die ersten Wochen des neuen Schuljahres haben nach Ansicht von Ministerin Prien gezeigt, dass die gemeinsamen Anstrengungen aller erfolgreich waren: &#8222;Es ist gelungen, Einzelf\u00e4lle zu kontrollieren und den Regelbetrieb f\u00fcr die allermeisten aufrecht zu erhalten.&#8220; Bei 951 Schulstandorten im Land seien bisher lediglich 30 von kurzzeitigen und teilweisen Beeintr\u00e4chtigungen durch Corona betroffen gewesen, 37 Personen seien positiv getestet worden. Keine der Schulen sei durch den Schulstart zu einem Hotspot im Land geworden, aber, so betonte die Ministerin auch: &#8222;Wir m\u00fcssen wachsam bleiben \u2013 tagt\u00e4glich aufs Neue.&#8220;<\/p>\n<p>Prien appellierte: &#8222;Jede und Jeder von uns tr\u00e4gt in dieser Krise Verantwortung. Wer krank ist, bleibt zu Hause, wer auf sein Testergebnis wartet, bleibt auch zu Hause.&#8220; Abstandhalten und Maske tragen blieben geboten. Es gelte nun, die Balance zu halten, damit auch zuk\u00fcnftig so wenig Sch\u00fcler in den Distanzunterricht geschickt werden m\u00fcssten. &#8222;Dennoch bereiten wir uns nat\u00fcrlich weiter darauf vor, in hybride Unterrichtsmodelle oder den digitalen Distanzunterricht eintreten zu k\u00f6nnen. Wir haben einen Masterplan Digitalisierung entwickelt und eigens f\u00fcr das Thema digitale Bildung einen Arbeitsstab im Ministerium eingerichtet&#8220;, erl\u00e4uterte Prien. Es gehe dabei nicht nur um die Verbesserung der Ausstattung von Schulen, Lehrkr\u00e4ften und Sch\u00fclern, sondern auch darum, wie digitalisierter Unterricht am besten umgesetzt werden k\u00f6nne. Das sei eine immense Herausforderung f\u00fcr alle Beteiligten, denn &#8222;wir erleben gerade einen der umfassendsten Transformationsprozesse im absoluten Zeitraffer&#8220;, sagte die Ministerin. Schule sei jedoch ein lernendes System und deshalb sei sie zuversichtlich, dass &#8222;wir es mit den Eltern, den Schulleitungen und unseren Lehrerinnen und Lehrern sowie allen anderen an Schule T\u00e4tigen gemeinsam durch diese Krise schaffen&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel (pm). Schleswig-Holsteins Ministerin f\u00fcr Bildung, Wissenschaft und Kultur Karin Prien gab heute (26. August) im Kieler Landtag die Regierungserkl\u00e4rung zum Thema \u201eLernen in der Pandemie \u2013 Perspektiven f\u00fcr unsere Kinder\u201c ab und sie machte dabei deutlich, dass Bildung und Schule f\u00fcr die Landesregierung&#8220; \u201eganz oben auf der Tagesordnung&#8220; stehen. &#8222;Bildung hat Priorit\u00e4t. 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