{"id":25113,"date":"2020-08-23T10:14:40","date_gmt":"2020-08-23T08:14:40","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=25113"},"modified":"2020-08-23T10:14:40","modified_gmt":"2020-08-23T08:14:40","slug":"zauber-und-faszination-eines-kontinents","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2020\/08\/23\/zauber-und-faszination-eines-kontinents\/","title":{"rendered":"Zauber und Faszination eines Kontinents"},"content":{"rendered":"<p><strong>M\u00f6lln (pm).<\/strong> K\u00fcnstler sind immer auch Zauberer. Mit wenig Mitteln gelingt ihnen, wovon viele Menschen tr\u00e4umen: Welten zu kreieren. Karlheinz Goedtke war so ein Zauberer. Seine Afrika-Skizzen sind ein Beleg daf\u00fcr. Es braucht nur ein paar Federstriche des K\u00fcnstlers und schon donnern B\u00fcffel oder Elefanten durch die Wildnis, dr\u00e4ngen sich elegant gekleidete Afrikaner um ein Schaufenster.<\/p>\n<p>Die Afrika-Skizzen des 1995 verstorbenen M\u00f6llner K\u00fcnstlers lagerten zuletzt fern der \u00d6ffentlichkeit im Archiv des Freundeskreises Karlheinz Goedtke. Die Stiftung Herzogtum Lauenburg hat sie nun hervorgeholt und zeigt ab Sonnabend, 29. August, eine Auswahl im M\u00f6llner Museum. Zu sehen sind mehr als 30 dieser Arbeiten, einige Zeichnungen, Grafiken sowie ein paar Skulpturen, die der K\u00fcnstler anhand seiner Bilder entwickelte.<\/p>\n<p>Goedtke tr\u00e4umte schon als kleiner Junge davon, den Kontinent zu besuchen. Er war fasziniert von Afrika. Als Erwachsener machte er diesen Traum schlie\u00dflich war. Sieben Mal besuchte er in den 70ern und Anfang der 80er Jahre den Kontinent. Uganda. Tansania. Kenia. Rhodesien (heute: Zimbabwe). S\u00fcdafrika. Es waren Safaris mit Skizzenblock. Goedtke zeichnete, was er sah. Ein Foto zeigt Goedtke zeichnend in einem Jeep, w\u00e4hrend zwei Einheimische durch das Wagenfenster hereinschauen. Die Faszination f\u00fcr Land und Leute trieb ihn offensichtlich auch k\u00fcnstlerisch an. Die 13 Skizzenbl\u00f6cke, die sich im Archiv des Freundeskreises Karlheinz Goedtke befinden, sind ein Beleg daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Hans W. Kuhlmann, der Leiter des M\u00f6llner Fotoarchivs, hat die Skizzen behutsam digitalisiert. Das Ergebnis seiner Arbeit ist verbl\u00fcffend. Sind die Originale schon eine Schau, sto\u00dfen die f\u00fcr die Ausstellung gefertigten gro\u00dfen Ausdrucke in die n\u00e4chste Dimension vor. Die Bilder zeigen das Potential, das f\u00fcr die herk\u00f6mmliche Kunst in der Digitalisierung steckt. Das \u201eAtelier des Lumi\u00e8res\u201c in Paris hat es mit den Werken Vincent Van Gogh vorgemacht. Die Welt des gro\u00dfen Zauberers erscheint dort pl\u00f6tzlich riesig und dreidimensional.<\/p>\n<p>Puristen m\u00f6gen derartige Bl\u00fcten als Mode abtun. Der Zauber, den diese Welten verstr\u00f6men, bleibt davon unber\u00fchrt. Allerdings setzt \u201eGoedtke in Afrika\u201c nicht allein auf die optische Vereinnahmung des Publikums. Die Exponate geben zudem einen Einblick in den Schaffensprozess des K\u00fcnstlers. Sichtbar wird die Entstehung einer Skulptur \u00fcber die Stationen der schnellen Skizze und der ausgearbeiteten Zeichnung. Als \u201ek\u00fcnstlerischen Hattrick\u201c, bezeichnet das Michael Packheiser, Leiter des M\u00f6llner Museums.<\/p>\n<p>Die Ausstellung \u201eGoedtke in Afrika ist\u201c vom 29. August bis 27. September im M\u00f6llner Museum (Am Markt 12) zu sehen. Die \u00d6ffnungszeiten sind werktags von 10 bis 17 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 10 bis 16 Uhr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6lln (pm). 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