{"id":24715,"date":"2020-08-05T05:55:10","date_gmt":"2020-08-05T03:55:10","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=24715"},"modified":"2020-08-06T12:56:10","modified_gmt":"2020-08-06T10:56:10","slug":"neues-ausbildungsjahr-gewerkschaft-ngg-fuerchtet-um-generation-corona","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2020\/08\/05\/neues-ausbildungsjahr-gewerkschaft-ngg-fuerchtet-um-generation-corona\/","title":{"rendered":"Neues Ausbildungsjahr: Gewerkschaft NGG f\u00fcrchtet um &#8218;Generation Corona&#8216;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Wenn Corona die Karrierepl\u00e4ne durchkreuzt: Vor dem Start des neuen Ausbildungsjahres hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten (NGG) vor gravierenden Folgen der Pandemie f\u00fcr Berufsanf\u00e4nger im Kreis Herzogtum Lauenburg gewarnt. Bereits im ablaufenden Lehrjahr h\u00e4tten viele Firmen die betriebliche Ausbildung deutlich zur\u00fcckgefahren oder ganz eingestellt. Nach Angaben der Arbeitsagentur sank die Zahl der angebotenen Ausbildungspl\u00e4tze im Kreis zwischen Oktober und Juli um 12,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. \u201eTrotz Krise sollten die Unternehmen alles daran setzen, die Ausbildung aufrecht zu erhalten und daf\u00fcr die neuen staatlichen F\u00f6rdermittel nutzen. Wer heute auf Azubis verzichtet, dem fehlen morgen die Fachkr\u00e4fte\u201c, betont Anne Widder von der NGG-Region Hamburg-Elmshorn.<\/p>\n<p>Besonders dramatisch sei die Lage in Hotels und Gastst\u00e4tten, aber auch im Lebensmittelhandwerk. \u201eCorona k\u00f6nnte den Fachkr\u00e4ftemangel ausgerechnet in Branchen versch\u00e4rfen, die ohnehin seit Jahren kaum noch Nachwuchs finden\u201c, warnt Widder. Dabei greife die Politik betroffenen Firmen l\u00e4ngst unter die Arme. Nach den Beschl\u00fcssen der Gro\u00dfen Koalition bekommen kleinere und mittlere Betriebe, die im Zuge der Coronakrise Umsatzeinbu\u00dfen von mehr als 60 Prozent verzeichnet haben, einen Zuschuss von 2.000\u00a0Euro f\u00fcr jeden nicht gestrichenen Ausbildungsplatz. Wer zus\u00e4tzliche Azubi-Stellen schafft, erh\u00e4lt pro Platz 3.000 Euro. Au\u00dferdem k\u00f6nnen sich Firmen, die wegen Corona Arbeitsausf\u00e4lle von mindestens 50 Prozent haben, drei Viertel der Ausbildungsverg\u00fctung erstatten lassen.<\/p>\n<p>\u201eWer gut durch die Krise gekommen ist, sollte als Unternehmer eine besondere Verantwortung zeigen und Azubis aus insolventen Betrieben \u00fcbernehmen\u201c, fordert Widder. Auch daf\u00fcr hat die Bundesregierung eine Pr\u00e4mie beschlossen. Wer in technischen Berufen, etwa als angehender Mechatroniker, von der Pleite des Arbeitgebers betroffen ist, kann auch von einem S\u00fc\u00dfwarenhersteller oder einer Gro\u00dfbrauerei zu Ende ausgebildet werden. Wegen der vergleichsweise guten wirtschaftlichen Lage der Lebensmittelindustrie sei die Branche auch in der Region aktuell noch auf der Suche nach Azubis, so die NGG.<\/p>\n<p>\u201eIn den kommenden Monaten m\u00fcssen die Unternehmen daf\u00fcr sorgen, dass die Coronakrise nicht zu einer Azubi-Krise wird. Am Ende geht es auch darum, ob G\u00e4ste beim Restaurant- oder Hotelbesuch k\u00fcnftig noch den gewohnten Standard erwarten k\u00f6nnen. Den garantieren langfristig nur gelernte K\u00f6che und ausgebildete Hotelfachleute\u201c, so Widder.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Wenn Corona die Karrierepl\u00e4ne durchkreuzt: Vor dem Start des neuen Ausbildungsjahres hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten (NGG) vor gravierenden Folgen der Pandemie f\u00fcr Berufsanf\u00e4nger im Kreis Herzogtum Lauenburg gewarnt. 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