{"id":23522,"date":"2020-06-10T13:01:57","date_gmt":"2020-06-10T12:01:57","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=23522"},"modified":"2020-06-10T13:01:57","modified_gmt":"2020-06-10T12:01:57","slug":"keuchhusten-im-kreis-herzogtum-lauenburg-infektionsfaelle-ruecklaeufig-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2020\/06\/10\/keuchhusten-im-kreis-herzogtum-lauenburg-infektionsfaelle-ruecklaeufig-2\/","title":{"rendered":"Keuchhusten im Kreis Herzogtum Lauenburg: Infektionsf\u00e4lle r\u00fcckl\u00e4ufig"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Im Kreis Herzogtum Lauenburg ist die Anzahl der nach dem Infektionsschutzgesetz gemeldeten Keuchhustenf\u00e4lle im Jahr 2019 gesunken. Insgesamt wurden 18 Infektionsf\u00e4lle gemeldet, in 2018 waren es noch 40. Das teilte heute die AOK NordWest auf Basis aktueller Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin mit. \u201eAuch wenn die Zahlen r\u00fcckl\u00e4ufig sind, raten wir, unbedingt die empfohlenen Impfungen insbesondere bei S\u00e4uglingen und Kindern vorzunehmen. Aber auch die Auffrischungsimpfung bei Erwachsenen sollte nicht vernachl\u00e4ssigt werden\u201c, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.<\/p>\n<p>Gerade im ersten Lebensjahr stellt der Keuchhusten eine ernste gesundheitliche Bedrohung f\u00fcr Kinder dar. Immer wieder werden schwere Erkrankungsverl\u00e4ufe beobachtet. Atemnot durch angeschwollene Atemwege und Erbrechen sind h\u00e4ufige Begleiterscheinungen. Bei kleinen Kindern k\u00f6nnen Atempausen lebensgef\u00e4hrlich werden, insbesondere im Schlaf. Die Impfung gegen Keuchhusten geh\u00f6rt zu den Kombinationsimpfungen, die von der St\u00e4ndigen Impfkommission (STIKO) ab dem dritten Lebensmonat empfohlen und von den gesetzlichen Krankenkassen f\u00fcr ihre Versicherten bezahlt werden. Auffrischungsimpfungen sind im Alter von f\u00fcnf bis sechs Jahren sinnvoll. Eine Pflicht zu dieser Impfung gibt es in Deutschland nicht. \u201eEltern sollten jedoch bedenken, dass sie durch vorbeugendes Impfen unter Umst\u00e4nden schwerwiegende Gesundheitssch\u00e4den von ihrem Kind abwenden k\u00f6nnen\u201c, so Wunsch.<\/p>\n<p>Aber nicht nur bei Kindern ist die Impfung relevant. Auch f\u00fcr Erwachsene wird die Auffrischungsimpfung gegen Keuchhusten von der St\u00e4ndigen Impfkommission empfohlen. Sie wird einmalig als Kombinationsimpfung mit der Impfung gegen Tetanus und Diphterie durchgef\u00fchrt. \u201eZu der Impfung wird geraten, weil weder eine durchgemachte Erkrankung noch die empfohlene Grundimmunisierung im Kindesalter ein Leben lang vor der Erkrankung sch\u00fctzen&#8220;, so Wunsch.<\/p>\n<p>Keuchhusten (Pertussis) wird durch ein Bakterium mit Namen Bordetella pertussis \u00fcbertragen. Die Ansteckung erfolgt \u00fcber kleinste Tr\u00f6pfchen, die beim Husten oder Niesen verspr\u00fcht werden. Die Erkrankung ist hochansteckend und langwierig. Nach einer Inkubationszeit von ein bis zwei Wochen (maximal jedoch 20 Tagen) treten die typischen Krankheitserscheinungen auf, die in der Regel einige Wochen bis Monate andauern. Anfangs kommt es zu Schnupfen, eventuell Heiserkeit und Husten. Sofern Fieber auftritt, ist es eher niedrig. Diese grippe\u00e4hnlichen Symptome dauern ein bis zwei Wochen an. Im Verlauf entstehen heftige Hustenanf\u00e4lle, die der Krankheit ihren Namen geben. Diese Hustenattacken gehen h\u00e4ufig mit Erbrechen einher und k\u00f6nnen sehr zahlreich sein. Die Dauer dieses Erkrankungsstadiums kann vier bis sechs Wochen betragen. Dann folgen sechs bis zehn Wochen, in denen die Hustenanf\u00e4lle allm\u00e4hlich abklingen.<\/p>\n<p>Weitere Informationen gibt die neue AOK-Faktenbox unter www.aok.de\/faktenboxen im Internet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Im Kreis Herzogtum Lauenburg ist die Anzahl der nach dem Infektionsschutzgesetz gemeldeten Keuchhustenf\u00e4lle im Jahr 2019 gesunken. Insgesamt wurden 18 Infektionsf\u00e4lle gemeldet, in 2018 waren es noch 40. 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