{"id":2277,"date":"2018-04-01T06:21:53","date_gmt":"2018-04-01T06:21:53","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=2277"},"modified":"2018-03-31T13:25:17","modified_gmt":"2018-03-31T13:25:17","slug":"ihk-meisterfeier-meisterhaft-gegen-den-fachkraeftemangel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/04\/01\/ihk-meisterfeier-meisterhaft-gegen-den-fachkraeftemangel\/","title":{"rendered":"&#8218;IHK-Meisterfeier&#8216;: Meisterhaft gegen den Fachkr\u00e4ftemangel"},"content":{"rendered":"<p><strong>L\u00fcbeck (pm).<\/strong> \u201eSie haben ein Ziel vor Augen, wollen vielleicht die Karriereleiter noch ein St\u00fcck h\u00f6her hinaufklettern, wollen mehr Verantwortung \u00fcbernehmen oder sogar ihr eigener Chef werden. Ich kann Ihnen versichern, dass die Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Region schon ein Auge auf Sie geworfen haben.\u201c Mit diesen Worten begl\u00fcckw\u00fcnschte Friederike C. K\u00fchn, Pr\u00e4ses der IHK zu L\u00fcbeck, die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen der Weiterbildungspr\u00fcfungen. Insgesamt 250 Frauen und M\u00e4nner haben im vergangenen Jahr die Fortbildungen zu Betriebswirten, Fachwirten und Meistern abgeschlossen. Rund die H\u00e4lfte von ihnen nahm gemeinsam mit Angeh\u00f6rigen an der \u201eIHK-Meisterfeier\u201c in den media docks L\u00fcbeck teil. Unter den G\u00e4sten war auch L\u00fcbecks B\u00fcrgermeister Bernd Saxe.<\/p>\n<p>Pr\u00e4ses K\u00fchn zollte den Absolventen gr\u00f6\u00dften Respekt f\u00fcr ihre Leistung, berufsbegleitend zu lernen und sich auf Pr\u00fcfungen vorzubereiten. \u201eDie Wirtschaft sucht h\u00e4nderingend nach hoch qualifizierten Mitarbeitern, wie Sie es jetzt sind. Unsere Arbeitswelt wird immer komplexer. Dieser Herausforderung k\u00f6nnen wir alle nur begegnen, wenn wir uns kontinuierlich weiterbilden und spezialisieren.\u201c Das bedeute, dass die Betriebs- und Fachwirte sowie die Meister dank ihrer Abschl\u00fcsse in Zukunft nicht nur umfangreichere Aufgaben, sondern auch mehr Verantwortung \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. K\u00fchn: \u201eDas ist eine gro\u00dfe Chance f\u00fcr Sie selbst, aber auch f\u00fcr Ihren Arbeitgeber.\u201c Anschlie\u00dfend \u00fcberreichte sie den erfolgreichen Pr\u00fcflingen gemeinsam mit IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Lars Sch\u00f6ning und Dr. Oliver Heikaus, Bereichsleiter Weiterbildung beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in Berlin, Urkunden.<\/p>\n<p>Heikaus betonte in seiner Festrede, dass die Situation in den Unternehmen durchaus brenzlig geworden sei, wie aktuelle Umfragen des DIHK belegten: \u201eMittlerweile ist f\u00fcr 60 Prozent der deutschen Betriebe der Fachkr\u00e4ftemangel das Gesch\u00e4ftsrisiko Nummer eins, 2010 waren es lediglich 16 Prozent. Insgesamt rund 1,6 Millionen Stellen in Deutschland k\u00f6nnten nach unseren Hochrechnungen l\u00e4ngerfristig nicht besetzt werden. Deswegen brauchen wir so dringend mehr Investitionen in kluge K\u00f6pfe.\u201c<\/p>\n<p>Noch vor rund 15 Jahren hatten von einer Million Schulabg\u00e4ngern 700.000 eine berufliche Ausbildung begonnen, 300.000 haben studiert. Heikaus: \u201eHeute liegt die Zahl von Studienanf\u00e4ngern und Ausbildungsneuvertr\u00e4gen mit gut einer halben Million in etwa gleichauf. Eine Folge dieser Entwicklung ist: Die Hochschulen platzen aus allen N\u00e4hten. Zugleich haben immer mehr Unternehmen Schwierigkeiten, ihre Ausbildungspl\u00e4tze zu besetzen. Unseren Umfragen zufolge bleiben in jedem dritten Betrieb Ausbildungspl\u00e4tze unbesetzt.\u201c Fast jeder zehnte Ausbildungsbetrieb erhalte nicht einmal mehr eine einzige Bewerbung. Der Fachkr\u00e4ftemangel sei gerade im Bereich der beruflich Qualifizierten besonders gro\u00df. Das zeige beispielsweise die Arbeitslosenquote derjenigen Gruppe, die sich f\u00fcr einen Abschluss der H\u00f6heren Berufsbildung \u2013 zum Beispiel Fachwirt, Industriemeister oder Bilanzbuchhalter \u2013 entschieden haben. Diese liege im Durchschnitt bei lediglich 1,7 Prozent. Da vielen jungen Leuten offenbar nicht bekannt sei, welche M\u00f6glichkeiten sie auch ohne Studium h\u00e4tten, sei der Ausbau einer fl\u00e4chendeckenden und wertigen Berufsorientierung an den Schulen \u2013 vor allem an den Gymnasien \u2013 das A und O, betonte der Bildungsexperte.<\/p>\n<p>Der demografische Wandel erfordere, dass Mitarbeiter immer breitere Aufgabenfelder \u00fcbernehmen m\u00fcssen, sobald personelle Engp\u00e4sse entstehen, erg\u00e4nzte Pr\u00e4ses K\u00fchn. \u201eIm Idealfall hei\u00dft es, dass Aufgabenerledigung und Entscheidung in einer Hand liegen, anstatt auf mehrere Personen verteilt zu sein. Strukturen und Hierarchien ver\u00e4ndern sich, und die Digitalisierung wird bei vielen Standard-Prozessen Entlastung bringen. Damit entsteht Freiraum f\u00fcr inhaltliche und projektorientierte Arbeit.\u201c<\/p>\n<p>Genau diese Chancen will Pascaline Schmidt nutzen. Sie hat eine Fortbildung zur Gepr\u00fcften Betriebswirtin abgeschlossen. Stellvertretend f\u00fcr alle Absolventen sagte sie auf der B\u00fchne, dass der Weg bis zu Pr\u00fcfung zwar anstrengend gewesen sei, sich aber durch die \u00dcbernahme neuer Aufgaben lohne. \u201eFamilie, Freunde und Kollegen haben mich sehr unterst\u00fctzt. Daher konnte ich mein Ziel verwirklichen\u201c, sagte sie. Auch ihr Chef habe sie begleitet und gibt ihr mit der \u00dcbernahme der Teamleitung eine Perspektive f\u00fcr die Karriere.<\/p>\n<p>Die Gruppenbilder der Geehrten k\u00f6nnen hochaufl\u00f6send auf der Website der IHK unter www.ihk-sh.de\/meisterfeier heruntergeladen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>L\u00fcbeck (pm). \u201eSie haben ein Ziel vor Augen, wollen vielleicht die Karriereleiter noch ein St\u00fcck h\u00f6her hinaufklettern, wollen mehr Verantwortung \u00fcbernehmen oder sogar ihr eigener Chef werden. Ich kann Ihnen versichern, dass die Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Region schon ein Auge auf Sie geworfen haben.\u201c Mit diesen Worten begl\u00fcckw\u00fcnschte Friederike C. 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