{"id":22402,"date":"2020-04-20T10:13:57","date_gmt":"2020-04-20T09:13:57","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=22402"},"modified":"2020-04-20T10:13:57","modified_gmt":"2020-04-20T09:13:57","slug":"was-sticht-denn-da","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2020\/04\/20\/was-sticht-denn-da\/","title":{"rendered":"Was sticht denn da?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Mit dem Fr\u00fchling werden auch die Insekten wieder aktiv. F\u00fcr die Umwelt \u00fcberlebenswichtig, bereiten sie den Menschen allerdings auch \u00c4rger \u2013 in Form von Juckreiz oder gar Schmerzen. Doch nicht nur Bienen oder M\u00fccken stechen. Auch Bremsen, Ameisen, Fl\u00f6he, Zecken, Hornissen und Wespen k\u00f6nnen schmerzende Stiche und Bisse hinterlassen. Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV, gibt hilfreiche Tipps, was am besten gegen die unterschiedlichen Stiche hilft.<\/p>\n<p>Ameisen<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Ameisen aus dem Garten meist nur bei\u00dfen, spritzen sogenannte Waldameisen zus\u00e4tzlich Gift \u2013 die Ameisens\u00e4ure. Daher sind ihre Bisse auch deutlich schmerzhafter. Ungef\u00e4hrlich sind die Stiche beider Arten, sie l\u00f6sen aber einen unangenehmen Juckreiz sowie R\u00f6tungen und Schwellungen aus. Was hilft? \u201eDie Wunde k\u00fchlen, zum Beispiel mit einer Gurkenscheibe\u201c, so der Expertenrat. Die Gurke wirkt zus\u00e4tzlich desinfizierend und entz\u00fcndungshemmend.<\/p>\n<p>Bremsen und M\u00fccken<\/p>\n<p>Bremsen und M\u00fccken geh\u00f6ren zu den Blutsaugern. Sie sind vor allem an schw\u00fclen Tagen aktiv und werden durch Schwei\u00dfgeruch und das Kohlendioxid, das wir ausatmen, angelockt. In die Einstichstelle injizieren sie ihren Speichel, der daf\u00fcr sorgt, dass das Blut nicht gerinnt und leichter in den R\u00fcssel zur\u00fcckflie\u00dft. Die betroffene Hautpartie schwillt an und juckt. Um die Symptome zu mildern, k\u00f6nnen Betroffene den Stich mit Hitze behandeln, denn Temperaturen von \u00fcber 40 Grad zerst\u00f6ren das Protein im Speichel. Dazu einen L\u00f6ffel oder ein Messer erhitzen und auf die Stichstelle dr\u00fccken. In Apotheken gibt es auch sogenannte Stichheiler, deren Kontaktfl\u00e4che erhitzt und auf den Stich gedr\u00fcckt wird. \u201eBei allen Insektenstichen gilt: Die sofortige Anwendung von Hitze kann Schwellung und Juckreiz verhindern\u201c, erl\u00e4utert Dr. Wolfgang Reuter. Ist nach dem Stich einige Zeit vergangen, hilft dann wiederum K\u00fchlen, um die noch vorhandenen Symptome zu lindern.<\/p>\n<p>Bienen<\/p>\n<p>Bienen sind friedliche Tiere, die nicht die Absicht haben zuzustechen. F\u00fchlen sie sich allerdings angegriffen und in die Enge getrieben, stechen sie doch. Durch einen Widerhaken bleibt ihr Stachel in der Haut stecken. Dieser Verlust f\u00fchrt dazu, dass die Biene stirbt. Davor injiziert sie jedoch ihr Gift, was zu einer schmerzhaften Schwellung und Juckreiz f\u00fchrt. Wer gestochen wurde, sollte den Stachel sofort entfernen, m\u00f6glichst ohne dabei die Giftblase am \u00e4u\u00dferen Ende zu zerdr\u00fccken. Danach die Einstichstelle desinfizieren und mit einem K\u00fchlpack, kalten Waschlappen oder Quarkwickeln k\u00fchlen.<\/p>\n<p>Fl\u00f6he<\/p>\n<p>Fl\u00f6he werden meist durch Haustiere \u00fcbertragen und hinterlassen typischerweise mehrere eng beieinanderliegende r\u00f6tliche Bissspuren. Sie \u00e4hneln h\u00e4ufig einem Hautausschlag und sind daher schwierig zu identifizieren. Durch den Speichel, den die Fl\u00f6he beim Blutsaugen abgeben, jucken die Bisse stark. Um den Juckreiz zu stillen, die betroffene Stelle k\u00fchlen. Die wichtigste Ma\u00dfnahme ist jedoch die Beseitigung der Fl\u00f6he \u2013 falls sie sich in der eigenen Wohnung befinden. Hier helfen eine Grundreinigung sowie das Waschen von Bettw\u00e4sche, Kleidung und Textilien bei mindestens 60 Grad. Empfindliche Teile einfach einige Tage ins Gefrierfach legen.<\/p>\n<p>Hornissen<\/p>\n<p>Hornissenstiche sind meist deutlich schmerzhafter als die von Bienen und Wespen, obwohl ihr Gift harmloser ist. Das liegt vor allem an ihrem l\u00e4ngeren Stachel. Typisch f\u00fcr Hornissenstiche sind Pusteln oder juckende R\u00f6tungen. In jedem Fall sollten Gestochene die Stelle sofort desinfizieren. Das ist bei Hornissenstichen besonders wichtig, da sie durch ihren l\u00e4ngeren Stachel eine gr\u00f6\u00dfere Wunde hinterlassen. Anschlie\u00dfend mit Quarkwickeln oder einem kalten Umschlag mit Essigwasser k\u00fchlen. \u201eWichtig ist auch, nicht zu kratzen, damit sich das Gift nicht weiter verteilt\u201c, r\u00e4t Dr. Reuter.<\/p>\n<p>Wespen<\/p>\n<p>Wespenstiche k\u00f6nnen ebenfalls sehr schmerzhaft sein und l\u00f6sen h\u00e4ufig Panik aus, weil viele Menschen Angst vor den umherschwirrenden Tieren haben. Daher der wichtigste Rat des DKV Experten: Ruhe bewahren! Ein Gemisch aus Speichel und Zucker lindert Schmerzen und Schwellung. Eine halbe Zwiebel auf dem Stich wirkt entz\u00fcndungshemmend.<\/p>\n<p>Zecken<\/p>\n<p>Zecken geh\u00f6ren zu den Blutsaugern und finden sich vor allem auf Wiesen, W\u00e4ldern und in G\u00e4rten. Ihre Stiche sind zwar selten schmerzhaft, k\u00f6nnen aber Krankheiten wie Borreliose oder Fr\u00fchsommer-Meningoenzephalitis \u00fcbertragen. Wer in der Natur unterwegs war, sollte daher anschlie\u00dfend seinen K\u00f6rper sorgf\u00e4ltig nach Zecken absuchen. Hat sich der Parasit bereits festgesetzt, am besten sofort entfernen. Dazu mit einer Pinzette oder Zeckenzange hautnah greifen und mit einem vorsichtigen und gleichm\u00e4\u00dfigen Zug senkrecht herausziehen. Anschlie\u00dfend die Wunde s\u00e4ubern und desinfizieren. Sollten nach einigen Tagen eine Hautr\u00f6tung an der Stelle auftauchen oder grippe\u00e4hnliche Symptome entstehen, ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen.<\/p>\n<p>Wann zum Arzt?<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich sind die meisten Insektenstiche harmlos. Wenn es aber zu Bienen-, Wespen- oder Hornissenstichen im Mund, Rachen oder Hals kommt, kann das schnell gef\u00e4hrlich werden. Daher gilt: Sofort einen Eisw\u00fcrfel lutschen, um so eine Schwellung zu verhindern, und den Notarzt rufen. Wer wei\u00df, dass er auf bestimmte Stiche allergisch reagiert, sollte immer ein Notfallset dabeihaben. Ist das nicht der Fall oder tritt eine allergische Reaktion erstmals auf, sofort einen Arzt aufsuchen. Symptome sind \u00dcbelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Hautausschlag, Kreislaufprobleme, Herzrasen oder Atemnot. Es kann auch sein, dass die Stelle besonders stark anschwillt. Auch bei besonders starken oder l\u00e4nger als drei Tagen anhaltenden Symptomen empfiehlt der DKV Experte den Gang zum Arzt. \u00dcbrigens: Um einer Tetanus-Infektion durch einen Insektenstich vorzubeugen, ist es empfehlenswert, regelm\u00e4\u00dfig seinen Impfschutz zu \u00fcberpr\u00fcfen und \u2013 falls n\u00f6tig \u2013 auffrischen zu lassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Mit dem Fr\u00fchling werden auch die Insekten wieder aktiv. F\u00fcr die Umwelt \u00fcberlebenswichtig, bereiten sie den Menschen allerdings auch \u00c4rger \u2013 in Form von Juckreiz oder gar Schmerzen. Doch nicht nur Bienen oder M\u00fccken stechen. Auch Bremsen, Ameisen, Fl\u00f6he, Zecken, Hornissen und Wespen k\u00f6nnen schmerzende Stiche und Bisse hinterlassen. 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