{"id":22038,"date":"2020-04-02T07:20:13","date_gmt":"2020-04-02T06:20:13","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=22038"},"modified":"2020-04-03T08:57:03","modified_gmt":"2020-04-03T07:57:03","slug":"feuer-forderte-zwei-todesopfer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2020\/04\/02\/feuer-forderte-zwei-todesopfer\/","title":{"rendered":"Feuer forderte zwei Todesopfer"},"content":{"rendered":"<p><strong>M\u00f6lln (pm).<\/strong> Verzeichnete die M\u00f6llner Wehr im letzten Jahr die erschreckende Zahl von 253 Eins\u00e4tzen, so lassen auch die bisherigen Einsatzzahlen f\u00fcr das Jahr 2020 nichts Gutes erwarten. Im ersten Quartal des Jahres wurden die M\u00f6llner Blaur\u00f6cke bereits 63 mal alarmiert. Die Einsatzstatistik allein f\u00fcr den M\u00e4rz zeigt, dass Mitglieder der Freiweilligen Feuerwehr (FFW) M\u00f6lln 23 mal um Hilfe gebeten wurden, wobei es sich in sechs F\u00e4llen gl\u00fccklicherweise um Fehlalarme handelte. Weiteres hierzu auf der Homepage der M\u00f6llner Wehr unter: www.feuerwehr-moelln.de . Leider kam am 2. M\u00e4rz beim Brand zweier Wohnwagen die Hilfe der Einsatzkr\u00e4fte zu sp\u00e4t. W\u00e4hrend der L\u00f6scharbeiten entdeckten die Helfer zwei tote Personen.<\/p>\n<p>Die Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen auf die T\u00e4tigkeit der ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden der M\u00f6llner Feuerwehr. Um das Risiko einer Infektionsverbreitung innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr M\u00f6lln zu reduzieren und die Einsatzf\u00e4higkeit auch in diesen schwierigen Zeiten sicherzustellen, ruht in der Zeit vom 11. M\u00e4rz bis zum 30. April der gesamte Ausbildungs- und Dienstbetrieb. Au\u00dferdem hat die Wehrf\u00fchrung weitere Verhaltenshinweise auch f\u00fcr den Einsatzfall erlassen. Nun hei\u00dft es auch bei der Feuerwehr M\u00f6lln : WIR SIND F\u00dcR EUCH DA _ BLEIBT IHR F\u00dcR UNS ZU HAUSE<\/p>\n<p>02.3. Um 8.50 Uhr wurde die M\u00f6llner Feuerwehr mit dem Stichwort \u201eFeuer gro\u00df\u201c \u2013 brennt Lagerhalle\u201c zum Zeppelinweg gerufen. Beim Eintreffen der ersten Kr\u00e4fte aus M\u00f6lln und Grambek standen hier zwei Wohnwagen in hellen Flammen. W\u00e4hrend der L\u00f6scharbeiten entdeckten die Einsatzkr\u00e4fte in den Wohnwagen zwei tote Personen.<br \/>\n08.3. In einem Mehrfamilienhaus am Birkhuhnweg hatten Bewohner Gasgeruch im Kellerbereich festgestellt und um 23.30 Uhr einen Notruf abgesetzt. Die Messungen der Feuerwehrkr\u00e4fte und eines Mitarbeiters des Energieversorgers erbrachten aber kein Ergebnis.<br \/>\n11.3. Um den Rettungsdienst mit einer Tragehilfe im Iltisstieg zu unterst\u00fctzen, wurden die Blaur\u00f6cke um 15.51 Uhr um Hilfe gebeten.<br \/>\n11.3. Ein Kurzschluss in der Elektroabteilung eines M\u00f6llner Supermarktes an der Industriestra\u00dfe stellte sich als Ursache f\u00fcr die Ausl\u00f6sung der Brandmeldeanlage heraus. Um 21:56 Uhr waren die Kameraden der Wehr alarmiert worden. Der betroffene Bereich wurde mittels der W\u00e4rmebildkamera kontrolliert.<\/p>\n<p>12.3. In den Augen einiger Mitb\u00fcrger scheinen die ehrenamtlichen Helfer der freiwilligen Feuerwehr inzwischen \u201eM\u00e4dchen\u201c f\u00fcr alles zu sein. So riefen die Funkmeldeempf\u00e4nger M\u00f6llner Kr\u00e4fte um 14.50 Uhr zum Einsatz, weil Passanten der Leitstelle gemeldet hatten, dass sich am Unterstand einer Bushaltstelle am Grambeker Weg durch Windb\u00f6en Kunststoffplatten l\u00f6sten. Der Leiter des Baubetriebshofes der Stadt M\u00f6lln war zwischenzeitlich ebenfalls informiert worden und \u00fcbernahm die Einsatzstelle. Durch die Feuerwehr wurden keine T\u00e4tigkeiten durchgef\u00fchrt. Allerdings ist zu fragen, ob hierf\u00fcr eine Alarmierung der Feuerwehr notwendig war. Durch solche Eins\u00e4tze werden Arbeitgeber, die Arbeitskr\u00e4fte f\u00fcr Eins\u00e4tze freistellen, unn\u00f6tig belastet.<\/p>\n<p>15.3. Im Rahmen der nachbarlichen Hilfe forderte die Freiwillige Feuerwehr Koberg um 13.09 Uhr die M\u00f6llner Drehleiter an. Diese wurde ben\u00f6tigt, um eine erkrankte Person liegend aus dem Obergeschoss eines Hauses zu holen. Anschlie\u00dfend konnte diese dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung \u00fcbergeben werden.<\/p>\n<p>17.3. Um Polizei und Rettungsdienst aufgrund eines vermuteten Notfalles Zugang zu einer Wohnung in einem Geb\u00e4ude am Grambeker Weg zu verschaffen, wurden um 13.17 Uhr Kr\u00e4fte der FF M\u00f6lln alarmiert. Nach \u00d6ffnen der T\u00fcr wurde aber niemand in der Wohnung vorgefunden.<\/p>\n<p>18.3. Wieder einmal besch\u00e4ftigte ein brennender Papiercontainer die Kr\u00e4fte der FF M\u00f6lln. In diesem Fall r\u00fcckten die um 0.13 Uhr alarmierten Helfer zum M\u00fchlenplatz aus.<\/p>\n<p>24.3. Auf Anforderung des Fachdienstes Ordnung sollte der F\u00fchrungsstab aufgrund eines COVID 19 Falls in einem Pflegeheim verst\u00e4rkt werden. Zwei Kameraden der FF M\u00f6lln unterst\u00fctzten dabei den Stab im Kreishaus. Das Unterst\u00fctzungsersuchen erreichte die Mitglieder der TEL um 14.28 Uhr. Um 2.55 Uhr war der Einsatz dann beendet.<\/p>\n<p>24.3. Weil es in einem M\u00fclleimer an der Ecke Villstra\u00dfe \/ Birkenweg brannte (qualmte), alarmierten Spazierg\u00e4nger um 14.06 Uhr die Feuerwehr. Wie zu erwarten, war das Feuer beim Eintreffen der Kr\u00e4fte schon erloschen. Vermutlich war ein Passant zudem schon selbst t\u00e4tig geworden.<\/p>\n<p>25.3. Erneut wurden die Ehrenamtler der M\u00f6llner Wehr alarmiert, weil es in einem M\u00fclleimer zu einem Schwelbrand gekommen war. In diesem Fall war der M\u00f6llner Bahnhof das Ziel der um 9.16 Uhr alarmierten Kr\u00e4fte. Bleibt nat\u00fcrlich auch in diesem zweiten Fall die Frage: Musste hierf\u00fcr die Feuerwehr \u00fcberhaupt alarmiert werden?<\/p>\n<p>26.3. Nachdem die Brandmeldeanlage in einem Geb\u00e4ude am Pater-Lenner-Weg angesprungen war, wurden um 15.31 die Feuerwehren aus M\u00f6lln, Horst und Brunsmark alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass \u00d6l beim Kochen in Brand geraten war. Das Feuer konnten Besch\u00e4ftigte selbst l\u00f6schen, so dass die Feuerwehrkr\u00e4fte nur eine Kontrolle der Einsatzstelle durchf\u00fchrten und die Anlage abschlie\u00dfend wieder zur\u00fcckstellten.<\/p>\n<p>27.3. Nach Ausl\u00f6sung der automatischen Brandmeldeanlage in einem Betrieb an der Thorner Stra\u00dfe alarmierte die Kreisleitstelle um 11.34 Uhr die M\u00f6llner Wehr. Die 18 Einsatzkr\u00e4fte konnten vor kein Schadensereignis ausmachen, so dass nur die Anlage zur\u00fcckgestellt und der Einsatz als Fehlalarm verbucht wurde.<\/p>\n<p>28.3. Als die Funkmeldeempf\u00e4nger um 16.54 Uhr auch die FF M\u00f6lln mit dem Stichwort \u201eFeuer gro\u00df\u201c zum Einsatz riefen, eilten 42 Blaur\u00f6cke zum Ger\u00e4tehaus und r\u00fcckten im Rahmen der nachbarlichen L\u00f6schhilfe nach Gudow aus. Noch auf der Anfahrt erreichte sie die Meldung, dass ihre Hilfe nicht mehr von N\u00f6ten sei. Somit brachen sie die Einsatzfahrt ab. Wie sich herausstellte, brannten Strohballen auf einem Feld. Das Feuer hatte ein in der N\u00e4he stehendes Geb\u00e4ude gef\u00e4hrdet, war aber von den \u00f6rtlichen Einsatzkr\u00e4ften bereits unter Kontrolle gebracht worden.<\/p>\n<p>30.3. Nachdem sich von einer Heizungsanlage im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses am Markt der Wasserschlauch gel\u00f6st hatte, breitete sich das austretende Wasser \u00fcber die darunterliegenden Wohnungen bis in den Keller aus. Zeitgleich mit den Feuerwehrkr\u00e4ften, die um 10.55 Uhr alarmiert wurden, traf eine ebenfalls von Bewohnern informierte Fachfirma ein. Ma\u00dfnahmen durch die Feuerwehr waren nicht erforderlich.<\/p>\n<p>31.3. Um 12.41 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr M\u00f6lln aufgrund auslaufender Fl\u00fcssigkeiten zu einem Verkehrsunfall auf der B 207 gerufen. Hier war zuvor ein mit F\u00e4kalien beladenes Kanalreinigungsfahrzeug, das sich in Fahrtrichtung Ratzeburg befand, in H\u00f6he der Abfahrt M\u00f6lln Nord\/Kleingartenkolonie gegen einen Baum geprallt. Zun\u00e4chst war das Fahrzeug nach rechts von der Stra\u00dfe abgekommen und auf die weiche Bankette geraten. Bevor der Lkw gegen den Baum prallte, hatte er schon einen anderen Baum gestreift. Der Fahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Die Feuerwehrkr\u00e4fte schlossen ein Leck und verhinderten so, dass weitere Fl\u00fcssigkeiten auslaufen konnten. Der ebenfalls alarmierte L\u00f6schzug-Gefahrgut sowie die Kr\u00e4fte der Technischen Einsatzleitung konnte ihre Fahrt zum Einsatzort abbrechen, da sie nicht ben\u00f6tigt wurden. Bevor der Lkw geborgen werden konnte, pumpte ein anderes Fahrzeug den Tankinhalt des Aufbaus ab. Die B 207 wurde w\u00e4hrend der Bergungs- und Aufr\u00e4umarbeiten voll gesperrt.<\/p>\n<p>31.3. Die Meldung &#8222;Dachstuhlbrand in der Klaus-Groth-Stra\u00dfe&#8220; bewahrheitete sich beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkr\u00e4fte gl\u00fccklicherweise nicht. Die Erkundung ergab, dass zwischen zwei Geb\u00e4uden eine Matratze auf dem Boden brannte. Der Qualm zog zwischen den Geb\u00e4uden gen Himmel, so dass es f\u00fcr den Meldenden wie Qualm aus dem Dach ausgesehen hatte. Die brennende Matratze konnte schnell abgel\u00f6scht werden. Sicherheitshalber wurde das angrenzende Geb\u00e4ude aber noch einmal kontrolliert. Der Notruf hatte die Kr\u00e4fte der M\u00f6llner Wehr um 19.05 Uhr erreicht.<\/p>\n<p>31.3. Kaum waren die ersten Kr\u00e4fte ins Ger\u00e4tehaus zur\u00fcckgekehrt, beorderte die Leitstelle die M\u00f6llner Blaur\u00f6cke um 19.54 Uhr zum Stadtseewerder. Ein Anrufer gab an, dass er einen Feuerschein gesichtet hat. Ohne dies n\u00e4her zu pr\u00fcfen, setzte er einen Notruf ab. Vor Ort wurde kein Feuer entdeckt, so dass der letzte Einsatz des Monats als Fehlalarm verbucht wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6lln (pm). Verzeichnete die M\u00f6llner Wehr im letzten Jahr die erschreckende Zahl von 253 Eins\u00e4tzen, so lassen auch die bisherigen Einsatzzahlen f\u00fcr das Jahr 2020 nichts Gutes erwarten. Im ersten Quartal des Jahres wurden die M\u00f6llner Blaur\u00f6cke bereits 63 mal alarmiert. 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