{"id":21823,"date":"2020-03-25T07:42:57","date_gmt":"2020-03-25T06:42:57","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=21823"},"modified":"2020-03-26T09:18:07","modified_gmt":"2020-03-26T08:18:07","slug":"ratzeburgs-bahnhof-im-fokus-des-bundesweiten-projektes-des-fahr-rad-zum-zug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2020\/03\/25\/ratzeburgs-bahnhof-im-fokus-des-bundesweiten-projektes-des-fahr-rad-zum-zug\/","title":{"rendered":"Ratzeburgs Bahnhof im Fokus des bundesweiten Projektes des &#8218;Fahr-Rad-zum-Zug&#8216;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ratzeburg (pm).<\/strong> Bereits Ende Januar besuchte eine Expertendelegation auf Einladung von &#8222;Allianz pro Schiene e.V.&#8220; die Stadt Ratzeburg, um dort praxisorientierte L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr die Schaffung von Fahrradabstellanlagen an Bahnh\u00f6fen zu diskutieren. Es handelte sich um eine Exkursion im Zuge des Projektes &#8222;Fahr-Rad-zum-Zug&#8220;, welches im Auftrag des Bundesministerium f\u00fcr Verkehr und digitale Infrastruktur an konkreten Beispielen von drei unterschiedlich gro\u00dfen Bahnhofstypen \u00fcbertragbare L\u00f6sungswege zur Verbesserung der Parksituation f\u00fcr Fahrr\u00e4der erarbeiten soll. Am realen Fall, so das Ziel des Projektes, soll ein Leitbild entwickelt werden, das auf andere Bahnh\u00f6fe \u00fcbertragbar ist. Ratzeburg war nach Aachen die zweite Station dieser bundesweiten Rundreise und wurde beispielhaft als &#8222;kleiner Bahnhof in der Region&#8220; aufgesucht.<\/p>\n<p>Zu Beginn richtete die Expertendelegation den Blick auf die Situation vor Ort. Guido Klossek vom st\u00e4dtischen Bauamt erl\u00e4uterte das Bahnhofsumfeld und die verschiedenen Defizite, wie das ungen\u00fcgende Toilettenangebot und die geringe Kapazit\u00e4t von Fahrradstellpl\u00e4tzen. Er konnte dabei durchaus auf konkrete L\u00f6sungsans\u00e4tze und bestehende Planungen verweisen, den Bahnhof entsprechend aufzuwerten. So sei eine neue Toilettenanlage in Planung, ebenso eine neue Fahrradabstellanlage. Allerdings, so Klossek selbstkritisch, m\u00fcssten die Verkehrsteilnehmer leider mit viel Geduld auf diese dringend ben\u00f6tigten Verbesserungen warten. Fehlende Planungskapazit\u00e4ten w\u00fcrden die Umsetzung derzeit behindern und verz\u00f6gern. &#8222;Das ist ein Ph\u00e4nomen, welches wir in vielen Bereichen des Tief- und Hochbaus gerade feststellen&#8220;, so Klossek. Zumindest mit Blick auf die geplante Fahrradabstellanlage zeigte sich Klossek jedoch optimistisch, dass sie dieses Jahr noch umgesetzt werden k\u00f6nne. Im Anschluss f\u00fchrte Oliver Victor die G\u00e4ste durch das Bahnhofsgeb\u00e4ude und erl\u00e4uterte das Konzept der &#8222;Erlebnisbahn Ratzeburg GmbH&#8220;.<\/p>\n<p>Ausgehend von den Eindr\u00fccken am Bahnhof wurde nachfolgend im Rathaus diskutiert, wie die Situation f\u00fcr Fahrradfahrer besser und attraktiver gestaltet werden k\u00f6nnte. Es herrschte Konsens in der Expertenrunde, dass es hilfreich w\u00e4re, einen Planungsexperten zur Ermittlung der Bedarfe f\u00fcr eine Fahrradabstellanlage zu Rate zu ziehen. &#8222;Die Erfahrung in Schleswig-Holstein habe gezeigt, dass zwar in der Regel die Verwaltung (Stadt, Gemeinde, Kommune) die treibende Kraft hinter der Planung einer Abstellanlage ist. Allerdings verf\u00fcge diese in der Regel kaum \u00fcber Erfahrungen mit den komplexen Schnittstellen zu Bahn und F\u00f6rderprogrammen. Sehr hilfreich sind hier Unterst\u00fctzungsangebote an die Kommunen, wie sie in Schleswig-Holstein von der NAH.SH entwickelt wurden.&#8220;, sagte Isabel Vollmer, Referentin Drittmittelprojekt \u201eFahr-Rad-zum-Zug\u201c, Allianz pro Schiene e.V..<\/p>\n<p>F\u00fcr die erfolgreiche Entwicklungsphase einer Abstellanlage empfahlen die Experten zudem, Anwohner, Anlieger und Politik fr\u00fchzeitig zu informieren. M\u00f6gliche Stolpersteine f\u00fcr die Umsetzung einer geplanten Anlage k\u00f6nne hier das Fehlen eines Konzepts f\u00fcr die Einbindung des bestehenden \u00d6PNV und seiner Fl\u00e4chen, wie Bushaltestellen, sein. F\u00fcr die Gestaltung der Anlagen riet die Runde, den Wohlf\u00fchlfaktor f\u00fcr die Nutzer aktiv mitzudenken. Es sei wichtig, dass Radfahrende das Rad mit einem guten und sicheren Gef\u00fchl abstellen zu k\u00f6nnen, auch \u00fcber Nacht. Einig war sich die Expertenrunde auch, dass die Planung und Umsetzung nicht allein durch die Gemeinde getragen werden kann. F\u00f6rderprogramme wie beispielsweise NAH.SH oder B+R-Offensive k\u00f6nnen hier gute Wegbegleiter sein. Ebenso sollten Fahrradabstellanlagen immer in ein Gesamtkonzept eingebunden werden. Die Stadt Ratzeburg hat in den vergangenen Jahren die Radwege ausgebaut und erneuert. Eine solch fahrradfreundliche Infrastruktur und die gute Anbindung an das Schienennetz sind Grundvoraussetzungen f\u00fcr bedarfsgerechte Fahrradabstellanlagen an kleinen Bahnh\u00f6fen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ratzeburg (pm). Bereits Ende Januar besuchte eine Expertendelegation auf Einladung von &#8222;Allianz pro Schiene e.V.&#8220; die Stadt Ratzeburg, um dort praxisorientierte L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr die Schaffung von Fahrradabstellanlagen an Bahnh\u00f6fen zu diskutieren. 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