{"id":21609,"date":"2020-03-17T09:49:46","date_gmt":"2020-03-17T08:49:46","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=21609"},"modified":"2020-03-17T09:49:56","modified_gmt":"2020-03-17T08:49:56","slug":"linke-lehnt-neue-gmbh-fuer-den-rettungsdienst-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2020\/03\/17\/linke-lehnt-neue-gmbh-fuer-den-rettungsdienst-ab\/","title":{"rendered":"Linke lehnt neue GmbH f\u00fcr den Rettungsdienst ab"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> In Schleswig-Holstein liegt die Verantwortlichkeit f\u00fcr den Rettungsdienst generell bei den Kreisen und kreisfreien St\u00e4dten. Im Kreis Herzogtum Lauenburg werden bisher die Aufgaben des Rettungsdienstes vom Kreis im Rahmen der &#8222;Bereichsausnahme&#8220; direkt an gemeinn\u00fctzige Organisationen wie die DLRG, den ASB und das DRK vergeben, die gleichzeitig mit ihren ehrenamtlichen Helfern den Katastrophenschutz in der Region gewehrleisten. Hierdurch k\u00f6nnen europaweite Ausschreibung und die Vergabe an rein kommerzielle Unternehmen umgangen werden.<\/p>\n<p>&#8222;Jetzt gibt es Bestrebungen in der Kreispolitik, dieses bewehrte System ohne Not zu \u00e4ndern,&#8220; \u00e4rgert sich Michael Schr\u00f6der von der Linksfraktion des Kreistages. Schr\u00f6der: &#8222;Auf Bestreben der CDU-Fraktion hat die Verwaltung eine Vorlage erarbeitet, wonach die Rettungsdienste nur noch f\u00fcr das opperative Gesch\u00e4ft, also die personelle Besetzung der Rettungswachen und Fahrzeuge, zust\u00e4ndig sein sollen. Die Koordination sowie weitere logistische Aufgaben sollen dann von einer neu zu gr\u00fcndenden Rettungsdienst GmbH erbracht werden.&#8220; Nach Ansicht der Linksfraktion ist das neue Konzept lange noch nicht ausgereift. So g\u00e4be es noch juristische Unklarheiten zum Beispiel bei der Vergabe von Leistungen und es k\u00f6nnten Doppelstrukturen entstehen, deren Kosten nicht von den Krankenkassen getragen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Schr\u00f6der: &#8222;Am Ende drohen die Gefahr einer Verschlechterung des Rettungsdienstes und h\u00f6hre Kosten, die von der Bev\u00f6lkerung zu tragen sein werden. Was mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der gemeinn\u00fctzigen Organisationen nach einer \u00dcbernahme der Verwaltungst\u00e4tigkeiten durch die GmbH geschieht, ist ebenfalls noch v\u00f6llig unklar. Der einzige, f\u00fcr den sich diese Konstruktion auf jeden Fall lohnen wird, ist der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der neuen GmbH. Ger\u00fcchteweise steht schon fest, dass diesen lukrativen Posten ein langj\u00e4hriger Mitarbeiter aus der Kreisverwaltung bekommen soll.&#8220; Ein Gro\u00dfteil der organisatorischen Leistungen wird derzeit durch das DRK erbracht. Nach Ansicht der Linksfraktion wirken sich die vernetzten Strukturen des DRK und der anderen Anbieter mit den Ehrenamtlern, den Krankenh\u00e4useren und dem Rettungsdienst positiv auf die Stabilit\u00e4t des Systems aus. Schr\u00f6der: &#8222;Die jetzige Struktur ist relativ krisensicher. Es gibt aus unserer Sicht keine schl\u00fcssigen Argumente hier grundlegende \u00c4nderungen vorzunehmen. Die Linke wird sich im Kreistag gegen die Gr\u00fcndung einer neuen Rettungsdienst GmbH aussprechen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). In Schleswig-Holstein liegt die Verantwortlichkeit f\u00fcr den Rettungsdienst generell bei den Kreisen und kreisfreien St\u00e4dten. 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